Schlagwort: Soziales

  • SoVD zum Tag der pflegenden Angehörigen: Pflege braucht mehr Rückhalt

    SoVD zum Tag der pflegenden Angehörigen: Pflege braucht mehr Rückhalt

    Berlin (ots) –

    Zum Tag der pflegenden Angehörigen am 8. September fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) mehr Unterstützung für die Millionen Menschen, die Angehörige zu Hause pflegen. „Pflegende Angehörige halten unser Pflegesystem jeden Tag am Laufen. Wer sie sie entlasten möchte, darf ihre Absicherung nicht kürzen und Pflegebedürftigen den Zugang zu Leistungen nicht erschweren“, erklärt die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier. Viele Pflegende reduzieren ihre Erwerbstätigkeit und nehmen dadurch finanzielle Nachteile bis hin zu Nachteilen für die eigene Alterssicherung in Kauf.

    Der erste Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes sieht eine deutliche Kürzung der Rentenbeiträge vor. Der SoVD begrüßt die nun angekündigte Kurskorrektur bei den Rentenbeiträgen

    202506191015__1TK9133_a.jpg für pflegende Angehörige. Doch weitere Korrekturen sind notwendig. Der SoVD lehnt eine Verschärfung der Schwellenwerte und der Bewertungssystematik bei der Pflegebegutachtung ebenso ab wie eine Streckung der Zuschüsse zu den pflegebedingten Eigenanteilen in der stationären Pflege. Pflegebedürftigkeit darf nicht kleingerechnet und notwendige Entlastung nicht hinausgeschoben werden.

    „Pflegende Angehörige brauchen mehr Unterstützung und eine verlässliche soziale Absicherung“, betont Engelmeier. Der SoVD fordert deshalb den Ausbau von Tages- und Verhinderungspflege, ambulanten Diensten und Beratungsangeboten. Zudem braucht es angemessene Pflegezeiten mit einer Entgeltersatzleistung analog zum Elterngeld sowie eine bessere rentenrechtliche Absicherung. Wer Verantwortung für einen pflegebedürftigen Menschen übernimmt, darf dadurch nicht selbst finanziell ins Abseits geraten.

    Pressekontakt:

    SoVD-Bundesverband
    Pressestelle
    Constantin Schwarzer
    Stv. Pressesprecher (V.i.S.d.P.)
    Stralauer Str. 63
    10179 Berlin
    Tel.: 030/72 62 22 335
    E-Mail: pressestelle@sovd.de
    Web: sovd.de

    Quelle: SoVD zum Tag der pflegenden Angehörigen: Pflege braucht mehr Rückhalt

  • Osterwald-Unterende aus Niedersachsen verteidigt Titel als Deutscher Meister im Bundeswettbewerb der Jugendfeuerwehr

    Osterwald-Unterende aus Niedersachsen verteidigt Titel als Deutscher Meister im Bundeswettbewerb der Jugendfeuerwehr

    Hannover (ots) –

    Das Team der Jugendfeuerwehr Osterwald-Unterende ist erneut Deutscher Meister im Bundeswettbewerb! 30 Teams mit Jugendlichen im Alter von zehn bis 18 Jahren traten am Sonntag im Erika-Fisch-Stadion in Hannover um den Meistertitel der Deutschen Jugendfeuerwehr an. Die Jugendfeuerwehr Osterwald-Unterende sicherte sich mit 1.443,2 Punkten den ersten Platz, dicht gefolgt von der Gruppe Nöpke, ebenfalls aus Niedersachsen, mit 1.438,9 Punkten und der Gruppe Strohkirchen aus Mecklenburg-Vorpommern mit 1.435,7 Punkten. Damit sicherte sich Osterwald-Unterende zum dritten Mal in Folge den Deutschen Meistertitel.

    Ebenfalls am Sonntag wurde erstmals der Niedersachsen-Cup ausgetragen, der ab sofort zu einer Tradition werden soll. Hier traten die Dritt- bis 22.-Platzierten des Landesentscheids in Niedersachsen an. Das Team Negenborn 1 holte den Sieg, den zweiten Platz belegte die Jugendfeuerwehr Heiligenfelde-Henstedt vor dem Team Kakenstorf.

    „Herzlichen Glückwunsch an die Gewinnergruppen! Was insbesondere die ersten drei Jugendfeuerwehren hier gezeigt haben, war schon richtig stark! Den Titel-Hattrick der Jugendfeuerwehr Osterwald-Unterende möchte ich aber schon hervorheben – mit einer sensationellen Leistung bei den Knoten und einem bemerkenswerten Staffellauf“, schwärmte Christian Patzelt, Bundesjugendleiter der Deutschen Jugendfeuerwehr. „Das Publikum und der mega Jubel auf der Tribüne haben diesen Tag zusätzlich zu etwas ganz Besonderem gemacht!“

    Deutscher Jugendfeuerwehrtag 2026

    Vom 4. bis 6. September 2026 war Hannover der Mittelpunkt der deutschen Jugendfeuerwehr-Welt. Hier in der niedersächsischen Landeshauptstadt fand der 26. Deutsche Jugendfeuerwehrtag vor der Kulisse der Staatsoper Hannover sowie unweit des Maschsees statt. Den teilnehmenden Jugendlichen und Kindern der bundesweit aktiven Feuerwehren sowie den Besuchenden wurde ein abwechslungsreiches Programm mit großer Eröffnungsfeier auf dem Opernplatz, einer „Action Area“ auf dem Schützenplatz, dem Niedersachsen-Cup und einer spannenden Deutschen Meisterschaft im Bundeswettbewerb geboten.

