Schlagwort: Psychologie

  • Kinder unter Druck: Warum Schulen Selbstvertrauen statt nur Leistung fördern sollten

    Kinder unter Druck: Warum Schulen Selbstvertrauen statt nur Leistung fördern sollten

    Gleisdorf (ots) –

    Wie ernst die psychische Belastung vieler Kinder inzwischen ist, zeigt ein aktueller Fall aus Bayern: Hochsuizidale Schülerinnen und Schüler verbringen teilweise nur eine Nacht in einer psychiatrischen Klinik und sitzen am nächsten Tag wieder im Unterricht, weil Behandlungskapazitäten fehlen. Neben Einsamkeit, Cybermobbing und Reizüberflutung zählt auch schulischer Druck zu den Belastungsfaktoren. Schule muss deshalb mehr leisten, als Wissen zu vermitteln und Noten zu vergeben.

    „Kinder brauchen Freude, Bewegung und echte Erfolgserlebnisse statt immer mehr Leistungsdruck“, sagt Marco Schnabl, Mitgründer von body’n brain®. In einem Artikel oder Interview erklärt er Ihnen, wie Schulen Kinder gezielt stärken, Stress reduzieren und

    DSCF0944 (1).jpg damit die Grundlage für gesundes und nachhaltiges Lernen schaffen können.

    Leistung braucht ein stabiles Fundament

    Leistung ist ein wichtiger Bestandteil der Schule. Kinder möchten Neues lernen, Fortschritte machen und erleben, dass sie Herausforderungen meistern können. Problematisch wird es jedoch, wenn gute Noten zum Maßstab für den eigenen Wert werden.

    Wer glaubt, nur erfolgreich zu sein, wenn keine Fehler passieren oder ständig Bestleistungen erreicht werden, erlebt Lernen häufig als Belastung. Angst vor dem Scheitern hemmt Neugier und erschwert es, sich auf neue Inhalte einzulassen. Deshalb sollten Schulen nicht nur Leistung einfordern, sondern auch Bedingungen schaffen, unter denen Kinder Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln können.

    Selbstvertrauen entsteht durch Erfahrungen

    Selbstvertrauen wächst nicht durch ständiges Lob oder immer niedrigere Anforderungen. Es entsteht, wenn Kinder erleben, dass sie etwas zunächst noch nicht können, es mit Übung aber schaffen. Genau diese Erfahrungen vermitteln: Fehler gehören zum Lernen dazu und Rückschläge sind kein Zeichen des Versagens.

    Bei body’n brain® zeigt sich immer wieder, wie wirkungsvoll kleine Erfolgserlebnisse sein können. Durch die Verbindung von Bewegung, Koordination, Wahrnehmung und Denkaufgaben entstehen spielerische Situationen, in denen Kinder Konzentration, Körpergefühl und Problemlösung gleichzeitig trainieren. Oft reichen bereits wenige Minuten, damit sie neue Motivation entwickeln und mit mehr Selbstvertrauen an Aufgaben herangehen.

    Erst der Zustand, dann der Stoff

    Kinder können nur dann erfolgreich lernen, wenn sie sich sicher fühlen und aufnahmefähig sind. Wer unter starkem Stress steht oder große Angst vor Fehlern hat, kann selbst guten Unterricht nur eingeschränkt verarbeiten.

    Deshalb lohnt es sich, vor jeder Wissensvermittlung auch den Blick auf die aktuelle Verfassung eines Kindes zu richten. Der Grundsatz „Erst der Zustand, dann der Stoff“ beschreibt genau diesen Zusammenhang. Freude, Bewegung und ein positives Lernklima sind keine Gegensätze zu Leistung, sondern wichtige Voraussetzungen dafür, dass Lernen nachhaltig gelingt.

    Auch stille Kinder dürfen nicht übersehen werden

    Psychische Belastungen zeigen sich nicht immer durch auffälliges Verhalten. Während unruhige Kinder schnell Aufmerksamkeit erhalten, geraten diejenigen leicht aus dem Blick, die sich zurückziehen, sich kaum noch melden oder sich selbst wenig zutrauen.

    Gerade diese Schülerinnen und Schüler profitieren davon, wenn Schule mehr Möglichkeiten für kleine Erfolgserlebnisse schafft und Fehler nicht als Makel, sondern als selbstverständlichen Teil des Lernprozesses vermittelt. So entsteht eine Lernatmosphäre, in der Entwicklung wichtiger ist als der direkte Vergleich mit anderen.

    Schulen brauchen Unterstützung – und eine andere Lernkultur

    Schulen können psychische Erkrankungen weder verhindern noch therapeutische Hilfe ersetzen. Ebenso wenig wäre es gerecht, Lehrkräften die alleinige Verantwortung dafür zuzuschreiben. Sie übernehmen heute weit mehr Aufgaben als reine Wissensvermittlung und benötigen dafür ausreichend Unterstützung durch Eltern, Fachkräfte und ein funktionierendes Hilfesystem.

    Gleichzeitig kann die tägliche Gestaltung des Unterrichts viel bewirken. Mehr Bewegung, eine konstruktive Fehlerkultur und regelmäßige Erfolgserlebnisse helfen dabei, Druck abzubauen, ohne den Leistungsanspruch zu senken.

    Denn Schule muss sich nicht zwischen Leistung und Selbstvertrauen entscheiden. Im Gegenteil: Kinder lernen langfristig erfolgreicher, wenn sie Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln, Fehler als Chance begreifen und erleben, dass sie Schritt für Schritt wachsen können. Genau darin liegt eine wichtige Grundlage für gesundes und nachhaltiges Lernen.

