Schlagwort: Umwelt

  • Auswertung interner Dokumente: So unverblümt warb Katherina Reiche in den USA für Interessen der Gas- und Atomwirtschaft

    Auswertung interner Dokumente: So unverblümt warb Katherina Reiche in den USA für Interessen der Gas- und Atomwirtschaft

    Berlin (ots) –

    – Anfrage von Deutscher Umwelthilfe und FragDenStaat legt Terminplan und Gesprächsvorbereitungen von Reiches Lobby-Reise im März in den USA offen
    – Ministerin setzte sich für neue Gaslieferverträge, neue Atomkraftwerke und gegen Methanverordnung ein
    – DUH und FragDenStaat halten Unterlagen für unvollständig und fordern komplette Offenlegung der Lobby-Aktivitäten der Ministerin in den USA

    Interne Dokumente aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) legen offen, dass Ministerin Katherina Reiche bei ihrer Reise zur CERA-Week in Texas einseitig die Interessen der Gas- und Atomwirtschaft vertreten hat. Dies geht aus dem Terminplan der Ministerin sowie aus Dokumenten zur Vorbereitung der Reise hervor, zu denen die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und Transparenz- und Rechercheportal FragDenStaat per Umweltinformationsgesetz (UIG) und Informationsfreiheitsgesetz (IFG) Zugang erhalten haben. Die CERA-Week ist die zentrale Branchenveranstaltung der Gaswirtschaft in den USA und fand im März 2026 statt. Reiche setzte ihre Teilnahme gegen den Rat der eigenen Fachebene durch, nutzte die Konferenz als Bühne für neue US-Gaslieferungen, eine Rückkehr der Atomkraft in Deutschland, Kritik an der EU-Methanverordnung und für eine Annäherung an die US-Energiepolitik. Besonders kritisch ist zudem ihre Darstellung von erneuerbaren Energien als unzureichend und, dass Klimaziele „kein Selbstzweck“ seien.

    Das BMWE hatte zuvor die Beantwortung der UIG-Anfragen monatelang verzögert und die Unterlagen zurückgehalten. Erst nach einer Untätigkeitsklage der DUH hat das BMWE eine Sammlung von Dokumenten zugeschickt. FragDenStaat und DUH kennen insgesamt vier UIG-Anfragen zur CERA-Week, die das BMWE erst nach Monaten mit derselben Dokumentensammlung und teils wortgleichen Bescheiden beantwortet hat. Dennoch verlangte das Ministerium jeweils den Höchstsatz der Bearbeitungsgebühr von 500 Euro. DUH und FragDenStaat vermuten, dass die Unterlagen unvollständig sind. So fehlen für einen Teil der Gespräche aus dem Terminkalender der Ministerin die Unterlagen zur Vorbereitung. Protokolle sind gar nicht offengelegt worden. Beide Organisationen haben deshalb Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt.

    Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Die brisanten Dokumente belegen schwarz auf weiß: Katherina Reiche agiert als Cheflobbyistin der Gas- und Atomwirtschaft. Erneuerbare Energien redet sie schlecht, neue Gasverträge mit Donald Trump treibt sie persönlich voran und wirbt sogar für eine Wiederkehr der Atomkraft. Die Ministerin hat auf dieser Reise aktiv gegen die Energiewende gearbeitet und schadet damit Deutschlands Energieunabhängigkeit. Setzt sie sich mit ihrer Politik durch, droht eine noch größere Abhängigkeit von Trumps Energielieferungen und ein Wiedereinstieg in fossile Energieträger.“

    Joschi Wolf, Klimareferent*in bei FragDenStaat: „Das BMWE verweigert entscheidende Informationen darüber, wer auf die deutsche Klima- und Energiepolitik Einfluss nimmt. Das lässt tief blicken: Die Bundesregierung will de facto Informationsrechte abschaffen und beantwortet schon jetzt Anfragen unvollständig. Obwohl uns allen diese Informationen zustehen, versucht eine Bundesbehörde hier, geltendes Recht zu umgehen. Das Ministerium muss die Unterlagen vollständig freigeben.“

    Die Vorbereitungsunterlagen machen eine klare politische Agenda der Ministerin erkennbar. Reiche sollte in Houston wiederholt dafür werben, dass deutsche Unternehmen an langfristigen Gaslieferverträgen mit US-amerikanischen Exporteuren interessiert seien. Diese Botschaft findet sich unter anderem in den Vorbereitungen für Gespräche mit ExxonMobil, BP und Global Infrastructure Partners. Der Fokus der Ministerin lag zudem auf einer Aufwertung der Atomkraft. In den vorbereiteten Kernbotschaften wird ein Energiemix aus „wind, solar, gas, nuclear, storage, interconnections“ als notwendig dargestellt. Hervorgehoben werden zudem sogenannte Small Modular Reactors (SMR) – eine neue Generation von Atomkraftwerken.

    Aus den Unterlagen geht zudem eine politische Annäherung an die Energiepolitik der US-Regierung hervor. Für ein Gespräch mit dem US-Innenminister beziehungsweise dem National Energy Dominance Council war als Kernbotschaft vorgesehen: „The U.S. and Germany share important approaches in the implementation of their energy policies.“ Erneuerbare Energien hingegen seien nicht allein in der Lage, ein Industrieland wie Deutschland zu versorgen. Deshalb müssten sämtliche Energieoptionen – darunter auch Gas und Atomkraft – verfügbar gehalten werden.

    Links:

    – Link zur Auswertung der BMWE-Dokumente: https://l.duh.de/p260908
    – Link zu den Unterlagen des BMWE: https://ots.de/8JxcPf

    Pressekontakt:

    Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer DUH
    0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de

    Michelle Trimborn, Pressesprecherin FragDenStaat
    0157 75723737, presse@fragdenstaat.de

    DUH-Newsroom:
    030 2400867-20, presse@duh.de

    www.duh.de

    Quelle: Auswertung interner Dokumente: So unverblümt warb Katherina Reiche in den USA für Interessen der Gas- und Atomwirtschaft

  • Berliner Kantstraße: Deutsche Umwelthilfe zieht mit Eilantrag gegen den autovernarrten Berliner Senat wegen Rückbau des Radwegs vor Gericht

    Berliner Kantstraße: Deutsche Umwelthilfe zieht mit Eilantrag gegen den autovernarrten Berliner Senat wegen Rückbau des Radwegs vor Gericht

    Berlin (ots) –

    – DUH unterstützt Eilantrag eines betroffenen Radfahrers und beantragt vorbeugenden gerichtlichen Stopp noch vor Beginn der Bauarbeiten
    – Aktuelle Zählung belegt bis zu 278 Radfahrende pro Stunde und Richtung: Geplante gemeinsame Bus- und Radspur verstößt nach Auffassung der DUH gegen geltende Sicherheitsvorgaben
    – DUH fordert sichere Alternative: Parkstreifen abschaffen, geschützten Radweg erhalten und separate Busspur schaffen – Bürgerinnen und Bürger können sich gegen die Rückabwicklung der Verkehrswende und für den Erhalt sicherer Radwege einsetzen

    Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) geht gegen den geplanten Rückbau des geschützten Radwegs auf der Berliner Kantstraße vor Gericht. Die DUH unterstützt den Eilantrag eines betroffenen Radfahrers, der die Kantstraße regelmäßig nutzt. Der Eilantrag soll den Rückbau einer Radverkehrsanlage erstmals noch vor Beginn der Arbeiten gerichtlich stoppen. Er wurde am Montag, den 7. September beim Verwaltungsgericht Berlin eingereicht. Eine gemeinsame Bus- und Radspur wäre nach DUH-Ansicht unter anderem wegen der nachweislich hohen Nutzung des Radwegs rechtswidrig.