    Hintergrund

    Der Deutsche Jugendfeuerwehrtag findet jährlich an wechselnden Standorten statt. Er dient der Austragung der Deutschen Meisterschaften und der inhaltlichen Diskussion über die Zukunft der Deutschen Jugendfeuerwehr, bietet den Besucherinnen und Besuchern aber auch ein buntes Programm rund um das Thema Jugendfeuerwehr.

    Die Deutsche Jugendfeuerwehr ist die Gemeinschaft der Jugend innerhalb des Deutschen Feuerwehrverbandes. Zurzeit sind mehr als 380.000 Kinder und Jugendliche bundesweit aktiv. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung lernen die jungen Menschen hier von klein auf, was Gemeinsinn bedeutet. Die Jugendfeuerwehr steht für Werte wie Spaß, individuelle Vielfalt, Hilfsbereitschaft, Mitbestimmung, Wertschätzung, ehrenamtliches Engagement, Verlässlichkeit und Kameradschaft.

    Die Veranstaltungen werden vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

    Weitere Informationen zum Deutschen Jugendfeuerwehrtag 2026 finden Sie unter https://jugendfeuerwehr.de/veranstaltungen/djf-tag-2026/

    Pressekontakt:

    Deutsche Jugendfeuerwehr im Deutschen Feuerwehrverband e. V.
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Christine Hepner
    Telefon: 030-28 88 48 822
    hepner@jugendfeuerwehr.de

    Instagram: @deutsche_jugendfeuerwehr
    Facebook: @DeutscheJugendfeuerwehrLauffeuer

    Quelle: Osterwald-Unterende aus Niedersachsen verteidigt Titel als Deutscher Meister im Bundeswettbewerb der Jugendfeuerwehr

  • Nepal nach der Sturzflut: SOS-Kinderdörfer leisten Nothilfe für knapp 6.000 Menschen

    Nepal nach der Sturzflut: SOS-Kinderdörfer leisten Nothilfe für knapp 6.000 Menschen

    München/Kathmandu (ots) –

    Eineinhalb Wochen nach der verheerenden Sturzflut in Nepal verstärken die SOS-Kinderdörfer ihre Nothilfe für Kinder und Familien. In den besonders betroffenen Distrikten Rasuwa, Nuwakot und Dhading weiten die SOS-Kinderdörfer ihre Hilfe aus und erreichen damit knapp 6.000 Menschen. Durch die Sturzflut sind nach derzeitigem Stand mehr als 1.200 Menschen ums Leben gekommen, Tausende werden noch vermisst. Rund 1,6 Millionen Menschen sind von der Katastrophe betroffen.

    Im Mittelpunkt der Nothilfe stehen der Schutz von Kindern, die von ihren Eltern oder anderen Bezugspersonen getrennt wurden, psychosoziale Hilfe sowie die Versorgung von Familien mit Lebensmitteln, Notunterkünften, sauberem Wasser und weiteren lebenswichtigen Gütern. Für die Nothilfe stehen aktuell Mittel von einer Million Euro zur Verfügung.

    „Für viele Kinder ist mit der Flut von einem Moment auf den anderen alles weggebrochen: ihr Zuhause, ihre Schule, in manchen Fällen auch ihre Familie. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass sie sicher sind und versorgt werden. Gleichzeitig geht es darum, ihnen so schnell wie möglich wieder etwas Alltag zu geben. Einen Ort, an dem sie lernen, spielen und einfach Kind sein können“, sagt Prof. Dr. Sabina Schutter, Vorständin der SOS-Kinderdörfer weltweit.

    Mindestens 107 Kinder möglicherweise von ihren Familien getrennt

    Besonders besorgt sind die SOS-Kinderdörfer über die Situation von Kindern, die während der Katastrophe von ihren Familien getrennt wurden. Nach ersten Berichten könnten mindestens 107 Kinder betroffen sein. Für sie besteht ein erhöhtes Risiko, Opfer von Vernachlässigung Ausbeutung oder Menschenhandel zu werden.

    Die SOS-Kinderdörfer kümmern sich bereits um Kinder, die allein oder von ihren Familien getrennt sind. Gemeinsam mit den zuständigen Behörden wird versucht, ihre Familien möglichst schnell ausfindig zu machen und sie wieder zusammenzubringen. Wo das zunächst nicht möglich ist, wird eine vorübergehende Betreuung organisiert.