    Über Marco Schnabl:

    Marco Schnabl ist Gründer und Entwickler von body’n brain®. Er übersetzt Wissen über das Zusammenspiel von Gehirn, Körper und Nervensystem in einfache, alltagstaugliche Übungen für Kinder und Erwachsene von 35 bis 80+. Mit über 23 Jahren Praxiserfahrung zeigt er, warum Lernen, Fokus und innere Stabilität nicht nur Kopfsache sind. Sein Leitgedanke: Der Mensch gehört wieder in den Mittelpunkt. https://kindertrainer.info/

    Pressekontakt:

    VITACIA GmbH
    Geschäftsführer: Marco Schnabl
    E-Mail: info@body-brain-activity.com
    Website: https://kindertrainer.info

    Ruben Schäfer
    E-Mail: redaktion@dcfverlag.de

    Quelle: Kinder unter Druck: Warum Schulen Selbstvertrauen statt nur Leistung fördern sollten

  • Wenn Schreiben der erste Schritt ist: LebensLinien 60+ bietet anonyme Online-Beratung für ältere Menschen in belastenden Lebensphasen durch ehrenamtliche Berater*innen im ähnlichen Lebensalter

    Wenn Schreiben der erste Schritt ist: LebensLinien 60+ bietet anonyme Online-Beratung für ältere Menschen in belastenden Lebensphasen durch ehrenamtliche Berater*innen im ähnlichen Lebensalter

    Tübingen (ots) –

    LebensLinien 60+ bietet Menschen ab 60 Jahren bundesweit eine kostenfreie und anonyme Online-Beratung in belastenden Lebensphasen. Die Beratung erfolgt schriftlich über ein geschütztes Mailberatungssystem und verbindet die Erfahrung des Arbeitskreis Leben e.V. Reutlingen / Tübingen mit einem Peer-Ansatz: Geschulte ehrenamtliche Beraterinnen und Berater im ähnlichen Lebensalter begleiten Ratsuchende fachlich unterstützt und supervidiert. Erreichbar ist das Angebot über www.lebenslinien-60plus.de.

    Das Angebot richtet sich ausdrücklich an ältere Menschen, denen ein persönliches Gespräch, ein Telefonat oder der Weg zu einer Beratungsstelle zunächst schwerfällt. Schreiben kann helfen, Gedanken zu ordnen, Worte im eigenen Tempo zu finden und sich zu öffnen, ohne sich

    ÄltererMann vor PCmit Kopfhörer.jpg sofort erklären zu müssen. Nach der Registrierung mit einem selbst gewählten Benutzernamen und Passwort kann auf Wunsch eine verlässliche schriftliche Begleitung durch eine feste Beraterin oder einen festen Berater entstehen.

    Das Peer-Konzept prägt LebensLinien 60+: Die ehrenamtlichen Beraterinnen und Berater sind selbst in einem ähnlichen Lebensalter wie die Ratsuchenden. Eine 50-stündige Weiterbildung bereitet sie auf die schriftliche Begleitung im digitalen Raum vor; fachliche Begleitung und regelmäßige Supervision sichern die Qualität. So verbindet das Projekt Lebenserfahrung, professionelle Standards und eine Ansprache, die älteren Menschen den Zugang erleichtern kann.

    Warum ein spezialisiertes Angebot für ältere Menschen wichtig ist

    Mit dem Übergang in die Zeit nach dem Erwerbsleben verändern sich für viele Menschen Alltag, soziale Kontakte und Selbstverständnis. Aufgaben, die lange Struktur gegeben haben, treten in den Hintergrund; zugleich können Partnerschaft, Gesundheit, Mobilität, Wohnsituation oder familiäre Beziehungen neue Fragen aufwerfen. Daraus kann das Gefühl entstehen, den vertrauten Platz im Leben neu suchen zu müssen.

    In dieser Lebensphase kann ein geschützter schriftlicher Kontakt entlasten: Er bietet Raum, Sorgen auszusprechen, Orientierung zu gewinnen und nächste Schritte wieder in den Blick zu nehmen. Das Angebot versteht sich als ergänzende Begleitung und kann – wenn nötig – den Weg zu weiteren Hilfen erleichtern.

    Zahlen zeigen: Ältere Menschen sind besonders gefährdet

    Die gesellschaftliche Bedeutung des Angebots zeigt sich deutlich in der Statistik: In Deutschland sterben jährlich mehr als 10.000 Menschen durch Suizid. Für das Jahr 2024 weist das Statistische Bundesamt insgesamt 10.372 Suizide aus. Besonders auffällig ist der hohe Anteil älterer Menschen: Allein 5.953 Menschen über 60 Jahre starben 2024 durch Suizid. Das entspricht 57,4 Prozent aller Suizide, obwohl diese Altersgruppe nur rund 29 Prozent der Bevölkerung ausmacht. Ältere Menschen – insbesondere ältere Männer – gehören zu den besonders gefährdeten Gruppen.

    Auch die ersten Zahlen von LebensLinien 60+ zeigen, dass das Angebot eine bestehende Lücke adressiert. Seit dem Projektstart im Mai 2025 wurden 96 Klientinnen und Klienten beraten. Häufig genannt wurden Einsamkeit, Suizidalität und Depressionen, Probleme mit Verwandten, Überforderung sowie körperliche Erkrankungen.

    Zugleich macht die Statistik des AKL deutlich, dass Menschen über 60 die bestehenden Krisenberatungsangebote in Reutlingen und Tübingen bislang nur selten in Anspruch nehmen. Genau hier setzt LebensLinien 60+ an: Das Angebot soll ältere Menschen früher erreichen, bevor Belastungen unbesprochen bleiben oder sich zuspitzen. Es schafft einen Zugang für Menschen, die den persönlichen Kontakt zunächst scheuen, schriftlich leichter Worte finden oder unabhängig von Wohnort, Mobilität und Öffnungszeiten Unterstützung suchen.

    Fachliche Stimmen

    „Wir sehen, dass ältere Menschen sehr unterschiedliche Zugänge brauchen. Manche möchten nicht sofort telefonieren oder persönlich in eine Beratungsstelle kommen. Für sie kann Schreiben ein erster, wichtiger Schritt sein – weil es Zeit lässt, Gedanken zu ordnen und sich in einem geschützten Rahmen anzuvertrauen“, sagt Lukas Ulmer, Projektverantwortlicher für LebensLinien 60+ beim Arbeitskreis Leben e.V. Reutlingen / Tübingen.