    Dazu sagt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Wenige Tage vor der Berlin Wahl will die autovernarrte CDU-Verkehrssenatorin Ute Bonde Fakten schaffen, die anschließend nur mit großem Aufwand und auf Kosten der Steuerzahler rückgängig gemacht werden könnten. Den geschützten Radweg auf der Kantstraße nutzen täglich tausende Menschen mit dem Fahrrad. Diese Menschen sollen künftig gemeinsam mit Linienbussen auf eine viel zu schmale Spur gedrängt werden, nur damit am Straßenrand weiter Autos parken können. Das ist extrem gefährlich, verkehrspolitisch rückwärtsgewandt und nach unserer Auffassung rechtswidrig. Nicht der Radweg muss weg, sondern der Parkstreifen. Wir werden diese Rückabwicklung der Berliner Verkehrswende mit allen rechtlichen Mitteln bekämpfen.“

    Nach aktuellen DUH-Zählungen vom 25. bis 27. August 2026 waren auf dem betroffenen Abschnitt zwischen 236 und 278 Radfahrende pro Stunde und Fahrtrichtung unterwegs. Die technischen Regelwerke sehen für eine gemeinsame Führung auf einem schmalen Bussonderfahrstreifen weniger als 150 bis 200 Radfahrende pro Stunde vor. Hinzu kommt: Der geplante Bussonderfahrstreifen ist teilweise nur 3,0 bis 3,25 Meter breit; östlich des Savignyplatzes erreicht er rund 3,90 Meter. Auch die Haltestellenabstände und der dichte Busverkehr mit zwölf Linienbussen pro Stunde sprechen nach dem Eilantrag gegen die gemeinsame Führung.

    Dazu Remo Klinger, Rechtsanwalt und Vertreter des Antragstellers: „Die gemeinsame Führung von Bussen und Fahrrädern auf einem Fahrstreifen ist rechtlich nur erlaubt, wenn dort nicht mehr als 200 Fahrräder in der Spitzenstunde unterwegs sind. Das ist hier nicht der Fall, es sind mehr. Man schafft mit der neuen Planung ein rechtswidriges Sicherheitsproblem. Der Brandschutz für die Häuser in der Kantstraße steht der Fahrradspur nicht entgegen. Denn der Brandschutz kann durch die Freigabe des Parkstreifens gewährleistet werden. In der Umgebung der Kantstraße gibt es genügend Parkhäuser mit vielen freien Plätzen, sodass nicht einzusehen ist, warum die Parkplätze am rechten Straßenrand der Kantstraße den Vorrang vor der Brand- und Verkehrssicherheit der Anwohner und Radfahrer haben sollen.“

    Hintergrund:

    Der geschützte Radweg auf der Kantstraße wurde 2020 eingerichtet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg bestätigte die damalige Anordnung. Seit der Einrichtung hat sich der Radverkehr auf der Kantstraße deutlich erhöht. Ein von der DUH beauftragtes Rechtsgutachten kam bereits 2025 zu dem Ergebnis, dass die geplante gemeinsame Führung von Bus- und Radverkehr auf dem östlichen Abschnitt der Kantstraße straßenverkehrsrechtlich unzulässig ist.

    Die DUH schlägt stattdessen folgende Aufteilung vor: Kfz-Fahrstreifen, Bussonderfahrstreifen mit Ladezonen für den Lieferverkehr und eigener Radfahrstreifen. Dafür entfällt das Parken am Straßenrand. Im Umkreis von maximal 500 Metern zur östlichen Kantstraße befinden sich laut Berliner Verkehrsinformationszentrale 24 Parkhäuser mit insgesamt 4.545 Stellplätzen.

    Begleitend zum Eilverfahren ruft die DUH mit einer Mitmachaktion Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich gegen die Rückabwicklung der Verkehrswende und für den Erhalt sicherer Radverkehrsinfrastruktur einzusetzen.

    Link:

    Zur Mitmach-Aktion: https://mitmachen.duh.de/verkehrswende-berlin/

    Pressekontakt:

    Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
    0171 3649170, resch@duh.de

    Prof. Dr. Remo Klinger, Geulen & Klinger Rechtsanwälte
    0171 2435458, klinger@geulen.com

    DUH-Newsroom:
    030 2400867-20, presse@duh.de

    www.duh.de

    Quelle: Berliner Kantstraße: Deutsche Umwelthilfe zieht mit Eilantrag gegen den autovernarrten Berliner Senat wegen Rückbau des Radwegs vor Gericht

  • Einladung: Protest zur Bauministerkonferenz: Deutsche Umwelthilfe fordert mit breitem Bündnis Ende des Abrisswahns

    Einladung: Protest zur Bauministerkonferenz: Deutsche Umwelthilfe fordert mit breitem Bündnis Ende des Abrisswahns

    Berlin (ots) –

    12.000 Gebäude werden jährlich laut amtlicher Statistik in Deutschland abgerissen – Schätzungen gehen sogar von viermal so vielen Abrissen aus. Mit jedem vermeidbaren Abriss gehen bereits gebundene sogenannte graue Treibhausgasemissionen, wertvolle Baustoffe und Rohstoffe verloren. Gleichzeitig werden gewachsene Quartiersstrukturen und baukulturelle Werte zerstört.

    Zur Bauministerkonferenz in Berlin macht die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit den Architects for Future Deutschland e.V. (A4F) und der Anti-Abriss-Allianz (AAA) mit einer bildstarken Aktion auf die verheerenden Folgen vermeidbarer Abrisse aufmerksam. Im Bündnis mit 70 weiteren Organisationen fordern wir die Bauministerinnen und Bauminister der Länder auf, den Abrisswahn zu beenden.

    Wir bitten um Anmeldung über den DUH-Newsroom.

    Teilnehmende:

    – Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin DUH
    – Dr. Alexander Stumm, Professor für die Theorie der Architektur und Stadt an der Technische Hochschule Lübeck, Vertreter der AAA
    – Wibke Werner, Geschäftsführerin, Berliner Mieterverein e.V.
    – Leon Beck, Vorstandsvorsitzender von A4F

    Datum:

    Donnerstag, 10. September 2026 um 9 Uhr

    Ort:

    Vor dem Roten Rathaus (Haupteingang), Rathausstraße 15, 10178 Berlin

    Pressekontakt:

    DUH-Newsroom:
    030 2400867-20, presse@duh.de

    www.duh.de

    Quelle: Einladung: Protest zur Bauministerkonferenz: Deutsche Umwelthilfe fordert mit breitem Bündnis Ende des Abrisswahns

  • Initiator greift wieder zum Spaten: Ministerpräsident Daniel Günther startet bundesweite Mitmach-Aktion „Einheitsbuddeln 2026“ zum Tag der Deutschen Einheit in Schleswig-Holstein

    Initiator greift wieder zum Spaten: Ministerpräsident Daniel Günther startet bundesweite Mitmach-Aktion „Einheitsbuddeln 2026“ zum Tag der Deutschen Einheit in Schleswig-Holstein

    Kiel (ots) –

    Das Einheitsbuddeln geht in die achte Runde und der Initiator ist mit dabei: Ministerpräsident Daniel Günther hat am Freitag in Kiel das Einheitsbuddeln 2026 für Schleswig-Holstein gestartet. Zusammen mit dem Vorstand von Einheitsbuddeln e.V., Eugen Witte und Dr. Frank Schoppa, pflanzte er einen Apfel Hochstamm, Sorte Holsteiner Cox in Kiel.