    Schutter sagt: „Wenn ein Kind nach einer solchen Katastrophe seine Eltern nicht findet, zählt jede Stunde. Wir müssen diese Kinder schnell finden und schützen und alles daransetzen, ihre Familien wieder zusammenzubringen. Gerade in dem Chaos nach einer Katastrophe sind Kinder besonders gefährdet.“

    Tausende Kinder können nicht mehr zur Schule

    Für Tausende Kinder ist auch der Schulalltag weggebrochen. 9 Schulen mit mehr als 6.900 Schülerinnen und Schülern wurden beschädigt oder zerstört. Acht weitere Schulen werden derzeit als Notunterkünfte genutzt. Schätzungsweise 17.000 Kinder können deshalb nicht wie gewohnt zur Schule gehen. Die SOS-Kinderdörfer wollen vorübergehend sichere Orte zum Lernen schaffen und Kinder mit Schulmaterial ausstatten. Die SOS-Kinderdörfer richten außerdem kinderfreundliche Schutzräume ein. Dort können Kinder in einer sicheren Umgebung spielen und lernen und erhalten psychosoziale Unterstützung.

    Gleichzeitig unterstützen die SOS-Kinderdörfer Familien bei der unmittelbaren Versorgung mit Lebensmitteln, sauberem Wasser, Hygieneartikeln und Materialien für Notunterkünfte. Besonders besorgniserregend ist die Situation kleiner Kinder: Schätzungen zufolge könnten rund 2.600 Kinder unter fünf Jahren eine Behandlung wegen schwerer akuter Mangelernährung benötigen. Nach der akuten Nothilfe sollen Familien auch dabei unterstützt werden, ihre Lebensgrundlagen wieder aufzubauen.

    Sabina Schutter reist in Kürze nach Nepal

    Prof. Dr. Sabina Schutter, Vorständin der SOS-Kinderdörfer weltweit, reist in Kürze nach Nepal. Dort wird sie sich unter anderem mit dem nationalen Leiter der SOS-Kinderdörfer in Nepal über die aktuelle Lage und die Hilfe für Kinder und Familien in den betroffenen Gebieten austauschen.

    Sabina Schutter steht vor ihrer Reise sowie nach ihrer Rückkehr für Interviews zur Verfügung. Interviewanfragen bitte an Boris Breyer, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit.

    Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

    Boris Breyer
    Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
    Tel.: 0160 – 984 723 45
    E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
    www.sos-kinderdoerfer.de

    Quelle: Nepal nach der Sturzflut: SOS-Kinderdörfer leisten Nothilfe für knapp 6.000 Menschen

  • Ärzte der Welt alarmiert über den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt

    Ärzte der Welt alarmiert über den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt

    München/Berlin (ots) –

    Die medizinische Hilfsorganisation Ärzte der Welt sieht den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt mit großer Sorge. „Wenn die AfD die Landesregierung übernimmt und in den Bundesrat zieht, gefährdet das die Gesundheit unserer Patient*innen in Magdeburg und ganz Deutschland“, sagt die Direktorin von Ärzte der Welt Katri Bertram. „Wir befürchten, dass vor allem Familien mit Kindern, die aus Kriegsgebieten geflüchtet sind, wohnungslose Menschen und Menschen, die unter Armut leiden, nun noch stärker ausgegrenzt werden. Das setzt nicht nur Menschenleben aufs Spiel, sondern schwächt die Gesundheit der ganzen Bevölkerung, wenn zum Beispiel Infektionskrankheiten nicht behandelt werden können.“

    Ärzte der Welt appelliert an alle demokratischen Parteien in Sachsen-Anhalt und bundesweit, sich für den Erhalt sozialer Absicherung, eine flächendeckende Gesundheitsversorgung und den Schutz besonders gefährdeter Gruppen einzusetzen. Dazu gehören langfristige Finanzierung von Versorgungsangeboten, darunter die Clearingstelle Gesundheitsversorgung Sachsen-Anhalt. In seinen Praxen für Menschen ohne Krankenversicherung (https://www.aerztederwelt.org/hilfsprojekte/deutschland/) sieht Ärzte der Welt schon heute, welche Folgen es hat, wenn chronische Leiden unbehandelt bleiben und Infektionen verschleppt werden. Wenn Krankheiten zu Notfällen werden, leiden nicht nur die betroffenen Menschen, sondern es führt auch zu höheren Belastungen und Kosten für das Gesundheitssystem.

    Um sich gegen Ausgrenzung und das Recht auf Gesundheitsversorgung für alle stark zu machen hat die Organisation die Kampagne #GesundheitUnteilbar (https://www.aerztederwelt.org/themen/politische-arbeit/gesundheit-unteilbar/) ins Leben gerufen. Zahlreiche weitere Organisationen und Verbände aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, darunter ver.di, die Arbeiterwohlfahrt, der Deutsche Hebammenverband und der Bundesverband Psychosozialer Zentren, sowie engagierte Einzelpersonen haben sich der Kampagne angeschlossen.

    Über Ärzte der Welt – in Magdeburg und Deutschland

    Ärzte der Welt betreibt Praxen und Behandlungsbusse in fünf deutschen Städten. Dort können sich Patient*innen, die keine Krankenversicherung haben oder aus anderen Gründen in keine reguläre Arztpraxis gehen können, kostenfrei behandeln und beraten lassen. In Magdeburg haben laut dem jährlichen Gesundheitsreport (https://www.aerztederwelt.org/publikationen/gesundheitsreport/) von Ärzte der Welt, der im Oktober erscheint, 2025 Menschen aus 23 Ländern Hilfe gesucht – davon sind 38 Prozent deutsche Staatsbürger*innen.