    Leonie Rosenbauer vom Arbeitskreis Leben e.V. ordnet das Angebot in die langjährige suizidpräventive Arbeit des Vereins ein: „Die Zielgruppe 60+ ist, insbesondere bei Männern, eine der besonders gefährdeten Gruppen bei suizidalen Handlungen. Für diese sehr heterogene Gruppe braucht es unterschiedliche Hilfen. Die Online-Beratung kann in der jeweiligen Situation die passende Beratungsform sein – und bei Bedarf auch den Weg in eine persönliche Beratung eröffnen.“

    Was Ratsuchende bewegt

    Die Themen, mit denen sich Menschen an LebensLinien 60+ wenden, sind vielfältig – und zeigen sich in vielen Biografien. Die folgenden verdichteten Beispiele beruhen auf wiederkehrenden Motiven aus der Beratungspraxis und wurden so verändert, dass keine Rückschlüsse auf einzelne Ratsuchende möglich sind.

    Da ist etwa ein verwitweter Mann, dem nach dem Tod seiner Partnerin die Struktur der Tage verloren gegangen ist und der niemandem mit seiner Trauer zur Last fallen möchte. Eine ältere Frau beschreibt, wie gesundheitliche Einschränkungen sie immer stärker aus dem Alltag drängen und wie schwer es ihr fällt, über Unsicherheit und Alleinsein zu sprechen. Ein pflegender Angehöriger sucht Worte für Erschöpfung, Schuldgefühle und das Gefühl, selbst keine Kraftreserven mehr zu haben. Andere schreiben aus ländlichen Regionen, in denen Mobilität, Scham oder fehlende Angebote vor Ort den ersten Schritt zusätzlich erschweren.

    Gemeinsam ist diesen Beispielen: Der Kontakt beginnt oft mit einer ersten Nachricht – vorsichtig, tastend, manchmal nach langer Zeit des Schweigens. Nicht eine schnelle Lösung steht im Mittelpunkt, sondern ein geschützter Raum, in dem Belastendes ausgesprochen, Gedanken geordnet und nächste Schritte wieder vorstellbar werden können.

    Vernetzung: Teil eines fachlichen und gesellschaftlichen Hilfesystems

    LebensLinien 60+ versteht sich als ergänzendes Angebot innerhalb einer vernetzten Suizidprävention und psychosozialen Versorgung. Das Projekt ist fachlich in bestehende Strukturen eingebunden, unter anderem über die Landesarbeitsgemeinschaft der Arbeitskreise Leben in Baden-Württemberg, den Paritätischen Wohlfahrtsverband und die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention. Zudem ist LebensLinien 60+ in der Übersicht zu Hilfsangeboten der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention aufgeführt.

    Gerade weil schwierige Lebenslagen im Alter häufig unsichtbar bleiben, ist Vernetzung entscheidend: Kommunen, Seniorenarbeit, Gesundheitswesen, Wohlfahrtsverbände, Angehörigenarbeit, Kirchengemeinden, Ärztinnen und Ärzte, Pflege- und Beratungsstrukturen sowie digitale Informationsangebote können dazu beitragen, dass ältere Menschen und ihr Umfeld frühzeitig von LebensLinien 60+ erfahren.

    Zielgruppe direkt angesprochen

    LebensLinien 60+ richtet sich an Menschen ab 60 Jahren, die Veränderungen, Verluste, gesundheitliche Einschränkungen oder Phasen der Neuorientierung erleben. Auch wer sich allein fühlt, belastet ist, nicht weiß, mit wem er sprechen soll, oder sich um einen älteren Menschen im eigenen Umfeld sorgt, kann sich an das Angebot wenden.

    Weitere Informationen zur Beratung und zum Zugang finden Interessierte unter www.lebenslinien-60plus.de. Informationen zum Träger und zu weiteren Krisenberatungsangeboten stehen unter www.akl-krisenberatung.de bereit.

    Über LebensLinien 60+

    LebensLinien 60+ ist eine bundesweite, kostenfreie Online-Beratung für Menschen ab 60 Jahren. Das Angebot wurde auf Grundlage langjähriger Erfahrungen in der schriftlichen Beratung entwickelt und verbindet Peer-Beratung, fachliche Begleitung und geschützte digitale Kommunikation. Träger ist der gemeinnützige Arbeitskreis Leben e.V. Reutlingen / Tübingen. Das Projekt wird durch Förderung und Spenden ermöglicht.

    Pressekontakt:

    Lukas Ulmer – Projektkoordinator und Fachkraft
    Arbeitskreis Leben e.V. Reutlingen / Tübingen
    Österbergstraße 4
    72074 Tübingen
    Telefon: 0162 462 81 80
    lukas.ulmer@lebenslinien-60plus.de

    Quelle: Wenn Schreiben der erste Schritt ist: LebensLinien 60+ bietet anonyme Online-Beratung für ältere Menschen in belastenden Lebensphasen durch ehrenamtliche Berater*innen im ähnlichen Lebensalter

  • Psychische Gesundheit als Erfolgsfaktor: Chriska Wagner verstärkt den Experten- und Kompetenzkreis der BVMID

    Psychische Gesundheit als Erfolgsfaktor: Chriska Wagner verstärkt den Experten- und Kompetenzkreis der BVMID

    Nürnberg

    Belastungen früh erkennen, Fehlzeiten reduzieren und Unternehmen nachhaltig stärken

    Transformation ist für den deutschen Mittelstand längst Alltag. Digitalisierung, Fachkräftemangel, neue Marktanforderungen und steigender Wettbewerbsdruck verlangen Unternehmen eine enorme Anpassungsfähigkeit ab. Doch während Prozesse, Technologien und Geschäftsmodelle im Mittelpunkt vieler Veränderungsprojekte stehen, bleibt ein entscheidender Erfolgsfaktor häufig unbeachtet: Die psychische Gesundheit der Menschen.