    2019 hat Schleswig-Holstein zum ersten Mal zum Tag der Deutschen Einheit zum Einheitsbuddeln aufgerufen. „Stell dir vor, am 3. Oktober würde jeder Mensch in Deutschland einen Baum pflanzen. 83 Millionen. Jedes Jahr. Ein neuer Wald. Von Nord nach Süd, von Ost nach West. Für das Klima. Und für

    Einheitsbuddeln 2026 Start SH mit MP Guenther.jpg dich und deine Familie. Für unsere Zukunft.“ Mit dieser Vision hat Ministerpräsident Daniel Günther damals das Einheitsbuddeln ins Leben gerufen. Seitdem findet jährlich am Tag der Deutschen Einheit in ganz Deutschland das Einheitsbuddeln statt.

    Ministerpräsident Daniel Günther rief auch in diesem Jahr alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich an dieser Pflanzaktion zu beteiligen: „Wer einen Baum pflanzt, verbessert nicht nur das Klima und sorgt für lebenswertere Städte und Gemeinden. Gerade in den Hitzewellen dieses Sommers waren Bäume für viele Menschen ein Segen. Jeder gepflanzte Baum zählt. Hier ein Bäumchen, dort ein Bäumchen – gemeinsam lassen wir unser Land ergrünen. Zeigen wir auch 2026, dass diese Idee aus Schleswig-Holstein Menschen aus ganz Deutschland verbindet.“

    Mit einer Förderung durch das Land Schleswig-Holstein vergibt darüber hinaus zum 80. Landesgeburtstag der Förderverein Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland e.V. 80 Obstbäume an Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein zur eigenständigen Pflanzung. Mit Obstgehölzen sind Themen wie Klima-, Arten- und Insektenschutz sowie gesunde Ernährung verbunden. Bildungseinrichtungen können diese Themen vertiefend behandeln. Durch die jeweils eigenständige Pflanzung vor Ort entsteht ein besonderer Lernort für alle Schülerinnen und Schüler.

    Ministerpräsident Daniel Günther sagte: „Als Land fördern wir dieses Projekt ausgesprochen gern. 80 Bäume stehen für 80 Jahre Landesgeschichte und erinnern daran, dass jede Generation Verantwortung für die nächste trägt. Schulen und Kitas sind der ideale Ort für diese Obstbaumaktion. „Jeder Baum wird zu einem kleinen Lernort: Kinder erleben über viele Jahre, wie Leben wächst – und wie aus guter Pflege etwas großes werden kann.“

    Vorstandsmitglieder Eugen Witte und Dr. Frank Schoppa von Einheitsbuddeln e.V. waren auch von Beginn an dabei. „Wir brauchen ein sinnstiftendes Ritual am Tag der Deutschen Einheit. Einheitsbuddeln macht dazu einen Vorschlag. Gemeinsam Bäume zu pflanzen macht Spaß, verbindet über alle räumlichen und ideologischen Grenzen Deutschlands hinweg und ist gut für das Klima. Es freut uns sehr, dass Ministerpräsident Günther das Einheitsbuddeln auch in diesem Jahr wieder aktiv unterstützt“, beschreibt Witte die Botschaft.

    Einheitsbuddeln ist eine Mitmach-Aktion für alle Bürgerinnen und Bürger zum Tag der Deutschen Einheit. Mit dem Pflanzen von Bäumen und Gehölzen können alle Menschen aktiv zum Klimaschutz beizutragen.

    Seit dem Kampagnenstart 2019 wurden bundesweit rund 480.000 Bäume gepflanzt und rund 500.000 EUR an Spenden für Baumpflanzungen in Deutschland gesammelt.

    Dieses Jahr richtet das Bremen die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit aus. Bürgermeister und amtierender Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte (SPD) unterstützt die Initiative des Einheitsbuddelns 2026 als Schirmherr. Schirmherr Bovenschulte startete das Einheitsbuddeln 2026 bundesweit am 31. August im Rahmen einer Startpflanzung in Bremenhaven.

    Dr. Frank Schoppa, Gründungsmitglied von Einheitsbuddeln e.V. und Vorsitzender des Förderverein Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland e.V.: Ziel des Projektes mit 80 Obstbäumen ist es, durch eine zukunftsorientierte Gemeinschaftsaktion das 80-jährige Bestehen des Landes Schleswig-Holstein nachhaltig zu würdigen. Die Pflanzung von 80 Bäumen in Schulgärten steht symbolisch für 80 Jahre Landesgeschichte, Verantwortung für kommende Generationen, Zusammenhalt, Engagement und Teilhabe sowie Nachhaltigkeit als Grundlage eines guten Lebens.“

    In Kiel unterstützten den Mitmach-Aufruf durch Ministerpräsident Daniel Günther SHHB, Alke Voß, Stadträtin für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität der Landeshauptstadt Kiel sowie John Hermann Cordes, Baumschul-Inhaber aus Holm im Kreis Pinneberg als Baum-Sponsor.

    Der Verein „Einheitsbudeln e.V.“ ist gemeinnützig und Organisator der bundesweiten Initiative des jährlichen Einheitsbuddeln zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Einheitsbuddeln e.V. will das Einheitsbuddeln zum Tag der Deutschen Einheit als gelebte, sinnstiftende Tradition verankern. Gegründet wurde der Verein 2021 aus den Reihen der „Erfinder“ des 1. Einheitsbuddelns, die 2019 bei der Premiere in Schleswig-Holstein dabei waren.

    Der Verein Einheitsbuddeln e.V. unterhält mittlerweile ein großes Netzwerk von kompetenten und engagierten Unterstützern, das beim Verbreiten der Idee und der Umsetzung unserer Projekte hilft. Darunter sind unter anderem Experten in Sachen Wald, Stadtgrün, Baum oder Gehölzen. Oder Menschen, die in für den Wald oder das Stadtgrün maßgeblichen Behörden, Verbänden oder anderen Vereinen Verantwortung tragen.

    Mehr Informationen unter https://einheitsbuddeln.org

    Wer buddeln möchte, kann sein Pflanzversprechen, als private Pflanzung oder öffentliche Pflanzparty, auf der interaktiven Deutschlandkarte auf einheitsbuddeln.org eintragen. Wer nicht buddeln kann, kann spenden. Einheitsbuddeln arbeitet dazu zusammen mit Betterplace.org, Deutschland größter gemeinnütziger Spendenplattform (www.betterplace.org/de/projects/158389-einheitsbuddeln-2025).