    Pressekontakt:

    Stephanie Kirchner
    Pressereferentin
    Ärzte der Welt e.V.
    m. +49 (0) 159 0406 2104
    @ stephanie.kirchner@aerztederwelt.org

    Quelle: Ärzte der Welt alarmiert über den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt

  • Sozialstaatsbündnis: Wer am Sozialen spart, schwächt das Rückgrat unserer Demokratie

    Sozialstaatsbündnis: Wer am Sozialen spart, schwächt das Rückgrat unserer Demokratie

    Berlin (ots) –

    Die im Sozialstaatsbündnis zusammengeschlossenen Appell von 14 Organisationen appellieren anlässlich der Haushaltswoche im Deutschen Bundestag, zentrale sozialpolitische Aufgaben im Bundeshaushalt für 2027 auskömmlich zu finanzieren.

    Der Sozialstaat ist ein zentraler Pfeiler unseres Gemeinwesens und unserer Demokratie. Von seinen vielfältigen Leistungen und Funktionen profitieren wir alle: Alte und Junge, Kranke und Gesunde, Arbeitslose und Beschäftigte, Menschen mit und Menschen ohne Beeinträchtigung. Er ist Garant für sozialen Frieden in einer Phase tiefgreifender Veränderungen und Transformationen. Er schafft soziale Sicherheit in unsicheren Zeiten.

    Wir sind tief besorgt, dass die vorgesehenen Kürzungen etwa bei den Bundeszuschüssen zur Rentenversicherung und zur Krankenversicherung, beim Wohngeld und beim Elterngeld unsere sozialen Sicherungssysteme in unsicheren Zeiten schwächen, in denen wir den starken Sozialstaat als Rückgrat unseres gesellschaftlichen Zusammenhaltes besonders brauchen. Zudem halten wir es für falsch, in einer Wirtschaftskrise mit steigenden Arbeitslosenzahlen Personal bei der Bundesagentur für Arbeit abzubauen, um Geld einzusparen. Mögliche Einsparungen beim Klimaschutz betrachten wir mit Sorge. Klimaschutz gehört zu den Aufgaben eines vorsorgenden Sozialstaates.

    Dabei braucht es einen übergreifenden Blick. Die Finanzierung des Bundeshaushalts darf nicht isoliert von den parallelen Reformen in Rente, Gesundheit, Pflege, Eingliederungshilfe sowie Kinder- und Jugendhilfe betrachtet werden. Steuerentlastungen für Privathaushalte verpuffen angesichts deutlicher Mehrbelastungen infolge geringerer Sozialleistungen und höherer Zuzahlungen.

    Verhindert werden muss der Eindruck, dass angesichts stark steigender Ausgaben für Verteidigung nicht ausreichend Geld für die notwendigen sozialen Leistungen zur Verfügung stünde. Ein gut ausgebauter Sozialstaat ist unverzichtbar und wir können ihn uns auch in Zukunft leisten. Wir sind eines der reichsten Länder der Welt. Die Ressourcen sind vorhanden. Sie sind lediglich falsch verteilt. Anstatt einer postulierten einnahmenorientierten Ausgabenpolitik braucht es eine bedarfsorientierte Einnahmenpolitik. Die Finanzierung des Sozialstaates muss auf breite Schultern gestellt werden. Wer mehr hat, kann auch mehr beitragen.

    Wir brauchen starke, verlässliche und solidarisch finanzierte soziale Sicherungssysteme und eine gerechte und auskömmliche Finanzierung des Gemeinwesens. Hierzu müssen sehr hohe Einkommen, Erbschaften und Vermögen stärker und gerechter besteuert werden. Kleine und mittlere Einkommen gehören entlastet.

    Mitzeichnung:

    Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V.

    AWO Bundesverband e.V.

    Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)

    Deutscher Caritasverband e.V.

    Deutscher Gewerkschaftsbund DGB

    Deutscher Mieterbund

    Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e.V.

    ZWST

    Diakonie Deutschland Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.

    IG Metall

    Sozialverband Deutschland (SoVD)

    Sozialverband VdK Deutschland

    Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di

    Volkssolidarität Bundesverband e.V.

    Pressekontakt:

    Julia Frediani
    Pressesprecherin
    Mobil: 0175 6604730
    E-Mail: j.frediani@vdk.de

    Quelle: Sozialstaatsbündnis: Wer am Sozialen spart, schwächt das Rückgrat unserer Demokratie

  • Delegiertenversammlung 2026: Deutsche Jugendfeuerwehr stellt Führung neu auf

    Delegiertenversammlung 2026: Deutsche Jugendfeuerwehr stellt Führung neu auf

    Hannover (ots) –

    In der Delegiertenversammlung der Deutschen Jugendfeuerwehr am 5. September 2026 in Hannover wählten 217 Delegierte ein neues Führungstrio: Christian Patzelt als Bundesjugendleiter sowie Stefanie Saller und Christian Borchardt als seine Stellvertreter/-innen. Außerdem wurde in der Delegiertenversammlung die Neufassung der Jugendordnung beschlossen.