    Genau an dieser Schnittstelle setzt Chriska Wagner, Gründerin der Beratungsmarke Mindful Work, an. Als Expertin für psychische Gesundheit, Fehlzeitenanalyse, Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM), Resilienz und berufliche Teilhabe wurde sie in den Experten- und Kompetenzkreis der BVMID – Bundesvereinigung Mittelstand in Deutschland aufgenommen.

    Psychische Belastungen gehören heute zu den am

    Chriska_Wagner_SZ.jpeg stärksten unterschätzten Folgekosten von Transformationsprozessen. Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen zeigen sich die Auswirkungen häufig erst nach intensiven Veränderungsphasen: Steigende Fehlzeiten, instabile Teams, Produktivitätsverluste, komplexe Wiedereingliederungen, Führungsprobleme oder zunehmende arbeitsrechtliche Spannungen. Ein erheblicher Teil dieser Entwicklung wäre vermeidbar, wenn Unternehmen psychische Gesundheit, Resilienz, Fehlzeitenanalyse und rechtliche Rahmenbedingungen frühzeitig gemeinsam betrachten würden.

    Aktuelle Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit: Psychische Erkrankungen verursachten im Jahr 2025 rund 366 Fehltage je 100 Versicherte – der höchste Wert seit Beginn der Erhebungen. Gleichzeitig dauern entsprechende Arbeitsunfähigkeiten mit durchschnittlich rund 33 Tagen je Fall deutlich länger als bei allen anderen Krankheitsarten. Innerhalb von zehn Jahren haben sich die psychisch bedingten Krankheitstage mehr als verdoppelt.

    Dabei betrifft diese Entwicklung den Mittelstand in besonderem Maße. Inhaber- und familiengeführte Unternehmen verfügen über kurze Entscheidungswege, hohe Verantwortungstiefe und enge Kundenbeziehungen. Gleichzeitig fehlen häufig die personellen Ressourcen oder etablierten Gesundheitsstrukturen, um Belastungen frühzeitig zu erkennen und wirksam gegenzusteuern. Gerade darin sieht Chriska Wagner eine große Chance.

    „Psychische Belastungen gehören zu den stillen Folgekosten von Transformation. Viele Unternehmen sehen sie erst dann, wenn Fehlzeiten steigen, Teams instabil werden oder Wiedereingliederungen kompliziert verlaufen“, erklärt Chriska Wagner.

    Ihr Beratungsansatz verbindet psychische Gesundheit mit betrieblicher Praxis. Statt Symptome isoliert zu betrachten, analysiert sie Zusammenhänge zwischen Belastung, Führung, Unternehmenskultur, Auslastung und organisatorischen Veränderungen. Dabei fließen Aspekte wie Betriebliches Eingliederungsmanagement, Teilhabe, Prävention, Resilienz sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen des SGB IX in ein ganzheitliches Konzept ein.

    „Fehlzeiten lese ich wie einen Krimi. Mich interessieren keine Verdächtigungen gegen einzelne Beschäftigte, sondern die Spuren im System: Belastung, Auslastung, Führung, Zusammenhalt und Kultur. Selbst auffallend niedrige Fehlzeiten können ein Hinweis sein – etwa dann, wenn Menschen krank zur Arbeit kommen“, beschreibt Wagner ihre Arbeitsweise.

    Die Dipl.-Pädagogin und MBA in General Management verfügt über langjährige Erfahrung an der Schnittstelle von Gesundheitsmanagement, Fehlzeitenanalyse, Mitbestimmung, beruflicher Teilhabe und betrieblicher Praxis. Im Integrationsfachdienst begleitete sie komplexe Fälle rund um Arbeitsplatzsicherung und gesundheitliche Einschränkungen. Später beschäftigte sie sich in einem Industrieunternehmen intensiv mit Fehlzeitenanalysen, Gesundheitsmanagement und Maßnahmenplanung im Produktionsumfeld. Zusätzliche Qualifikationen in den Bereichen Achtsamkeit, Resilienz und Innovationsbegleitung ergänzen ihre fachliche Expertise.

    Mit Mindful Work bündelt Chriska Wagner seit Juli 2026 diese Erfahrungen in einer eigenen Beratungsmarke speziell für mittelständische Unternehmen. Ziel ist es, Betriebe strategisch und – wenn erforderlich – auch operativ dabei zu unterstützen, psychische Belastungen frühzeitig zu erkennen, Fehlzeiten nachhaltig zu reduzieren und Führungskräfte in ihrer Verantwortung zu stärken.

    Auch Stefan Bronder, Vorstand der BVMID – Bundesvereinigung Mittelstand in Deutschland, begrüßt die Aufnahme der Expertin ausdrücklich:

    „Chriska Wagner verbindet wissenschaftliche Expertise, praktische Erfahrung und ein tiefes Verständnis für die Realität mittelständischer Unternehmen. Sie betrachtet psychische Gesundheit nicht isoliert, sondern als strategischen Erfolgsfaktor für nachhaltige Unternehmensentwicklung. Gerade in Zeiten permanenter Transformation brauchen unsere Mitgliedsunternehmen Partner, die wirtschaftliche Verantwortung und menschliche Perspektive gleichermaßen im Blick haben. Mit ihrer Kompetenz bereichert Chriska Wagner unseren Experten- und Kompetenzkreis in besonderer Weise.“

    Chriska Wagner sieht gerade im Mittelstand enormes Potenzial, psychische Gesundheit aktiv zu gestalten: „Ein großer Teil menschlichen Leids und betrieblicher Folgekosten wäre vermeidbar, wenn Unternehmen psychische Gesundheit, Resilienz, Teilhabe und rechtliche Verantwortung früher zusammen denken“, betont sie.

    Mit ihrer Aufnahme in den Experten- und Kompetenzkreis der BVMID erhält der deutsche Mittelstand Zugang zu einer Expertin, die Konzernwissen in praxisnahe Lösungen für KMU übersetzt. Ihr Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, Transformation nicht nur wirtschaftlich erfolgreich, sondern auch menschlich nachhaltig zu gestalten – für stabile Teams, gesunde Führung und langfristige Leistungsfähigkeit.

    Pressekontakt:

    Chriska Wagner | Mindful Work
    Hastverstraße 21
    90408 Nürnberg
    T: 0151 22339429
    Mail: info@chriska-wagner.de
    www.chriska-wagner.de

    Quelle: Psychische Gesundheit als Erfolgsfaktor: Chriska Wagner verstärkt den Experten- und Kompetenzkreis der BVMID

  • Gute, aber deutlich ausbaufähige Impulse für die Suizidprävention / BPtK zum Suizidpräventionsgesetz

    Gute, aber deutlich ausbaufähige Impulse für die Suizidprävention / BPtK zum Suizidpräventionsgesetz

    Berlin (ots) –

    Anlässlich der heute stattfindenden Sachverständigenanhörung würdigt die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der nationalen Suizidprävention (SuizidPrävG) als wichtigen Schritt hin zu einer bundesweiten Stärkung und gesetzlichen Verankerung der Suizidprävention. Gleichzeitig sieht sie Konkretisierungs- und Nachbesserungsbedarf.

    „Das Bundesministerium für Gesundheit setzt mit diesem Gesetzentwurf ein wichtiges Zeichen: Menschen mit Suizidgedanken müssen umfassend unterstützt und wirksam geschützt werden“, sagt BPtK-Präsidentin Dr. Andrea Benecke. „Entscheidend ist nun, dass auf der Grundlage dieses Gesetzes verbindliche, wirksame Strukturen entstehen.“

    Die BPtK begrüßt die vorgesehene Einrichtung einer zentralen Bundesfachstelle für Suizidprävention und eines interdisziplinären Fachbeirats. Gemeinsam können sie zur Stärkung von Aufklärung, Forschung und zur Zentralisierung relevanter Ressourcen beitragen. Dabei bleibt der Referentenentwurf nach Auffassung der BPtK jedoch hinter seinem eigenen Anspruch zurück, einen tragfähigen und dauerhaften Rahmen für die Suizidprävention zu schaffen. So soll die Bundesfachstelle auf 15 Jahre befristet werden, eine Evaluation der Gesetzeswirkung ist erst für das Jahr 2038 vorgesehen, was angesichts des dringenden Handlungsbedarfs deutlich zu spät kommt. Auch die Einschränkung des Zugangs zu Suizidmethoden, eines der wirksamsten Instrumente der Suizidprävention, geht im Entwurf nicht über die Konzeptentwicklung hinaus.

    „Bei all den guten Impulsen, die der Gesetzentwurf bringt, dürfen wir nicht vergessen: Ohne eine funktionierende psychotherapeutische und psychiatrische Regelversorgung bleibt jeder Versuch, die Suizidprävention zu stärken, unvollständig“, ergänzt Benecke. „In den Wochen und Monaten nach einem Suizidversuch ist das Risiko für einen weiteren Suizidversuch deutlich erhöht. Betroffene können nicht monatelang auf dringend nötige Hilfe warten. Hier muss deutlich nachgebessert werden.“

    In Deutschland nehmen sich jährlich rund 10.000 Menschen das Leben, die Zahl der Suizidversuche liegt mindestens zehnmal so hoch. Bislang fehlt es an flächendeckenden Hilfsangeboten, um Menschen in suizidalen Krisen verlässlich zu unterstützen.

    Stellungnahme der BPtK: https://ots.de/BRLu20

    Pressekontakt:

    Ulrike Florian
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Telefon: 030. 278 785 – 21
    E-Mail: presse@bptk.de

    Quelle: Gute, aber deutlich ausbaufähige Impulse für die Suizidprävention / BPtK zum Suizidpräventionsgesetz

  • Der unterschätzte Produktivitätshebel: Warum Unternehmen ihre eigene Organisationsintelligenz verschenken/ Systemische Moderatorin Michaela Stach über den unterschätzten Erfolgsfaktor

    Der unterschätzte Produktivitätshebel: Warum Unternehmen ihre eigene Organisationsintelligenz verschenken/ Systemische Moderatorin Michaela Stach über den unterschätzten Erfolgsfaktor

    Backnag (ots) –

    Während Unternehmen Milliarden in Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und neue Technologien investieren, bleibt ein entscheidender Erfolgsfaktor häufig unbeachtet: die Fähigkeit einer Organisation, vorhandenes Wissen und individuelle Perspektiven besser zu nutzen und daraus gemeinsam Neues entstehen zu lassen.

    Denn Innovation entsteht nicht allein durch vorhandene Expertise. Sie entsteht dort, wo unterschiedliche Erfahrungen, Kompetenzen und Blickwinkel zusammenkommen. Erst durch diese Multiperspektivität können neue Ideen entwickelt, zukünftige Herausforderungen erkannt und tragfähige Lösungen geschaffen werden.

    Michaela Stach, Unternehmerin, Autorin und Expertin für systemische Moderation, sieht darin einen entscheidenden Hebel für Unternehmen.

    „Zusammenarbeit im Sinne von sinnstiftender Zusammenarbeit ist ein Erfolgsstellhebel für unternehmerische Performance

    IMG_5838.jpeg und Erfolg, der bisher viel zu wenig Beachtung findet.“

    Zusammenarbeit finde in Unternehmen ohnehin statt. Doch genau darin liege ein häufig verschenktes Potenzial: Wird sie nicht bewusst gestaltet, bleibt ein großer Teil der Organisationsintelligenz ungenutzt. Für Stach ist die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und daraus neue Lösungen entstehen zu lassen, eine zentrale Zukunftskompetenz. Systemische Moderation ist dabei weit mehr als die Moderation einzelner Workshops. Sie ist ein Ansatz, um Zusammenarbeit in Organisationen bewusst zu gestalten, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und die kollektive Intelligenz eines Unternehmens nutzbar zu machen.

    Der unterschätzte Faktor hinter Unternehmensleistung

    Forschung und Entwicklung, Vertrieb, Marketing oder Finanzen gelten in Unternehmen als zentrale Wertschöpfungsbereiche. Die Fähigkeit, diese unterschiedlichen Bereiche miteinander zu verbinden, bleibt dagegen häufig unsichtbar.

    Viele Organisationen verfügen über enormes Wissen und vielfältige Erfahrungen. Doch dieses Potenzial bleibt oft in einzelnen Abteilungen, Teams oder Köpfen gebunden. Genau darin sieht Michaela Stach einen entscheidenden Hebel.

    „Ich sehe Zusammenarbeit oft wie einen ausgegrauten Bereich in einem Unternehmensmodell“, beschreibt sie. „Dabei muss dieser Bereich genauso viel Aufmerksamkeit bekommen wie andere strategische Themen. Es geht darum, vorhandenes Wissen und individuelle Perspektiven besser zu nutzen. Denn erst wenn unterschiedliche Erfahrungen, Kompetenzen und Blickwinkel zusammenkommen, entsteht etwas Neues – und genau darin liegt die kollektive Intelligenz einer Organisation.

    Gerade bei komplexen Herausforderungen sei es entscheidend, nicht nur aus einer Perspektive auf ein Problem zu schauen. Unterschiedliche Sichtweisen, Kompetenzen und Erfahrungen können neue Ideen ermöglichen und tragfähigere Lösungen hervorbringen.

    Warum KI den Menschen nicht ersetzt

    Die aktuelle Diskussion über Künstliche Intelligenz verstärkt für Stach die Bedeutung menschlicher Zusammenarbeit.

    „Alle rufen nach KI. Natürlich ist es wichtig, mit KI zu arbeiten. Aber der entscheidende Unterschied entsteht weiterhin durch Menschen: durch Austausch, Vernetzung von Erfahrungen und die Fähigkeit, gemeinsam Lösungen zu entwickeln.“

    KI könne Informationen verarbeiten, Prozesse beschleunigen und Unternehmen unterstützen. Doch Technologie allein verändere keine Organisation. Damit KI tatsächlich einen Mehrwert schafft, müssten Menschen im Unternehmen mitgenommen werden und Veränderungen in die Umsetzung bringen. Entscheidend sei deshalb nicht nur die Technologie, sondern die Kultur eines Unternehmens: die Fähigkeit, Wissen auszutauschen, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und gemeinsam neue Lösungen zu entwickeln.

    „Ohne Menschen, ohne deren Potenzial, geht alles verloren. Die entscheidende Frage ist, wie wir dieses Potenzial im Unternehmen sichtbar und nutzbar machen.“

    Psychologische Sicherheit und Haltung: Die Grundlage für Zusammenarbeit

    Eine elementare Grundlage erfolgreicher Zusammenarbeit ist psychologische Sicherheit. Sie beschreibt einen offenen und angstfreien Umgang miteinander: einen Raum, in dem Menschen Fragen stellen, Kritik äußern, Fehler ansprechen und auch neue Ideen oder ungewohnte Perspektiven einbringen können, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen. Für Michaela Stach entsteht diese psychologische Sicherheit durch die Haltung in der Moderation.

    „Die Haltung in der Moderation ist quasi die Basis für psychologische Sicherheit. Diese Haltung ist die Grundlage der systemischen Moderation. Sie ist keine toolfokussierte Ausbildung und keine Sammlung einzelner Methoden“. Systemische Moderation basiert auf einer konstruktivistischen Haltung: Es gibt nicht nur die eine Wahrheit. Jeder Mensch hat eine individuelle Perspektive auf eine Aufgabe oder eine zu lösende Herausforderung.

    Gerade bei komplexen Themen sei es hilfreich, nicht nur mit dem gleichen Blick auf eine Aufgabe zu schauen. Denn wenn alle dieselbe Perspektive einnehmen, bleiben wichtige Aspekte unberücksichtigt. Werden dagegen unterschiedliche Perspektiven, Kompetenzen und auch Befindlichkeiten integriert, entstehen größere Möglichkeiten, neue Ideen zu entwickeln und am Ende tragfähige Lösungen zu erarbeiten. Damit Zusammenarbeit erfolgreich wird, braucht es zusätzlich Klarheit über Ziel, Auftrag und Rahmenbedingungen. Fehlt diese Grundlage, verpufft die Wirkung von Methoden und Workshops.

    Nicht einfach ein bisschen Workshop und Konfetti

    Ein häufiger Fehler in Unternehmen sei, dass sie zu schnell auf Methoden setzen, ohne zunächst die eigentliche Herausforderung zu klären. „Die Leute springen schnell auf Tools auf. Aber wenn die Grundlage fehlt – also Ziel, Haltung, Auftrag und Rahmenbedingungen -, verpufft die Wirkung.“ Systemische Moderation müsse deshalb raus aus der reinen Methoden- oder Workshop-Schublade. „Es geht nicht um ein bisschen Workshop und Konfetti“. Es geht darum, die kollektive Intelligenz eines Unternehmens zu nutzen und daraus konkrete, tragfähige Ergebnisse zu entwickeln. Für Stach ist systemische Moderation deshalb kein Eventformat, sondern ein strategisches Handwerk.

    Zusammenarbeit als Effizienzstellhebel

    Der wirtschaftliche Hebel zeigt sich laut Stach besonders im Arbeitsalltag: in Meetings, Entscheidungsprozessen und Veränderungsvorhaben.

    Schlecht strukturierte Zusammenarbeit kostet Unternehmen Zeit und Ressourcen. Gleichzeitig bleibt Potenzial ungenutzt, wenn Wissen und Perspektiven nicht miteinander verbunden werden.

    „Wir müssen verstehen, dass diese Art des Miteinanders direkt auf Zahlen, Daten und Fakten einzahlt.“ Zusammenarbeit sei deshalb kein weicher Faktor, sondern ein Effizienzstellhebel. Es gehe nicht darum, jede Entscheidung basisdemokratisch zu treffen oder Führung infrage zu stellen. „Die Unternehmensspitze trifft Entscheidungen. Aber die Frage ist: Wie können diese Entscheidungen im Unternehmen verstanden, verarbeitet und erfolgreich umgesetzt werden?“

    Die Vision: Organisationsintelligenz als Zukunftskompetenz

    Michaela Stachs Vision geht über einzelne Workshops hinaus. „Meine Vision ist, dass systemische Moderation in Unternehmen selbstverständlich wird.“ Organisationen sollten aus eigener Kraft in der Lage sein, sinnstiftend, zielorientiert, effizient und nachhaltig zusammenzuarbeiten.Nicht als Wohlfühlthema. Nicht als zusätzliche Methode.Sondern als Fähigkeit, die direkt zum Unternehmenserfolg beiträgt. Zusammenarbeit ist ein Effizienzstellhebel. Denn Unternehmen, die ihre Organisationsintelligenz nutzen, können schneller lernen, bessere Entscheidungen treffen und Veränderungen erfolgreicher bewältigen.

    Über Michaela Stach

    Michaela Stach ist Unternehmerin, Moderatorin, Autorin und Gründerin der Akademie für Systemische Moderation. Seit 1995 arbeitet sie als Unternehmerin und begleitet Organisationen bei Veränderungsprozessen. 2011 gründete sie die Akademie für Systemische Moderation, an der Fach- und Führungskräfte aus Wirtschaft und Non-Profit-Organisationen ausgebildet werden. Stach begleitet Unternehmen dabei, Zusammenarbeit als strategische Kompetenz zu verstehen und die kollektive Intelligenz ihrer Organisation gezielt zu nutzen.

    Zu ihren Veröffentlichungen gehören unter anderem „Moderation in Workshop und Meeting“ sowie „Agil moderieren“.

    Pressekontakt:

    Akademie für Systemische Moderation
    Eduard-Breuninger-Straße 2
    71522 Backnang

    Telefon: +49172 7424008

    Email: info@akademie-fuer-systemische-moderation.de
    https://www.akademie-fuer-systemische-moderation.de

    Quelle: Der unterschätzte Produktivitätshebel: Warum Unternehmen ihre eigene Organisationsintelligenz verschenken/ Systemische Moderatorin Michaela Stach über den unterschätzten Erfolgsfaktor

  • Jeder dritte Deutsche hält die psychische Gesundheitsversorgung für eine Herausforderungen

    Jeder dritte Deutsche hält die psychische Gesundheitsversorgung für eine Herausforderungen

    Berlin (ots) –

    Sorgen in Norddeutschland und bei Menschen zwischen 40 und 49 besonders groß

    Die psychische Gesundheitsversorgung gehört aus Sicht vieler Menschen in Deutschland zu den größten Herausforderungen der medizinischen Versorgung. Eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag von Pharma Deutschland zeigt: 37 Prozent der Befragten sehen sie als Herausforderung in ihrer unmittelbaren Wohnumgebung. Bundesweit wird lediglich die hausärztliche Versorgung häufiger als Problem genannt. Die Ergebnisse fallen in eine Zeit intensiver Debatten über die Finanzierung psychotherapeutischer Leistungen.

    Deutliche regionale Unterschiede

    Je nach Bundesland wird die psychische Gesundheitsversorgung unterschiedlich häufig als Herausforderung wahrgenommen. Regional zeigt sich ein Nord-Süd-Gefälle: In Schleswig-Holstein (43,7 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (40,2 Prozent) und Niedersachsen (41,2 Prozent) wird diese besonders problematisch eingeschätzt. Im Mittelfeld liegen Sachsen (40,7 Prozent), Rheinland-Pfalz (40,3 Prozent) und Brandenburg (38,0 Prozent). Vergleichsweise niedrig sind die Anteile in Baden-Württemberg (36,8 Prozent), Hessen (35,6 Prozent) und Bayern (33,4 Prozent).

    Deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen

    Auch zwischen den Altersgruppen zeigen sich deutliche Unterschiede. Am häufigsten nehmen Menschen zwischen 40 und 49 Jahren die psychische Gesundheitsversorgung als Herausforderung wahr: 44,5 Prozent nennen diesen Versorgungsbereich. Es folgen die 50- bis 64-Jährigen (43,8 Prozent), die 30- bis 39-Jährigen (35,0 Prozent) und die 18- bis 29-Jährigen (38,4 Prozent). Am seltensten wird die psychische Gesundheitsversorgung in der Altersgruppe ab 65 Jahren als Herausforderung wahrgenommen (27,4 Prozent).

    Unterschiede zwischen den Geschlechtern

    Auch zwischen Frauen und Männern zeigen sich Unterschiede. Frauen nennen die psychische Gesundheitsversorgung etwas häufiger als Männer (38,9 gegenüber 34,7 Prozent).

    Ähnliche Wahrnehmung in Stadt und Land

    Ein klares Muster zeigt sich bei der Bevölkerungsdichte nicht. Die Anteile liegen in Regionen mit sehr niedriger Bevölkerungsdichte bei 35,0 Prozent, mit niedriger bei 37,1 Prozent, mit mittlerer bei 36,7 Prozent, mit hoher bei 36,5 Prozent und mit sehr hoher Bevölkerungsdichte bei 37,7 Prozent.

    Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin Pharma Deutschland ordnet die Ergebnisse ein: „Psychische Erkrankungen gehören zur gesundheitlichen Versorgung ebenso selbstverständlich wie körperliche Erkrankungen. Gegen Krankheiten wie Depressionen oder Angstzustände gibt es gute und bewährte Arzneimittel, deren Einnahme aber ärztlich veranlasst und begleitet werden muss. Umso wichtiger ist es, dass Menschen bei Bedarf zeitnah Zugang zu einer bedarfsgerechten Behandlung erhalten. Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen, welchen Stellenwert die psychische Gesundheitsversorgung aus Sicht der Bevölkerung inzwischen einnimmt.“

    _______________

    Im Auftrag von Pharma Deutschland führt das Meinungsforschungsinstitut Civey seit Januar 2025 ein kontinuierliches Live-Monitoring zur individuellen medizinischen Versorgungssituation sowie zu Erfahrungen im Kontext pharmazeutischer Themen durch. Die Anzahl der Antworten, die stellvertretend für die Grundgesamtheit in der Stichprobe zur Berechnung des repräsentativen Ergebnisses berücksichtigt werden, liegt bei 5.000 Befragten. Die erhobenen Daten werden nach den sechs Landesverbänden von Pharma Deutschland differenziert analysiert. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die angegebene Grundgesamtheit. Für die Berechnung regionaler Ergebnisse nutzt Civey Small-Area-Methoden mit einem Echtzeit-Modell. Dazu werden die Ergebnisse auf Basis einer modellbasierten, statistischen Methode für kleine Datenräume erhoben. Weitere Informationen und Ergebnisse finden Sie auf unserer Webseite (https://www.pharmadeutschland.de/pharmawissen-fuer-alle/gesundheitsmonitor/).

    Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400 Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die Patientinnen und Patienten bereit. Unter www.pharmadeutschland.de gibt es mehr Informationen zu Pharma Deutschland.

    Ihre Ansprechpartner in der Pressestelle von Pharma Deutschland:

    Hannes Hönemann
    Leiter Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    T. +49 171 5618203
    hoenemann@pharmadeutschland.de

    Anna Frederike Gutzeit
    CvD Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    T. +49 170 4548014
    gutzeit@pharmadeutschland.de

    Geschäftsstelle Berlin
    Pharma Deutschland e.V.
    Friedrichstraße 134
    10117 Berlin

    Geschäftsstelle Bonn
    Pharma Deutschland e.V.
    Ubierstraße 71-73
    53173 Bonn

    Geschäftsstelle Brüssel
    Pharma Deutschland e.V.
    Rue Marie de Bourgogne 58
    1000 Brüssel

    www.pharmadeutschland.de
    LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/pharmadeutschland/

    Quelle: Jeder dritte Deutsche hält die psychische Gesundheitsversorgung für eine Herausforderungen

  • WEISSER RING hilft Opfern nach Terroranschlag bei Christopher Street Day in Berlin

    WEISSER RING hilft Opfern nach Terroranschlag bei Christopher Street Day in Berlin

    Mainz/Berlin (ots) –

    Rufnummer für Betroffene

    Nach dem Terroranschlag während des Christopher Street Days (CSD) in Berlin steht der WEISSE RING an der Seite der Opfer und deren Angehörigen. Deutschlands größte Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer hat sofort alle notwendigen Schritte eingeleitet, um Betroffene schnell und unbürokratisch unterstützen zu können.

    „Hass ist tödlich. So lange Ideologen Gewalt predigen, werden wir mit solchen Attentaten rechnen müssen“, sagt Rolf Schmachtenberg, Landesvorsitzender des WEISSEN RINGS in Berlin. „Jetzt gilt unsere Aufmerksamkeit den Opfern und ihren Angehörigen. Ihnen wollen wir in ihrer unsäglich schwierigen Lage helfen.“ Das Angebot richtet sich sowohl an Verletzte als auch an Angehörige

    Rolf Schmachtenberg_Bundesregierung Steffen Kugler.jpg und Hinterbliebene sowie Augenzeuginnen und -zeugen.

    Wer Hilfe sucht, kann sich im Landesbüro des WEISSEN RINGS unter der Telefonnummer 030/8337060 melden oder per E-Mail an berlin@weisser-ring.de.

    Die professionell ausgebildeten ehrenamtlichen Opferhelferinnen und Opferhelfer des WEISSEN RINGS sind für alle Betroffenen da und begleiten sie. Der WEISSE RING kann finanzielle Soforthilfe leisten, aber zum Beispiel auch bei der Suche nach psychologischer Unterstützung oder bei der Kommunikation mit Behörden unterstützen.

    Der Landesverband Berlin des WEISSEN RINGS nahm mit einem Infostand am diesjährigen Christopher Street Day teil. „Das wollen wir auch 2027 tun“, erklärt Schmachtenberg.

    Nach Angaben der Polizei hatte ein 21-Jähriger, der offenbar ein Anhänger des sogenannten Islamischen Staates war, am Rande des CSD einen Transporter in eine Menschenmenge gesteuert. Anschließend soll er Passantinnen und Passanten mit einer Machete angegriffen haben. Danach flüchtete er. Eine Frau wurde getötet, 29 weitere Menschen erlitten teils lebensbedrohliche Verletzungen. Bei einem Polizeieinsatz am Sonntagabend, der zu seiner Festnahme führen sollte, wurde der Mann getötet. (Stand: 27. Juli 2026, 10:25 Uhr)

    Der WEISSE RING wurde 1976 in Mainz gegründet als „Gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten e. V.“. Er ist Deutschlands größte Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität. Der Verein unterhält ein Netz von rund 3.000 ehrenamtlichen, professionell ausgebildeten Opferhelfern in bundesweit 400 Außenstellen, beim Opfer-Telefon und in der Onlineberatung. Der WEISSE RING hat rund 100.000 Förderer und ist in 18 Landesverbände gegliedert. Er ist ein sachkundiger und anerkannter Ansprechpartner für Politik, Justiz, Verwaltung, Wissenschaft und Medien in allen Fragen der Opferhilfe. Der Verein finanziert seine Tätigkeit ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und testamentarischen Zuwendungen sowie von Gerichten und Staatsanwaltschaften verhängten Geldbußen. Der WEISSE RING erhält keinerlei staatliche Mittel.

    Pressekontakt:

    WEISSER RING e. V.
    Team Medien & Recherche
    Fon: +49 6131 8303-4000
    E-Mail: presse@weisser-ring.de
    Web: www.wr-magazin.de

    Quelle: WEISSER RING hilft Opfern nach Terroranschlag bei Christopher Street Day in Berlin