    Pressekontakt:

    Geschäftsstelle Einheitsbuddeln e.V.
    Dr. Frank Schoppa
    Telefon: 0175 526 11 11 E-Mail: info@einheitsbuddeln.de

    Quelle: Initiator greift wieder zum Spaten: Ministerpräsident Daniel Günther startet bundesweite Mitmach-Aktion "Einheitsbuddeln 2026" zum Tag der Deutschen Einheit in Schleswig-Holstein

  • Saubere Energie, saubere Gewässer: PLAN-B NET ZERO und everwave im Gespräch über ihre Partnerschaft

    Saubere Energie, saubere Gewässer: PLAN-B NET ZERO und everwave im Gespräch über ihre Partnerschaft

    Berlin (ots) –

    Seit 2026 arbeiten die PLAN-B NET ZERO AG, die mit Neo Energy eine neue Kategorie im europäischen Energiemarkt etabliert, und everwave, ein Impact-Unternehmen für Gewässerschutz, zusammen. Im Interview blicken die Gründer Bradley Mundt (PLAN-B NET ZERO) und Clemens Feigl (everwave) auf den Moment zurück, in dem aus zwei Missionen eine gemeinsame wurde, und sprechen darüber, wohin die Partnerschaft sich entwickeln soll.

    „Das war für mich kein einzelner Aha-Moment, sondern die Erkenntnis, dass wir beide dasselbe Grundprinzip verfolgen: ein reales Problem lösen, messbar und ohne moralischen Zeigefinger“, sagt Bradley Mundt, Gründer und CEO von PLAN-B NET ZERO, über die

    Boat_Phnom_Penh (2).jpg Anfänge der Zusammenarbeit. Clemens Feigl, CEO & Co-Founder von everwave, beschreibt denselben Moment so: „PLAN-B NET ZERO unterstützt Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität, wir ergänzen diesen Ansatz mit messbarem Gewässerschutz. Uns verbindet der Anspruch, nicht nur Strategien zu entwickeln, sondern echte Wirkung zu erzielen. Genau deshalb war schnell klar: Unsere Ansätze ergänzen sich perfekt.“

    Im Zentrum der Kooperation steht ein einfaches Prinzip: Kund:innen von PLAN-B NET ZERO können über ihre Impact-Tarife (https://planbnetzero.com/strom/privat) zwischen 1 und 5 Euro pro Monat für den Gewässerschutz dazugeben. Ein Euro entspricht dabei einem Kilogramm Plastikmüll, das everwave aus Flüssen und Gewässern entfernt, bevor er ins Meer gelangt. „Kein Verzicht oder Aktivismus, sondern ein System, das im Hintergrund einfach funktioniert und trotzdem etwas bewegt“, so Mundt.

    Für everwave ist das Modell Teil einer größeren Strategie. „Unser Ziel ist der Aufbau langfristiger Abfallwirtschaftssysteme“, erklärt Feigl. „Dafür schaffen wir lokale Arbeitsplätze, arbeiten eng mit Partnern und Behörden zusammen und stärken durch Trainings und Bildungsangebote das Bewusstsein für nachhaltiges Abfallmanagement. So entsteht langfristige ökologische und soziale Wirkung.“ Transparenz ist dabei zentral: „Wir dokumentieren den gesamten Prozess von der Sammlung bis zur Verwertung und stellen sicher, dass jeder Plastic Credit eindeutig zugeordnet wird. Unsere Projekte werden regelmäßig nach dem Ocean Bound Plastic Standard unabhängig auditiert.“

    Sichtbar wird die Partnerschaft für Kund:innen unter anderem durch die Teilnahme an der World Earth Day Kampagne, bei der ein Like einem Kilogramm entfernten Mülls entsprach, sowie durch regelmäßige Updates aus everwaves Projektregionen in Kambodscha und Albanien. „Wir wollen das nicht als reines Marketing-Label draufkleben, sondern über echte gemeinsame Projekte erlebbar machen“, sagt Mundt.

    Beim Blick nach vorn sind sich beide Gründer einig, dass es um Wachstum und Wirkung geht. „Es soll mit jedem Partner und jedem Nutzer stärker werden“, sagt Mundt. Feigl ergänzt: „Je mehr Menschen Teil dieser Bewegung werden, desto mehr Plastikmüll können wir entfernen und desto mehr langfristige Strukturen können wir aufbauen. Denn unsere Projekte finanzieren weit mehr als reine Cleanup-Aktionen.“

    Auf einen Satz gebracht, steht die Partnerschaft für beide für dasselbe Prinzip aus zwei Perspektiven: „Energy flows where energy goes“, sagt Mundt. Feigl fasst es so zusammen: „Saubere Energie und saubere Gewässer gehen Hand in Hand, für transparente, messbare und langfristige Wirkung.“

    Über everwave

    everwave säubert die Umwelt: Mit Müllsammelbooten auf Flüssen verhindert das Unternehmen, dass Abfälle in die Ozeane gelangen. Unterstützt durch künstliche Intelligenz wird der Müll erkannt und analysiert; das gesammelte Material wird anschließend auf umweltschonende Weise weiterverarbeitet. everwave organisiert langfristige, ganzheitliche Reinigungsprojekte – unter anderem in Albanien, Thailand und Kambodscha – und sorgt so für saubere Flüsse und Meere. Bis heute hat das Unternehmen bereits über 2,9 Millionen Kilogramm Müll aus Flüssen gesammelt. Neben dem operativen Einsatz vor Ort sensibilisiert everwave auch die Öffentlichkeit und inspiriert andere Unternehmen, gemeinsam aktiv zu werden.

    Home

    Über PLAN-B NET ZERO

    PLAN-B NET ZERO ist ein GreenTech-Scale-Up mit Sitz in Zug, Schweiz. Das Unternehmen wurde im April 2023 von Bradley Mundt gegründet und ist Pionier der neuen Industrie-Kategorie Neo Energy – einem ganzheitlichen Ansatz, der saubere Energie mit digitaler Intelligenz, Datentransparenz und vernetzten Services verbindet.

    PLAN-B NET ZERO transformiert nachhaltige Energie von einer Commodity in ein intelligentes, nutzerorientiertes System. Die Plattform erweitert klassische Energieversorgung um digitale Services, Software und Licensing – und schafft durch datenbasierte Optimierung und nutzerzentrierte Funktionen ein integriertes Energieerlebnis, das mit jeder Nutzerin, jedem Partner und jeder Partnerschaft stärker wird.

    https://planbnetzero.com/

    Pressekontakt:

    Julia Schnitger
    presse@planbnetzero.com
    www.planbnetzero.com

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  • Perfekte Kanten, geschützte Igel, mitdenkender Garten: Sunseeker zeigt auf der IFA 2026 die Mähroboter-Generation 2027

    Perfekte Kanten, geschützte Igel, mitdenkender Garten: Sunseeker zeigt auf der IFA 2026 die Mähroboter-Generation 2027

    Berlin (ots) –

    Kantenschnitt bis auf 0 cm, eine Wärmebildkamera, die jedes Tier an seiner Körperwärme erkennt, die branchenweit erste 3D-Gartenkarte und das neue Smart-Garden-Ökosystem machen den Mähroboter zum intelligenten Gartenhelfer

    Sunseeker präsentiert auf der IFA 2026 seine neue Mähroboter-Generation für 2027. Alle fünf Modelle finden ihren Weg per LiDAR-Navigation, also mithilfe von Laser-Sensortechnik: ohne Begrenzungskabel, ohne Antenne, ohne manuelle Einrichtung. Vier Neuerungen stehen im Mittelpunkt: ein Kantenschnitt, der das Nachtrimmen überflüssig macht, eine Wärmebildkamera, die jedes Tier an seiner Körperwärme erkennt und so für den Schutz von Igeln und Co. sorgt, eine 3D-Gartenkarte, mit der der Roboter als erster seiner

    Sunseeker-IFA-2026-Lineup_16-9.jpg Art Beete, Bäume und Terrassen als das erkennt, was sie sind, und ein Ökosystem, mit dem der Garten erstmals selbst mitteilt, was er braucht.