    Wahlen der Bundesjugendleitung und Vertreter/-innen der Facharbeit

    Mit großer Mehrheit wurde der Bremer Christian Patzelt für weitere vier Jahre an der Spitze der Deutschen Jugendfeuerwehr bestätigt. Zu seiner Stellvertreterin wurde Stefanie Saller aus Bayern gewählt. Sie engagiert sich seit vielen Jahren in der Bildungsarbeit auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene der Jugendfeuerwehr Bayern sowie in der Deutschen Jugendfeuerwehr. Christian Borchardt, seit 2022 als Landesjugendfeuerwehrwart von Mecklenburg-Vorpommern aktiv, wurde ebenfalls zum Stellvertreter gewählt.

    „Ich freue mich sehr darauf, die kommenden vier Jahre gemeinsam im Team DJF zu gestalten und unsere Deutsche Jugendfeuerwehr zukunftsfähig weiterzuentwickeln“, betont Christian Patzelt. „Dabei wollen wir die fachliche Arbeit noch greifbarer und dynamischer gestalten und junge Menschen dafür begeistern, sich aktiv einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Ein wichtiger Teil unserer Arbeit ist es, demokratische Werte zu vermitteln und jungen Menschen zu zeigen, wie wichtig Zusammenhalt, Respekt und Beteiligung für unsere Gesellschaft sind. Dafür braucht es Offenheit, Austausch und die Bereitschaft, gemeinsam neue Wege zu gehen.“

    Als Vorsitzender des Fachausschusses Bildung erhielt Matthias Düsterwald aus Niedersachsen erneut das Votum der Delegierten. Einen Wechsel gab es beim Fachausschuss Jugendpolitik & Integration: Hier wurde Lina Lentge aus Niedersachsen zur neuen Vorsitzenden gewählt.

    Neufassung der Jugendordnung

    Bereits im Jahr 2022 nahm der Deutsche Jugendfeuerwehrausschuss Anpassungen an der Jugendordnung vor. Mit der aktuellen Novellierung wurde beschlossen, die Facharbeit auf mehrere Schultern zu verteilen und die Stimmen des Bundesjugendforums verlässlich in der Gremienarbeit der Deutschen Jugendfeuerwehr zu stärken.

    Kinder- und Jugendschutz im Fokus

    Auch der Kinder- und Jugendschutz stand bei der Delegiertenversammlung im Fokus. Im Mittelpunkt standen die Aufklärung über unterschiedliche Arten von Risiken sowie die Einbindung des Publikums in das Thema. Alle Aktivitäten zum Thema Kinderschutz finden künftig unter dem neuen Logo mit der Überschrift „Alle Achtung!“ statt. „Alle Achtung!“ steht dabei für eine Haltung des Respekts gegenüber Kindern und Jugendlichen und macht zugleich deutlich, dass Kinderschutz eine gemeinsame Aufgabe ist. Jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen, eine gelebte Schutzkultur zu schaffen. Weitere Informationen zum Thema gibt es unter www.jugendfeuerwehr.de/kinderschutz.

    Besondere Ehrungen und Verabschiedungen

    Im Rahmen der Delegiertenversammlung ehrten Dr. Frank Kämmer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, und Bundesjugendleiter Christian Patzelt zwei besondere Ehrungen vor. Jörn-Hedrik Kuinke, der seit 30 Jahren in der Deutschen Jugendfeuerwehr, im Deutschen Feuerwehrverband und in der internationalen Jugendarbeit starke Maßstäbe gesetzt hat, erhielt das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold. Anja Lehmann, Landesjugendfeuerwehrwartin von Brandenburg, wurde mit der Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Silber ausgezeichnet.

    Carina Hoeft und Jörn-Hendrik Kuinke wurden als Stellvertretende/-r Bundesjugendleiter/-in, Felix Englert als Bundesjugendsprecher und Karsten Gäbler als Fachausschussvorsitzender Jugendpolitik & Integration verabschiedet.

    Hintergrund

    Der Deutsche Jugendfeuerwehrtag findet jährlich an wechselnden Standorten statt. Er dient der Austragung der Deutschen Meisterschaften und der inhaltlichen Diskussion über die Zukunft der Deutschen Jugendfeuerwehr, bietet den Besucherinnen und Besuchern aber auch ein buntes Programm mit dem Themenbezug Jugendfeuerwehr.

    Die Deutsche Jugendfeuerwehr ist die Gemeinschaft der Jugend innerhalb des Deutschen Feuerwehrverbandes. Zurzeit sind mehr als 380.000 Kinder und Jugendliche bundesweit aktiv. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung lernen die jungen Menschen hier von klein auf, was Gemeinsinn bedeutet.

    Die Veranstaltungen werden vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

    Weitere Informationen zum Deutschen Jugendfeuerwehrtag 2026 finden Sie unter www.jugendfeuerwehr.de/veranstaltungen/djf-tag-2026.

    Pressekontakt:

    Deutsche Jugendfeuerwehr im Deutschen Feuerwehrverband e. V.
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Christine Hepner
    Telefon: 030-28 88 48 822
    hepner@jugendfeuerwehr.de

    Instagram: @deutsche_jugendfeuerwehr
    Facebook: @DeutscheJugendfeuerwehrLauffeuer

    Quelle: Delegiertenversammlung 2026: Deutsche Jugendfeuerwehr stellt Führung neu auf

  • Kita-Reform: Startchancen für alle verlässlich gestalten / Johanniter begrüßen bundesweite Qualitätsstandards – Bund muss Finanzierung und Personalausstattung sicherstellen

    Kita-Reform: Startchancen für alle verlässlich gestalten / Johanniter begrüßen bundesweite Qualitätsstandards – Bund muss Finanzierung und Personalausstattung sicherstellen

    Berlin (ots) –

    Zum Kabinettsbeschluss des Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetzes (SCQEG) erklärt Thomas Mähnert, Mitglied des Bundesvorstandes:

    „Die Johanniter begleiten als größter freigemeinnütziger Kita-Träger bundesweit rund 50.000 Kinder in fast 700 Kitas. Frühkindliche Bildung steht dabei ebenso im Mittelpunkt wie kreative Projekte und Raum für freie Entfaltung. Jedes Kind wird individuell bedarfsgerecht in seiner Entwicklung begleitet.

    Das Ziel des SCQEG begrüßen wir ausdrücklich: bundesweite Qualitätsstandards und die zusätzlichen personellen Ressourcen für Einrichtungen mit Kindern in herausfordernden Lagen sind wichtige Maßnahmen für mehr Chancengerechtigkeit. Positiv ist zudem, dass Fachberatung erstmals gesetzlich verankert wird. Die gesetzliche Festschreibung einer angemessenen Personalausstattung wurde aus dem Entwurf gestrichen. Hier muss klar sein: Nur mit genügend fachlich qualifizierten Kräften lassen sich inklusive Förderung und alltagsintegrierte Sprachbildung verlässlich leisten.

    Ein hoher Bildungsanspruch an Kitas und gleiche Startchancen für alle Kinder sind das richtige Ziel. Dieses kann jedoch nur erreicht werden, wenn Bund, Länder und Kommunen gleichermaßen Verantwortung übernehmen. Der Bund setzt hier einerseits bundesweite Qualitätsstandards und zieht sich zugleich sukzessive aus der Finanzierung zurück. Das passt nicht zusammen. Wir setzen uns daher für entsprechende Nachbesserungen im Gesetzgebungsprozess ein.“

    Kitas bei den Johannitern

    Ob spielen, lernen oder die Welt entdecken: Als größter freigemeinnütziger Kita-Träger bieten die Johanniter Kindern Räume zur freien und sorgenfreien Entfaltung nach ihren Bedürfnissen. Die Johanniter-Kitas entlasten Familien – mit fast 700 Einrichtungen in ganz Deutschland und vielfältigen pädagogischen Konzepten, von der Waldkita über die Montessori-Kita bis zur betrieblichen Einrichtung und dem Familienzentrum. Unsere Kindertageseinrichtungen stehen Kindern ab vier Monaten bis zur Einschulung (und teils sogar darüber hinaus) offen – unabhängig von Herkunft, Religion oder Lebensumständen. Pädagogische Teams sorgen mit Nähe, Qualität und individueller Begleitung für ein liebevolles Umfeld. Die Johanniter sind anerkannter Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe und betreiben neben Krippe und Kindertageseinrichtungen auch Horte bzw. außerschulische Ganztagsangebote, offene Jugendangebote sowie Angebote der ambulanten und stationären Hilfen zur Erziehung.

    Über die Johanniter-Unfall-Hilfe

    Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit 35.000 Beschäftigten, mehr als 44.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und 1,1 Millionen Fördermitgliedern eine der großen Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein bedeutendes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland. Mehr Informationen unter www.johanniter.de/johanniter-unfall-hilfe

    Pressekontakt:

    Juliane Flurschütz, Stellvertretende Pressesprecherin
    Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Bundesgeschäftsstelle
    Tel. 030-26997-361, Mobil 0173 619 3409
    E-Mail: medien@johanniter.de

    Quelle: Kita-Reform: Startchancen für alle verlässlich gestalten / Johanniter begrüßen bundesweite Qualitätsstandards – Bund muss Finanzierung und Personalausstattung sicherstellen

  • Flutkatastrophe in Nepal: 130.000 Euro Nothilfe / Dachser SE und Volkswagen Belegschaftsstiftung unterstützen Terre des Hommes

    Flutkatastrophe in Nepal: 130.000 Euro Nothilfe / Dachser SE und Volkswagen Belegschaftsstiftung unterstützen Terre des Hommes

    Osnabrück/Berlin (ots) –

    Nach der verheerenden Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet weitet die Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes ihre Soforthilfe vor Ort deutlich aus. 50.000 Euro der Dachser SE, 20.000 Euro der Volkswagen Belegschaftsstiftung sowie Spenden in Höhe von 30.000 Euro ergeben zusätzliche 100.000 Euro Soforthilfe, die in die Versorgung der betroffenen Familien sowie den gezielten Schutz von Kindern in den Notunterkünften fließen.