    Nie wieder Kanten nachschneiden

    Die Rasenkante war bisher der Grund, warum nach dem Mähroboter trotzdem Handarbeit anstand. Damit ist Schluss: Das Topmodell S7 führt einen absenkbaren Trimmerkopf namens EdgeZero mit und schneidet damit bis auf 0 cm an Mauern, Beetkanten und Zäune heran. Die kompakteren Modelle S3 und S5 übernehmen den Randschnitt mit einer seitlich montierten Mini-Schneidscheibe und kommen bis auf 3 cm an die Kante. Der saubere Abschluss gehört damit zum normalen Mähvorgang und nicht mehr zum Wochenendprogramm.

    Kein Risiko mehr für Igel und Co.

    Nachts sind Igel und andere Gartenbewohner unterwegs, und genau dann waren herkömmliche Mähroboter für sie bisher am gefährlichsten. Sunseeker beschäftigt sich seit Langem mit diesem Thema. Bereits die aktuelle Generation wurde in diesem Jahr vom Magazin „Ein Herz für Tiere“ für ihre besondere Tierschutz-Technologie ausgezeichnet. Mit der neuen Generation geht Sunseeker noch einen Schritt weiter: Eine optionale Wärmebildkamera arbeitet wie ein Nachtsichtgerät und Lebewesen nicht an Form oder Farbe, sondern an ihrer Körperwärme erkennt. Damit sieht sie nicht nur Igel, sondern jedes Tier, das sich im Garten bewegt, ob Vogel, Maus oder Katze, auch bei völliger Dunkelheit. Der Mäher stoppt und weicht großräumig aus. Zusätzlich unterscheidet die neue Generation mehr als 360 verschiedene Objekte im Garten und hält an, bevor es überhaupt zur Kollision kommt.

    Der Garten als 3D-Karte: eine Branchenneuheit

    Was die neue Generation von allem bisher Dagewesenen unterscheidet, steckt unter der Haube. Bisherige Mähroboter kennen ihren Garten nur als Umriss mit Hindernissen. Die Sunseeker-Modelle sehen ihn so, wie ein Mensch ihn sieht: MapOS(TM) kombiniert Kamerabild und künstliche Intelligenz zu einer realitätsnahen 3D-Karte, auf der ein Beet ein Beet ist, ein Baum ein Baum und eine Terrasse eine Terrasse. Als erster Hersteller bringt Sunseeker diese Technik in einen Mähroboter. Für Nutzer heißt das: Statt abstrakte Grenzen auf einer grauen Fläche zu zeichnen, legen sie Mähzonen, Sperrbereiche und Einstellungen direkt am erkannten Objekt fest. Eine manuelle Kartierung entfällt komplett, und weil der Roboter versteht, was er sieht, muss er auch nicht bei jedem umgestellten Gartenstuhl neu kartieren.

    Der Rasen meldet sich, wenn ihm etwas fehlt

    Auf diesem Gartenverständnis baut das Smart-Garden-Ökosystem auf. Es verbindet Mähroboter, Regenmesser und Bodensensoren (verfügbar ab 2027) zu einem System, das den Garten kontinuierlich im Blick behält. Entdeckt die künstliche Intelligenz etwa vergilbtes Gras, unterscheidet sie, ob Trockenheit oder Schädlingsbefall dahintersteckt, und empfiehlt gezielt Bewässerung oder Gegenmaßnahmen. Mit der geplanten Anbindung einer smarten Bewässerungssteuerung setzt das System solche Empfehlungen künftig automatisch um.

    Die neue Generation 2027 im Überblick

    – Kantenschnitt bis auf 0 cm mit EdgeZero-Trimmerkopf (S7), Mini-Schneidscheibe bis 3 cm (S3, S5)

    – Optionale Wärmebildkamera: erkennt jedes Tier an seiner Körperwärme, auch bei Nacht

    – Branchenweit erste 3D-Gartenkarte (MapOS(TM)): keine manuelle Kartierung nötig

    – S3: für kleinere Gärten und Hanglagen

    – S5: für mittlere und große Familiengärten

    – S7: Allradmodell für große, verwinkelte und steile Grundstücke

    – Für Rasenflächen von 500 bis 3.000 Quadratmetern

    – Erhältlich ab Februar 2027

    – Live zu sehen auf der IFA 2026: Halle 11.1, Stand 107

    Weitere Informationen zum Thema gibt es unter https://sunseekertech.com/de/

    Pressekontakt:

    Moritz Eckermeier – presse@sunseekertech.eu

    Quelle: Perfekte Kanten, geschützte Igel, mitdenkender Garten: Sunseeker zeigt auf der IFA 2026 die Mähroboter-Generation 2027

  • VCD stellt Konzept für fahrgastfreundliche Bahnsanierungen vor: Monatelange Vollsperrungen sind überflüssig

    VCD stellt Konzept für fahrgastfreundliche Bahnsanierungen vor: Monatelange Vollsperrungen sind überflüssig

    Berlin (ots) –

    Die DB InfraGO ist dabei, ihre Hochleistungskorridore zu sanieren. Bislang gehen die Bauarbeiten mit mehrmonatigen Vollsperrungen einher. Doch die Erfahrung zeigt, dass dieses Konzept so nicht funktioniert. Die langen Sperrungen stellen für Fahrgäste eine unzumutbare Belastung dar, und trotzdem sind danach oft nicht alle Arbeiten erledigt. Der ökologische Verkehrsclub VCD hat ein Konzept entwickelt (https://link.mediaoutreach.meltwater.com/ls/click?upn=u001.shaiF3-2Bb90N6gRRgKFVZ6DvxJgVUvOLhFIMMVFmVWUg-2FHCcjfhc2AsO6bhBAI8WIU4UROq4-2FY4-2BElRVerz35lOdmrA065As78fswDEB7-2BaJE3liNbzs-2FzkOKZ0lwDlU9HDzVVh5-2Fke73G9jrAHlHaUDqcK9U1SwusQzgV-2F57CiQkoJchV8AZY0Lt-2BpA0eRlyV_4B_oUkOJwu5T4y6LZJZnP3hINnwm7Z7Zf8imaReW2iZJFacsz0ZLa-2Ff0mPPgRTlKb89RqcpzQTjqODCmW48otyPbY-2BmJvW9V1RCwI9Sc-2FTnWAbIAxZaLxhAnAnGvXSzqAOOVAUYPZZnQX-2BZYkpjpPlVgunDOHwRmL9qB2KFukdTjLv64p7Lsm3UhrpTlK0B0juAmA2x8P6YRYg5u4ZnU2loG5XYsmEqdJiGRH4a9GaPibGrZejJas3qi-2FLTCLz55P3tRkyFo6-2FHCqcD-2FjbtPj-2BBMFQO3vhtsiL6xXusON9CCEj6wKYCuoR8zgS8zIF81mMCwIyOhLHtN8mnJr-2F7EbwCGPgYfX5GdWgBSo-2Fb0qQAfNWVKI51KznprxD7oSBixkMc), das Korridorsanierungen fahrgastfreundlicher mit wesentlich kürzeren Sperrzeiten ermöglicht. Der VCD-Bundesvorsitzende Matthias Kurzeck stellt es vor.

    Das Konzept der Vollsperrungen muss auf den Prüfstand, fordert der ökologische Verkehrsclub VCD. „Fahrgäste leiden unter monatelangen Sperrungen, und danach funktioniert trotzdem noch nicht alles“, kritisiert der Bundesvorsitzende Matthias Kurzeck: „Vollsperrungen dürfen nur das letzte Mittel sein und nicht länger als vier Wochen dauern. Mehr ist den Fahrgästen nicht zuzumuten.“

    Der VCD schlägt deshalb ein Konzept vor, das eine gebündelte Sanierung bei weitgehend nur eingleisigen Sperrungen vorsieht. Matthias Kurzeck erläutert: „Nur bestimmte Arbeiten erfordern eine Vollsperrung für begrenzte Zeit. Diese lassen sich am Anfang und am Ende der Sanierung bündeln – dann reicht es, die Strecke zweimal für maximal vier Wochen zu sperren.“ Schier endlose Sperrzeiten wie bei der Sanierung Berlin – Hamburg seien überflüssig.

    Für die Zeit dazwischen müssten stellenweise Provisorien gebaut werden, was den Planungsaufwand leicht erhöhe – dennoch müsse die Gesamtsanierung so kaum länger dauern als bei durchgehenden Vollsperrungen. Kurzeck: „Einen gewissen Mehraufwand müssen Fahrgäste und Güterverkehr dem Bund als Geldgeber wert sein.“

    Erste Erfahrungen gibt es bereits: Beim Streckenausbau Hamburg – Hannover war die Hälfte der Strecke nur die halbe Zeit über voll gesperrt. In der übrigen Zeit musste der Schienenersatzverkehr statt 100 Kilometern nur 55 Kilometer überbrücken. Für die Fahrgäste bedeutete das kürzere Reisezeiten und weniger Unannehmlichkeiten. „Für die Neuaufstellung der Korridorsanierungen müssen die notwendigen Sperrungen sorgfältig geplant und die Sperrzeiten auf ein Mindestmaß beschränkt werden“, fordert Kurzeck. „Das reduziert die Folgen für Fahrgäste und Güterverkehr und verhindert, dass Kundinnen und Kunden dauerhaft von der Bahn aufs Auto umsteigen.“

    Vom Bundesverkehrsministerium fordert der VCD, eine Gesetzesänderung auf den Weg zu bringen, um die Vorgabe der langen Vollsperrungen bei der Korridorsanierung aus dem Bundesschienenwege-Ausbaugesetz zu streichen. Bis dahin sollten Abweichungen von der gesetzlichen Vorgabe immer genehmigt werden – was das Gesetz bereits jetzt zulässt.

    Zum Hintergrund: Das VCD-Konzept zur fahrgastfreundlichen Korridorsanierung und Erläuterungen zur Gesetzeslage können Sie hier herunterladen (https://link.mediaoutreach.meltwater.com/ls/click?upn=u001.shaiF3-2Bb90N6gRRgKFVZ6DvxJgVUvOLhFIMMVFmVWUg-2FHCcjfhc2AsO6bhBAI8WIU4UROq4-2FY4-2BElRVerz35lOdmrA065As78fswDEB7-2BaJE3liNbzs-2FzkOKZ0lwDlU9HDzVVh5-2Fke73G9jrAHlHaUDqcK9U1SwusQzgV-2F57CiQkoJchV8AZY0Lt-2BpA0eRlyggM4_oUkOJwu5T4y6LZJZnP3hINnwm7Z7Zf8imaReW2iZJFacsz0ZLa-2Ff0mPPgRTlKb89RqcpzQTjqODCmW48otyPbY-2BmJvW9V1RCwI9Sc-2FTnWAbIAxZaLxhAnAnGvXSzqAOOVAUYPZZnQX-2BZYkpjpPlVgunDOHwRmL9qB2KFukdTjLv64p7Lsm3UhrpTlK0B0juAmA2x8P6YRYg5u4ZnU2loG9jt-2FyyoNkwuxUn5hm6FcecdVHyiyZonF11DBRaAyHEQ5DBvUTZXeYvzoxw0fsPNTIk6lBLbuvskJknUFbuxHQybEK7Q9ii6pDqXKwmSI2b7n7rMhFZ-2BF6L42BxvVvejdDM7e-2B1yvsqKznS1RK9lQ6ePGcXYp179hvjtPazbLW7W).

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    Quelle: VCD stellt Konzept für fahrgastfreundliche Bahnsanierungen vor: Monatelange Vollsperrungen sind überflüssig

  • Einstieg in biobasierte Pulverlacke/“Meisterstücke des Mittelstands“ – DBU fördert Projekt

    Einstieg in biobasierte Pulverlacke/“Meisterstücke des Mittelstands“ – DBU fördert Projekt

    Osnabrück/Magdeburg (ots) –

    Bereits die Anfänge der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) vor nunmehr 35 Jahren sind eng mit Projektförderungen in den ostdeutschen, damals „neuen“ Bundesländern verbunden – für mehr Klima- und Umweltschutz im Einsatz gegen den menschengemachten Klimawandel. In lockerer Reihenfolge stellt die DBU verschiedene wegweisende seitens der Stiftung geförderte Vorhaben in den fünf Bundesländern vor. Den Start machen Sachsen-Anhalt (https://www.dbu.de/projekte/projektsuche/bundesland/sachsen-anhalt/) – und heute mittelständische Betriebe, die für den Riesenmarkt der Pulverlacke wegweisende Lösungen entwickeln, um fossile durch biobasierte Rohstoffe zu ersetzen. Das Vorhaben wird mit rund 370.000 Euro von der DBU unterstützt. „Dieses und andere in Sachsen-Anhalt von der DBU

    Pulverlacke_Gitarre_©Zierau_OVGU Magdeburg.jpg geförderten Projekte sind echte Meisterstücke des Mittelstands. Sie zeigen vorbildlich, wie Wirtschaft und Umweltschutz sich gegenseitig voranbringen“, so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.

    Bonde: Türöffner für bislang unbekannte Produktionsprozesse

    Das Projekt „EcoCoat – nachhaltige Pulverlacke für industrielle Anwendungen“ könne für die gesamte Branche und besonders für die kleineren mittelständischen Firmen „ein Türöffner für bislang unbekannte Produktionsprozesse“ werden. Bonde: „Denn zum ersten Mal ist im Zuge des Projekts der Einstieg in biobasierte Pulverlackrezepturen gelungen.“ Der DBU-Generalsekretär erinnerte in diesem Zusammenhang an die Entwicklung der DBU-Fördertätigkeit in den ostdeutschen Bundesländern (https://www.deutschlandfunk.de/30-jahre-deutsche-bundesstiftung-umwelt-generalsekretaer-100.html). Ging es nach der Gründung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in den ersten Jahren zunächst vor allem um Akuthilfe und Beseitigung von Umweltschäden, sei mittlerweile ein anderes Leitbild maßgeblich. Bonde: „Heute gilt es, wegen der Klima- und Umweltschutzziele Energie und Rohstoffe effizienter zu nutzen. Der Mittelstand in Sachsen-Anhalt macht vor, wie Ökonomie und Ökologie Hand in Hand den menschengemachten Klimawandel eindämmen können.“

    Beschichtungspulver für Türen-, Fenster- und Fassadenbau – und sogar für E-Gitarren

    Dazu passt das Projekt mit den Pulverlacken (https://www.wirsindfarbe.de/branche/pulverlacke). Darunter versteht man Beschichtungspulver zum Schutz und zur Veredlung metallischer Oberflächen in zahlreichen Industriezweigen, darunter Türen-, Maschinen-, Fenster- und Fassadenbau, Automobil- und Möbelindustrie, Architektur sowie Haushaltsgeräte, etwa Waschmaschinen. Und neben Zäunen und Geländern sogar E-Gitarren. Der Markt ist riesig. Die Pulverlacke sind zwar lösemittelfrei herzustellen und zu applizieren. Einen Haken gibt es bisher gleichwohl: Deren Rezepturen, im Fachjargon auch „Formulierungen“ genannt, basieren fast ausschließlich auf fossilem Erdöl. Das gilt besonders für die Bindemittel, die – neben Füllstoffen, Pigmenten und Additiven – zu den wesentlichen Bestandteilen eines Pulverlacks (https://www.chemie.de/lexikon/Pulverlack.html) zählen. Das Produktionsvolumen bei Pulverlacken liegt allein in Europa bei rund 450.000 Tonnen pro Jahr. Laut Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (https://www.wirsindfarbe.de/home) (VdL) machen Pulverlacke ungefähr zwölf Prozent des Gesamtumsatzes der Industrielack-Branche aus. Nach Industrieangaben (https://www.fortunebusinessinsights.com/de/pulverbeschichtungsmarkt-102139) lag 2025 weltweit die Marktgröße für Pulverbeschichtungen bei umgerechnet 14 Milliarden Euro. Schätzungen zufolge wird dieser Markt bis 2034 auf umgerechnet etwa 23,7 Milliarden Euro anwachsen, wobei insbesondere der asiatisch-pazifische Raum Wachstumstreiber ist. Dazu Bonde: „Es gibt also ein enormes Potenzial für innovative Lösungen zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen, Energiekosten und Rohstoffverbrauch.“

    Bender: Pulverlacke sind auch weitgehend ohne fossile Rohstoffe herzustellen

    Genau dieser Nachweis sei „im tollen Projekt“ gelungen, sagt Ingenieurin Dr. Susanne Bender. Sie ist Geschäftsführerin des iLF Magdeburg GmbH (https://ilf-magdeburg.de/) als Teil eines für das Projekt zuständigen Konsortiums. Das iLF gilt als international anerkannter Prüfdienstleister mit eigenen Forschungsaktivitäten in der Oberflächentechnik. Mit dabei waren außerdem die Ganzlin Beschichtungspulver GmbH (https://www.ganzlin.com/) – ein Betrieb mit rund 70 Beschäftigten, der Pulverlacke herstellt – sowie die Core Facility Microscopy and Materials Analysis (CMMA) (https://cmma.ovgu.de/) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (https://www.ovgu.de/). iLF-Geschäftsführerin Bender: „Die Projektergebnisse zeigen grundsätzlich die technische Machbarkeit, Pulverlacke auch weitgehend ohne fossile Rohstoffe herzustellen.“ Besonders interessant sei „die Kombination aus nachhaltigeren Rohstoffen und niedrigerer Einbrenntemperatur“. Nach ihren Worten ist es im Zuge des Forschungsvorhabens gelungen, „diese Einbrenntemperatur von etwa 200 auf 160 Grad Celsius zu minimieren“ – mit sehenswertem Effekt: Es konnte rund ein Drittel an Energie und entsprechenden Kosten eingespart werden. Hinzu kommt der ökologische Effekt: Durch den Einsatz biobasierter Bindemittel wie Bioharz und recyceltem PET sind Emissionen klimaschädlicher Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO2) erheblich gesenkt worden, so Bender. Auch die Verwendung von Ruß, Chlorophylin, Lignin und Indigo als Pigmente trage dazu bei. Bender: „Der CO2-Fußabdruck konnte um mehr als 70 Prozent reduziert werden.“

    DBU-Tochter sichert Naturerbeflächen in ostdeutschen Bundesländern

    Neben der DBU-Projektförderung profitiert Sachsen-Anhalt von der Arbeit des DBU Naturerbes, einer gemeinnützigen Stiftungstochter. Sie kümmert sich allein in diesem Bundesland um zehn Flächen des Nationalen Naturerbes (https://www.dbu.de/naturerbe/flaechen/uebersichtskarte/) mit rund 11.100 Hektar, darunter etwa die Ringfurther Elbauen (https://www.dbu.de/naturerbeflaechen/ringfurther-elbauen/) sowie die Oranienbaumer Heide (https://www.dbu.de/naturerbeflaechen/oranienbaumer-heide/) im Landkreis Dessau-Roßlau. Die Ziele: Wiesen, Heiden und andere offene Lebensräume durch Pflege bewahren, strukturarme Forste zu naturnahen Wäldern umwandeln und der natürlichen Entwicklung überlassen sowie Feuchtgebiete und Gewässer erhalten und ökologisch aufwerten.

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    Klaus Jongebloed
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    Quelle: Einstieg in biobasierte Pulverlacke/"Meisterstücke des Mittelstands" – DBU fördert Projekt

  • Verschärfte Risikobewertung für TFA-bildende Pestizide: Deutsche Umwelthilfe reicht Klage gegen Zulassung von Pestizid Joystick ein

    Verschärfte Risikobewertung für TFA-bildende Pestizide: Deutsche Umwelthilfe reicht Klage gegen Zulassung von Pestizid Joystick ein

    Berlin (ots) –

    – Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit verschärft gesundheitliche Risikobewertung für Trifluoressigsäure
    – DUH leitet rechtliche Schritte gegen TFA-bildendes Pestizid Joystick vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig ein
    – DUH fordert sofortigen Zulassungsstopp für alle TFA-bildenden Pestizide

    Anlässlich der Verschärfung der gesundheitlichen Risikobewertung von Trifluoressigsäure (TFA) durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) reicht die Deutsche Umwelthilfe (DUH) Klage vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig gegen die Zulassung des Pestizids Joystick ein, welches aus Sicht der DUH TFA bildet. Das im Ackerbau eingesetzte Herbizid enthält den Wirkstoff Diflufenican, der laut aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Umwelt unter anderem zu TFA abgebaut wird. Die DUH fordert zudem den umgehenden Widerruf aller Zulassungen für TFA-bildende Pestizide.

    Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Die neue gesundheitliche Risikobewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit ist ein klares Alarmsignal. TFA kann unsere Gesundheit gefährden, reichert sich dauerhaft in der Umwelt an und lässt sich aus dem Trinkwasser praktisch nicht mehr entfernen. Trotzdem geht die Bundesregierung nicht gegen gesundheitsgefährdende Pestizide vor, die bei ihrer Anwendung immer neue Mengen der Ewigkeitschemikalie TFA freisetzen. Das ist verantwortungslos. Die zuständigen Behörden dürfen nicht weiter abwarten, bis unser Grund- und Trinkwasser noch stärker belastet ist. Sie müssen die Zulassungen für das Pestizid Joystick und alle weiteren TFA-bildenden Pestizide umgehend zurückziehen. Der Schutz unserer Gesundheit und unseres Wassers muss Vorrang vor den Lobby-Interessen der Pestizidindustrie haben. Die weitere Verbreitung von TFA muss gestoppt werden: Mit unserer Klage gegen die Zulassung des TFA-bildenden Pestizids Joystick erhöhen wir den Druck.“

    Hintergrund der Neubewertung durch die EFSA sind unter anderem Hinweise darauf, dass TFA den Spiegel des Schilddrüsenhormons Thyroxin verändern kann. Zugleich sieht die EFSA weiteren Forschungsbedarf hinsichtlich möglicher langfristiger gesundheitlicher Folgen, darunter Krebsrisiken sowie Auswirkungen auf das Immunsystem.

    Hintergrund:

    Die DUH führt vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig derzeit mehrere Gerichtsverfahren mit dem Ziel, die Zulassungen TFA-bildender Pestizide aufheben zu lassen. Darüber hinaus geht die DUH gegen weitere Zulassungsentscheidungen des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie gegen unzureichende Maßnahmenprogramme in sechs großen deutschen Flussgebietseinheiten vor.

    Die für die Risikobewertung von Chemikalien zuständige Europäische Chemikalienagentur hat TFA als reproduktionstoxisch der Kategorie 1B für Entwicklungsschäden sowie als sehr persistent und sehr mobil bewertet. Demnach kann TFA das Kind im Mutterleib schädigen und vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

    TFA gehört zur Stoffgruppe der per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) und ist äußerst langlebig und mobil. Die Chemikalie wurde bereits nahezu flächendeckend im deutschen Grundwasser nachgewiesen. Mit herkömmlichen Verfahren der Trinkwasseraufbereitung lässt sie sich nicht oder nur unzureichend entfernen.

    Links:

    – Zum Hintergrundpapier: https://l.duh.de/p251022
    – Übersicht der Pestizidklagen der DUH: www.duh.de/informieren…izidklagen (http://www.duh.de/informieren/verbraucherschutz/pestizidklagen)

    Pressekontakt:

    Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer DUH
    0171 3649170, resch@duh.de

    Dr. Caroline Douhaire, Kanzlei Geulen & Klinger
    douhaire@geulen.com

    DUH-Newsroom:
    030 2400867-20, presse@duh.de

    www.duh.de

    Quelle: Verschärfte Risikobewertung für TFA-bildende Pestizide: Deutsche Umwelthilfe reicht Klage gegen Zulassung von Pestizid Joystick ein

  • Doppelspitze für die Deutsche Wildtier Stiftung: Meinhard Weizmann als zweiter Vorstand bestellt – Prof. Dr. Klaus Hackländer wird Vorstandsvorsitzender

    Doppelspitze für die Deutsche Wildtier Stiftung: Meinhard Weizmann als zweiter Vorstand bestellt – Prof. Dr. Klaus Hackländer wird Vorstandsvorsitzender

    Hamburg (ots) –

    Die Deutsche Wildtier Stiftung stellt die Weichen für die Zukunft und erweitert mit der Bestellung von Meinhard Weizmann die Führung der Stiftung zum 1. Januar 2027 um eine zweite Vorstandsposition. Der Diplom-Kaufmann Weizmann ist aktuell Geschäftsführer und Kanzler der Bucerius Law School, einer privaten Stiftungshochschule für Rechtswissenschaft in Hamburg. Der bisherige Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung Prof. Dr. Klaus Hackländer wird in der neuen Konstellation den Vorstandsvorsitz übernehmen.

    Grund für die Neuausrichtung an der Spitze ist das dynamische Wachstum der Stiftung, die ihre operativen und strategischen Tätigkeiten in den Bereichen Natur- und Artenschutz sowie Naturbildung in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut hat.

    „Die Zahl der Projekte im Natur- und Artenschutz wächst genauso wie der Bereich Naturbildung, der durch die Eröffnung der Erlebniswelt Botschaft der Wildtiere in der Hamburger HafenCity ganz neue Dimensionen angenommen hat. Wir freuen uns sehr, mit Meinhard Weizmann einen erfahrenen Manager gewonnen zu haben, der mit seiner Expertise die positive Entwicklung begleiten und neue Impulse in die Stiftungsarbeit einbringen wird“, sagt Prof. Dr. J.-Matthias Graf von der Schulenburg, Vorsitzender des Präsidiums der Deutschen Wildtier Stiftung.

    „Der Schutz der heimischen Wildtiere und ihrer Lebensräume erfordert heute mehr denn je das perfekte Zusammenspiel von erstklassiger Wissenschaft und betriebswirtschaftlicher Exzellenz“, sagt Prof. Dr. Klaus Hackländer. „Die Bestellung von Meinhard Weizmann ermöglicht es uns, die wissenschaftlichen sowie strategischen und organisatorischen Aufgaben im Vorstand weiterhin optimal zu steuern. Ich freue mich sehr darauf, die erfolgreiche Arbeit gemeinsam mit ihm weiter voranzutreiben.“

    „Die Deutsche Wildtier Stiftung hat sich in den vergangenen Jahren beeindruckend entwickelt“, sagt Meinhard Weizmann. „Der Schutz von Wildtieren und ihren Lebensräumen ist für mich ein wichtiges Zukunftsthema, zu dem ich aktiv beitragen möchte. Besonders freue ich mich darauf, die Menschen kennenzulernen, die diese Stiftung mit ihrer Arbeit und ihrem Engagement tragen, und gemeinsam mit ihnen den erfolgreichen Weg fortzusetzen und neue Ideen zu verwirklichen.“

    Meinhard Weizmann ist seit 2016 Geschäftsführer und Kanzler der Bucerius Law School. Dort verantwortet er die wirtschaftlichen und strategischen Belange von Deutschlands erster privater Hochschule für Rechtswissenschaft. Vor seinem Wechsel in den Hochschulbereich war er viele Jahre in Führungspositionen im Bertelsmann-Konzern sowie dessen Tochter Gruner + Jahr tätig. Seine Schwerpunkte lagen dabei insbesondere in der Steuerung von Transformationsprozessen, Organisationsentwicklung und Digitalisierung.

    Über die Deutsche Wildtier Stiftung

    Die Deutsche Wildtier Stiftung wurde 1992 vom Hamburger Unternehmer und Stifter Haymo G. Rethwisch (1938–2014) gegründet. Als private, gemeinnützige Stiftung wird sie nach unternehmerischen Prinzipien geführt. Sie setzt sich für den Schutz heimischer Wildtiere und ihrer Lebensräume ein. Auf eigenen Flächen, vom Wildnisgebiet über Nationales Naturerbe bis hin zu wildtierfreundlich bewirtschafteten Arealen, zeigt sie auf wissenschaftlicher Basis, wie Naturschutz in Deutschlands Kulturlandschaft möglich ist. Naturbildung und die Begeisterung für heimische Wildtiere sind ebenfalls zentrale Anliegen der Stiftung. Neben der Erlebniswelt Botschaft der Wildtiere in Hamburg setzt sich die Stiftung bundesweit in ihren Netzwerken und Projekten gegen die Naturentfremdung ein. Damit führt sie die Vision ihres Stifters fort, der Natur und Wildtieren eine Stimme geben wollte. Heute ist die Deutsche Wildtier Stiftung mit derzeit knapp 100 Mitarbeitenden eine bedeutende Stimme in Naturschutz und Naturbildung in Deutschland.

    Pressekontakt:

    Jenifer Calvi
    Pressereferentin
    Deutsche Wildtier Stiftung
    Lucy-Borchardt-Straße 2
    +4940970786914
    j.calvi@DeutscheWildtierStiftung.de

    Quelle: Doppelspitze für die Deutsche Wildtier Stiftung: Meinhard Weizmann als zweiter Vorstand bestellt – Prof. Dr. Klaus Hackländer wird Vorstandsvorsitzender