    Die humanitäre Lage in den nepalesischen Gebieten bleibt dramatisch. Tausende Menschen sind nach wie vor obdachlos, während die Infrastruktur in weiten Teilen zerstört ist. Lokale Partnerorganisationen von Terre des Hommes verteilen vor Ort sauberes Trinkwasser, Lebensmittel und Decken. Haushalte mit Kindern unter zwei Jahren erhalten zudem Säuglingsnahrung und dringend benötigte Hygiene- und Pflegeartikel. Zusätzlich bekommen besonders betroffene Familien tragbare Kocher und Solarlampen, um sich selbst versorgen zu können. Die zusätzlichen Mittel der Dachser SE und Volkswagen Belegschaftsstiftung ermöglichen es nun, neben der lebensnotwendigen Grundversorgung verstärkt Kinder zu unterstützen.

    „Gerade in den ersten Tagen nach einer Katastrophe sind Kinder extrem verwundbar“, erklärt Joshua Hofert, Vorstandssprecher von Terre des Hommes Deutschland. „Viele von ihnen haben Angehörige verloren, stehen unter Schock und sind in überfüllten Notlagern akuten Gefahren wie Ausbeutung oder Krankheiten ausgesetzt. Die schnelle Aufstockung der Mittel ist ein wichtiger Schritt, um sichere Räume für Kinder einzurichten, psychosoziale Erstbetreuung zu gewährleisten und die Versorgung vor Ort zu stabilisieren.“

    Terre des Hommes setzt sich dafür ein, dass die Rechte und Bedürfnisse von Kindern bei allen Hilfsmaßnahmen oberste Priorität behalten. Dazu zählt der Schutz vor Gewalt in Notunterkünften, medizinische Versorgung sowie Trinkwasser und Lebensmittel. Da die Bedarfe in der Region die Kapazitäten der bisherigen Hilfsbudgets weiterhin übersteigen, ruft Terre des Hommes zu weiteren Spenden auf.

    Spendenkonto für die Nothilfe in Nepal:

    Terre des Hommes Deutschland e. V.

    Sparkasse Osnabrück

    IBAN: DE34 2655 0105 0000 0111 22

    Verwendungszweck: Nothilfe Nepal

    www.tdh.de/nepal-hilfe-nach-der-sturzflut

    ______________________________________

    Terre des Hommes schützt Kinder vor Gewalt, Ausbeutung und den Folgen von Krieg, Vertreibung und Umweltzerstörung. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen fördert Terre des Hommes nachhaltige Projekte in mehr als 40 Ländern und leistet humanitäre Hilfe. Junge Menschen weltweit sowie Mitglieder in Deutschland setzen sich für Kinderrechte ein. Die Kinderrechtsorganisation agiert dabei unabhängig von Regierungen, Wirtschaft, Religionsgemeinschaften und Parteien.

    Pressekontakt:

    Verantwortlich:
    Terre des Hommes – starke Kinder – gerechte Welt
    ————————–
    Rückfragen und Interviews:
    Esther Yungsung Lisa Rüden
    Tel. 030-166385368 oder 0171-6729748
    E-Mail: e.rueden@tdh.de

    Quelle: Flutkatastrophe in Nepal: 130.000 Euro Nothilfe / Dachser SE und Volkswagen Belegschaftsstiftung unterstützen Terre des Hommes

  • Save the Children fordert Stopp von Plänen für Return Hubs

    Save the Children fordert Stopp von Plänen für Return Hubs

    Berlin (ots) –

    Angesichts des heutigen Treffens von Deutschland und vier weiteren EU-Staaten zur Planung sogenannter Return Hubs für Geflüchtete in Drittstaaten warnt Save the Children vor den Risiken solcher Zentren für Kinder. Die Kinderrechtsorganisation sieht ein konkretes Risiko, dass in den außerhalb der EU vorgesehenen Rückführungszentren menschenunwürdige und kindeswohlgefährdende Zustände herrschen würden.

    Florian Westphal, Geschäftsführer von Save the Children Deutschland, sagt:

    „Kinder verdienen bedingungslosen Schutz – egal, woher sie kommen und wo sie leben. Die geplanten Rückführungszentren in Drittstaaten sind Orte der Unsicherheit und bergen die Gefahr massiver Kinderrechtsverletzungen. Wir fordern die Bundesregierung und alle Beteiligten auf, die Verhandlungen über Return Hubs und entsprechende Abkommen mit Drittstaaten zu stoppen und sich in der Asylpolitik an den Prinzipien der europäischen Grundwerte und der UN-Kinderrechtskonvention zu orientieren.

    Wie menschenunwürdig die Bedingungen in haftähnlichen Sammelunterkünften sind, in denen Geflüchtete teils monate- oder jahrelang ausharren müssen, konnten wir bereits in Albanien und Griechenland sehen. In Rückführungszentren außerhalb der EU, noch dazu in Ländern, die selbst keine ausreichende Grundversorgung haben, drohen mindestens genauso schlimme Zustände. Mangelnde Gesundheitsversorgung, geringer Kinderschutz, unzureichende Bildung und Perspektivlosigkeit wären vorprogrammiert. Fernab der europäischen Öffentlichkeit würden schwer kontrollierbare Parallelstrukturen entstehen.

    Die EU-Rückführungsverordnung, auf deren Grundlage die Return Hubs entstehen sollen, nimmt nur unbegleitete Minderjährige von der Überstellung in solche Zentren aus – und erlaubt somit, dass andere Kinder und ihre Familien dort eingesperrt werden. Gleichzeitig verlangt die Verordnung, dabei das Wohl des Kindes vorrangig zu berücksichtigen. Eine Überstellung von Kindern in Staaten, zu denen sie keinen Bezug haben, wo ihnen Freiheitsentzug droht und wo sie von wichtigen Bezugspersonen und Kinderschutzsystemen abgeschnitten werden, kann nicht im Einklang mit dem Kindeswohl sein.“

    Hintergrund:

    – Die EU-Rückführungsverordnung wurde im Juni vom Europäischen Parlament gebilligt und könnte noch im September formell vom Rat der Europäischen Union verabschiedet werden. Die Verordnung führt neue Regeln für die Ausweisung von Asylsuchenden ein, darunter Bestimmungen zu sogenannten Rückführungszentren (Return Hubs) in Nicht-EU-Ländern.
    – Personen, deren Rückführungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist, sollen in diese Einrichtungen, die menschen- und kinderrechtlichen Standards nicht genügen können, überstellt werden können.
    – Die UN-Kinderrechtskonvention verbietet generell die Inhaftierung von Kindern aus migrationsbezogenen Gründen oder ihre Unterbringung in haftähnlichen Verhältnissen.
    – Die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) kam im Februar 2025 zu dem Schluss, dass eine Überstellung von Kindern in Rückführungszentren sehr wahrscheinlich nicht mit der EU-Grundrechtecharta vereinbar ist und daher unterbleiben sollte.
    – Save the Children hat 2024 einen Bericht (https://resourcecentre.savethechildren.net/document/it-does-not-feel-like-real-life-childrens-everyday-life-in-greek-refugee-camps) zum Alltag von Kindern in griechischen Sammelunterkünften für Geflüchtete veröffentlicht. Darin geht es unter anderem um den schwierigen Zugang von Kindern zu Bildung, Gesundheitsversorgung, Spielmöglichkeiten und psychosozialer Unterstützung.

    Über Save the Children

    Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in rund 100 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet, in der alle Kinder gesund und sicher leben sowie frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können – seit über 100 Jahren.

    Pressekontakt:

    Save the Children Deutschland e.V.
    Pressestelle
    Tel.: +49 (0)30 – 27 59 59 79 – 226
    Mail: presse@savethechildren.de

    Quelle: Save the Children fordert Stopp von Plänen für Return Hubs

  • „Hand in Hand für Norddeutschland“ 2026: NDR Benefizaktion legt Fokus auf mentale Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen

    „Hand in Hand für Norddeutschland“ 2026: NDR Benefizaktion legt Fokus auf mentale Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen

    Hamburg (ots) –

    Das Motto der 16. NDR Benefizaktion lautet: „Hand in Hand für Norddeutschland – MENTAL. STARK. FÜRS LEBEN. Eine NDR Aktion für junge Menschen mit dem Bündnis für mentale Gesundheit.“ 

    Aktionspartner sind in diesem Jahr die sechs norddeutschen Landesverbände des Deutschen Roten Kreuzes e. V. unter dem Vorsitz des Hamburger Landesverbandes sowie das bundesweit agierende Aktionsbündnis Seelische Gesundheit (ABSG). Das ABSG vereint unter seinem Dach allein in Norddeutschland mehr als 100 Netzwerkpartner für das Thema seelische Gesundheit.

    Mentale Gesundheit ist ein vielschichtiges Themenfeld von hoher gesellschaftlicher Relevanz insbesondere für junge Menschen. Die Zahlen sind alarmierend: Etwa ein Fünftel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland lebt mit einer psychischen Störung. Ängste, ADHS, Depressionen, Lern-, Sucht- oder Essstörungen zählen dabei zu den häufigsten Diagnosen. Und es muss früh gehandelt werden, denn drei Viertel aller psychischen Störungen im Lebensverlauf beginnen bereits im Kindes- und Jugendalter (Quelle: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend). Das DRK und das ABSG bringen umfangreiche Expertise in das Thema ein und bieten vielfältige regionale Projekte und Hilfsangebote für junge Menschen, über die der NDR im Rahmen seiner Benefizaktion berichten wird.

    Mit seiner Benefizaktion unterstützt der NDR zum sechzehnten Mal wohltätige Zwecke und das Ehrenamt im Norden. Die Partner der NDR Benefizaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ wechseln jährlich. Seit 2011 haben die Menschen im Norden im Rahmen von „Hand in Hand in Norddeutschland“ mehr als 53 Millionen Euro gespendet, damit konnten 3.000 Projekte und Hilfsangebote für Betroffene durch die Partner gefördert werden. Die Spenden fließen zu 100% direkt in die Projekte. Das Spendenkonto bei der Sozialbank ist bereits geöffnet: DE48 201 205 200 600 700 800.

    Weitere Informationen zur Aktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ finden Sie unter  www.NDR.de/handinhand (http://www.ndr.de/handinhand).

    Pressekontakt:

    Norddeutscher Rundfunk
    Unternehmenskommunikation
    Presse und Kommunikation
    Mail: presse@ndr.de

    Quelle: „Hand in Hand für Norddeutschland“ 2026: NDR Benefizaktion legt Fokus auf mentale Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen