Schlagwort: Politik

  • Auswertung interner Dokumente: So unverblümt warb Katherina Reiche in den USA für Interessen der Gas- und Atomwirtschaft

    Auswertung interner Dokumente: So unverblümt warb Katherina Reiche in den USA für Interessen der Gas- und Atomwirtschaft

    Berlin (ots) –

    – Anfrage von Deutscher Umwelthilfe und FragDenStaat legt Terminplan und Gesprächsvorbereitungen von Reiches Lobby-Reise im März in den USA offen
    – Ministerin setzte sich für neue Gaslieferverträge, neue Atomkraftwerke und gegen Methanverordnung ein
    – DUH und FragDenStaat halten Unterlagen für unvollständig und fordern komplette Offenlegung der Lobby-Aktivitäten der Ministerin in den USA

    Interne Dokumente aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) legen offen, dass Ministerin Katherina Reiche bei ihrer Reise zur CERA-Week in Texas einseitig die Interessen der Gas- und Atomwirtschaft vertreten hat. Dies geht aus dem Terminplan der Ministerin sowie aus Dokumenten zur Vorbereitung der Reise hervor, zu denen die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und Transparenz- und Rechercheportal FragDenStaat per Umweltinformationsgesetz (UIG) und Informationsfreiheitsgesetz (IFG) Zugang erhalten haben. Die CERA-Week ist die zentrale Branchenveranstaltung der Gaswirtschaft in den USA und fand im März 2026 statt. Reiche setzte ihre Teilnahme gegen den Rat der eigenen Fachebene durch, nutzte die Konferenz als Bühne für neue US-Gaslieferungen, eine Rückkehr der Atomkraft in Deutschland, Kritik an der EU-Methanverordnung und für eine Annäherung an die US-Energiepolitik. Besonders kritisch ist zudem ihre Darstellung von erneuerbaren Energien als unzureichend und, dass Klimaziele „kein Selbstzweck“ seien.

    Das BMWE hatte zuvor die Beantwortung der UIG-Anfragen monatelang verzögert und die Unterlagen zurückgehalten. Erst nach einer Untätigkeitsklage der DUH hat das BMWE eine Sammlung von Dokumenten zugeschickt. FragDenStaat und DUH kennen insgesamt vier UIG-Anfragen zur CERA-Week, die das BMWE erst nach Monaten mit derselben Dokumentensammlung und teils wortgleichen Bescheiden beantwortet hat. Dennoch verlangte das Ministerium jeweils den Höchstsatz der Bearbeitungsgebühr von 500 Euro. DUH und FragDenStaat vermuten, dass die Unterlagen unvollständig sind. So fehlen für einen Teil der Gespräche aus dem Terminkalender der Ministerin die Unterlagen zur Vorbereitung. Protokolle sind gar nicht offengelegt worden. Beide Organisationen haben deshalb Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt.

    Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Die brisanten Dokumente belegen schwarz auf weiß: Katherina Reiche agiert als Cheflobbyistin der Gas- und Atomwirtschaft. Erneuerbare Energien redet sie schlecht, neue Gasverträge mit Donald Trump treibt sie persönlich voran und wirbt sogar für eine Wiederkehr der Atomkraft. Die Ministerin hat auf dieser Reise aktiv gegen die Energiewende gearbeitet und schadet damit Deutschlands Energieunabhängigkeit. Setzt sie sich mit ihrer Politik durch, droht eine noch größere Abhängigkeit von Trumps Energielieferungen und ein Wiedereinstieg in fossile Energieträger.“

    Joschi Wolf, Klimareferent*in bei FragDenStaat: „Das BMWE verweigert entscheidende Informationen darüber, wer auf die deutsche Klima- und Energiepolitik Einfluss nimmt. Das lässt tief blicken: Die Bundesregierung will de facto Informationsrechte abschaffen und beantwortet schon jetzt Anfragen unvollständig. Obwohl uns allen diese Informationen zustehen, versucht eine Bundesbehörde hier, geltendes Recht zu umgehen. Das Ministerium muss die Unterlagen vollständig freigeben.“

    Die Vorbereitungsunterlagen machen eine klare politische Agenda der Ministerin erkennbar. Reiche sollte in Houston wiederholt dafür werben, dass deutsche Unternehmen an langfristigen Gaslieferverträgen mit US-amerikanischen Exporteuren interessiert seien. Diese Botschaft findet sich unter anderem in den Vorbereitungen für Gespräche mit ExxonMobil, BP und Global Infrastructure Partners. Der Fokus der Ministerin lag zudem auf einer Aufwertung der Atomkraft. In den vorbereiteten Kernbotschaften wird ein Energiemix aus „wind, solar, gas, nuclear, storage, interconnections“ als notwendig dargestellt. Hervorgehoben werden zudem sogenannte Small Modular Reactors (SMR) – eine neue Generation von Atomkraftwerken.

    Aus den Unterlagen geht zudem eine politische Annäherung an die Energiepolitik der US-Regierung hervor. Für ein Gespräch mit dem US-Innenminister beziehungsweise dem National Energy Dominance Council war als Kernbotschaft vorgesehen: „The U.S. and Germany share important approaches in the implementation of their energy policies.“ Erneuerbare Energien hingegen seien nicht allein in der Lage, ein Industrieland wie Deutschland zu versorgen. Deshalb müssten sämtliche Energieoptionen – darunter auch Gas und Atomkraft – verfügbar gehalten werden.

    Links:

    – Link zur Auswertung der BMWE-Dokumente: https://l.duh.de/p260908
    – Link zu den Unterlagen des BMWE: https://ots.de/8JxcPf

    Pressekontakt:

    Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer DUH
    0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de

    Michelle Trimborn, Pressesprecherin FragDenStaat
    0157 75723737, presse@fragdenstaat.de

    DUH-Newsroom:
    030 2400867-20, presse@duh.de

    www.duh.de

    Quelle: Auswertung interner Dokumente: So unverblümt warb Katherina Reiche in den USA für Interessen der Gas- und Atomwirtschaft

  • Die iranische Hauptopposition wählt eine Frau zur neuen Generalsekretärin

    Die iranische Hauptopposition wählt eine Frau zur neuen Generalsekretärin

    Berlin (ots) –

    Von Martin Patzelt*

    Mitten in einer der angespanntesten Phasen der jüngeren iranischen Geschichte hat sich innerhalb der organisierten Opposition eine Entwicklung vollzogen, die auch in Europa größere Aufmerksamkeit verdient. Am 6. September, dem 61. Jahrestag der Gründung der Organisation der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK), wurde Mahnaz Maimanat für eine zweijährige Amtszeit zur neuen Generalsekretärin gewählt.

    Die Wahl erfolgte in drei Stufen unter Beteiligung von Mitgliedern der Organisation in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Schweden, der Schweiz, den Niederlanden und Albanien. In der ersten Runde erhielt Maimanat im Wettbewerb mit zwei weiteren Kandidatinnen 56 Prozent der Stimmen, in der zweiten Runde 85

    Mahnaz Maimanat.jpg Prozent. In der abschließenden Abstimmung wurde sie mit nahezu einhelliger Zustimmung der teilnehmenden Mitglieder gewählt. Maimanat gehört seit vielen Jahren der Führung der Organisation an und war seit 2021 auf der Ebene der Generalsekretärin tätig.

    Der Wandel muss aus dem Iran selbst kommen

    Die Bedeutung dieser Wahl erschöpft sich nicht in einem personellen Wechsel. Iran befindet sich in einer tiefen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krise. Zugleich ist die Sorge der Führung vor neuen Protesten und einem erneuten landesweiten Aufstand unübersehbar. Dass eine der wichtigsten und am stärksten organisierten Oppositionskräfte in dieser Situation ihre Führung neu bestimmt, ist daher ein Signal von Kontinuität – und zugleich von Vorbereitung auf eine neue politische Phase.

    Die politische Linie, die im Zusammenhang mit der Wahl erneut hervorgehoben wurde, folgt einem klaren Grundsatz: Der Wandel im Iran soll aus der iranischen Gesellschaft selbst hervorgehen und nicht Ergebnis einer ausländischen militärischen Intervention sein. Im Mittelpunkt stehen Proteste und Aufstände der Bevölkerung sowie der Ausbau organisierter Widerstandsnetzwerke innerhalb des Landes. Beobachter halten vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Missstände eine neue Phase gesellschaftlicher Erhebungen für zunehmend wahrscheinlich.

    Das fehlende Glied westlicher Iran-Politik

    Diese Perspektive berührt zugleich eine Schwachstelle der westlichen Iran-Debatte. Wir betrachten das Land meist aus zwei Blickwinkeln: auf der einen Seite ein Regime, das wegen seines Atomprogramms, seiner Regionalpolitik und seiner inneren Repression unter Druck gesetzt werden muss; auf der anderen Seite eine unzufriedene Bevölkerung, die immer wieder auf die Straße geht. Eine dritte Frage wird seltener gestellt: Gibt es zwischen gesellschaftlicher Unzufriedenheit und einer politischen Alternative eine organisierte Kraft, die in einer Krise tatsächlich handlungsfähig ist?

    Ich begrüße deshalb ausdrücklich die gemeinsame Initiative der USA, Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens, im Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde auf eine Befassung des UN-Sicherheitsrats mit Irans Verstößen gegen seine nuklearen Verpflichtungen hinzuwirken. Doch diplomatischer, wirtschaftlicher und politischer Druck wird langfristig nur dann strategische Wirkung entfalten, wenn zugleich die Kräfte des Wandels innerhalb Irans in den Mittelpunkt einer schlüssigen Iran-Politik rücken.

    Auch das Verhalten des iranischen Regimes selbst liefert Hinweise darauf, welche Opposition es besonders ernst nimmt. Der Verfassungsschutzbericht 2025 des Hamburger Landesamtes stellt fest, dass das „Hauptaugenmerk“ der nachrichtendienstlichen Aktivitäten des iranischen Geheimdienstministeriums in westlichen Staaten den Volksmojahedin und dem Nationalen Widerstandsrat Iran gilt. Das beweist für sich genommen nichts über das Ausmaß gesellschaftlicher Unterstützung. Es zeigt jedoch, welche oppositionelle Kraft die Führung in Teheran selbst als Bedrohung wahrnimmt.

    Weitere Hinweise kommen aus dem Iran. Die Revolutionsgarden sprachen in diesem Sommer in ihrer Bewertung der Proteste vom Januar von einer „wirksamen und starken Rolle“ der Volksmojahedin – eine bemerkenswerte Feststellung eines Regimes, das seit Jahren eine organisierte Präsenz dieser Bewegung im Land bestreitet. Nur einen Tag vor Bekanntgabe der Wahl Maimanats wurde zudem über Festnahmen berichtet, nachdem Bilder eines Motorrad- und Autokorsos nahe Karaj verbreitet worden waren, bei dem Fahnen der Volksmojahedin gezeigt wurden.

    Das Deutsche Solidaritätskomitee für einen freien Iran und erfahrene Außenpolitiker wie der ehemalige langjährige Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Prof. Horst Teltschik, haben in ihrem Glückwunschschreiben an Mahnaz Maimanat einen wichtigen Grundsatz formuliert: Europa sollte dem iranischen Volk weder eine Führung vorgeben noch von außen über seine künftige Regierung entscheiden. Es sollte jedoch jene Kräfte ernst nehmen und mit ihnen in den Dialog treten, die über ein politisches Programm, eine Organisation, Präsenz im Land und einen nachvollziehbaren Plan für einen demokratischen Übergang verfügen.

    Auch aus einem anderen Grund ist die Wahl einer Frau an die Spitze der Organisation bemerkenswert. Maimanat hat politische Repression persönlich erfahren. Ihre Mutter und zwei ihrer Brüder kamen im Zuge der Verfolgung durch die Islamische Republik ums Leben. Einer ihrer Brüder wurde während des Massakers an politischen Gefangenen im Jahr 1988 hingerichtet.

    Ob die neue Führung den politischen Entwicklungen im Iran tatsächlich zusätzlichen Schwung verleihen kann, wird sich in der Praxis zeigen. Doch eines sollte die europäische Politik schon heute zur Kenntnis nehmen: Wer über die Zukunft Irans spricht, darf nicht nur das Regime und spontane Protestbewegungen betrachten. Zur politischen Realität gehört ein dritter Faktor: organisierter Widerstand und seine Fähigkeit, gesellschaftliche Unzufriedenheit mit einer demokratischen Perspektive zu verbinden.

    * Martin Patzelt (CDU) war von 2013 bis 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages und dort im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe Berichterstatter für Iran.

    Pressekontakt:

    Martin Patzelt
    E-Mail: martin.patzelt.dsfi@gmail.com

    Quelle: Die iranische Hauptopposition wählt eine Frau zur neuen Generalsekretärin

  • SPD will hohe Erbschaften und Vermögen zur Bildungsfinanzierung anzapfen / Präsidium fordert „schrittweise Gebührenfreiheit“ für Kitas – Ruf nach Sprachtests für alle Vierjährigen

    SPD will hohe Erbschaften und Vermögen zur Bildungsfinanzierung anzapfen / Präsidium fordert „schrittweise Gebührenfreiheit“ für Kitas – Ruf nach Sprachtests für alle Vierjährigen

    Osnabrück (ots) –

    Osnabrück. Vor Bekanntgabe der jüngsten Pisa-Ergebnisse an diesem Dienstag fordert die SPD einen höheren Beitrag Vermögender zur Bildungsfinanzierung sowie eine „schrittweise Gebührenfreiheit“ für Kindertagesstätten. „Was für Schule, Ausbildung und Studium gilt, muss auch für den ersten Bildungsort gelten: Der Zugang darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen“, heißt es in einem Präsidiumsbeschluss, der der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz) vorliegt. „Um die Länder zu stärken, die maßgeblich für Bildung zuständig sind, wollen wir millionenschwere Vermögen und sehr große Erbschaften stärker in die Verantwortung nehmen“, so der Beschluss weiter. Konkret gehe es darum, „Privilegien bei der Übertragung sehr großer Vermögen abzubauen und so zusätzliche Einnahmen für bessere Bildung für alle Kinder und Jugendlichen zu schaffen.“

    Das SPD-Präsidium bekräftigte in seinem Beschluss auch die Forderung nach Sprachtests vor dem Grundschulbesuch. „Kein Kind soll ohne die nötigen Grundfertigkeiten in die Schule starten – und keines die Grundschule verlassen, ohne ausreichend sprechen, zuhören, lesen, schreiben und rechnen zu können“, heißt es darin. „Mit vier Jahren muss der Entwicklungsstand aller Kinder festgestellt werden (sprachliche und motorische Fähigkeiten) und wenn nötig eine verpflichtende, verbindliche Förderung im Jahr vor der Schule erfolgen.“ Darauf haben sich Union und SPD auch in ihrem Koalitionsvertrag geeinigt.

    „Bildung beginnt schon bei den ganz Kleinen“, sagte SPD-Co-Chefin und Arbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas zu „noz“. „Gebührenfreiheit ist Bildungspolitik und Kitas sind der erste Bildungsort. Deshalb müssen wir jetzt gemeinsam in gute Kitas investieren, in mehr Plätze, bessere Qualität und schrittweise Gebührenfreiheit.“ Bund, Länder und Kommunen müssten dafür dauerhaft Verantwortung übernehmen. „Und wo zusätzliches Geld für Bildung gebraucht wird, müssen millionenschwere Vermögen stärker zum Gemeinwohl beitragen“. Gebührenfreie Kitas öffneten allen Kindern den Zugang zu früher Bildung und gäben ihnen Rückenwind für ihren weiteren Bildungsweg, sagte die Parteivorsitzende.

    Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, sagte „noz“: „Wir müssen und wollen mehr in Bildung investieren. Die Beitragsfreiheit ist eine echte Entlastung für Familien und führt dazu, dass alle Kinder Zugang zur Kita haben. Sie ist eine wichtige Bildungseinrichtung und trägt zur Chancengleichheit bei.“

    Pressekontakt:

    Neue Osnabrücker Zeitung
    Redaktion

    Telefon: +49(0)541/310 207

    Quelle: SPD will hohe Erbschaften und Vermögen zur Bildungsfinanzierung anzapfen / Präsidium fordert "schrittweise Gebührenfreiheit" für Kitas – Ruf nach Sprachtests für alle Vierjährigen

  • ARD-DeutschlandTREND extra: Zwei Drittel schauen besorgt auf Wahlergebnis von Sachsen-Anhalt

    ARD-DeutschlandTREND extra: Zwei Drittel schauen besorgt auf Wahlergebnis von Sachsen-Anhalt

    Köln (ots) –

    ARD-DeutschlandTREND extra: Zwei Drittel schauen besorgt auf Wahlergebnis von Sachsen-Anhalt

    Jeder zweite Deutsche (51 Prozent) ist der Meinung, die anderen Parteien sollten die AfD bei der politischen Arbeit künftig stärker einbinden. 45 Prozent sehen das anders und meinen, die AfD sollte von den anderen Parteien nicht stärker eingebunden werden. Das hat eine repräsentative Blitzumfrage von infratest dimap unter 1.051 Wahlberechtigten in Deutschland für einen ARD-DeutschlandTREND extra an diesem Montag ergeben.

    Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wurde die AfD am Sonntag mit 43,8 Prozent mit deutlichem Vorsprung stärkste Kraft, verpasste aber eine absolute Mehrheit. Zwei Drittel (64 Prozent) schauen besorgt auf das Ergebnis der Wahl, jeder Vierte (24 Prozent) ist erfreut, die anderen zeigen sich gleichgültig.

    45 Prozent der Deutschen sind der Meinung, nach diesem Ergebnis sollte der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten gewählt werden – neben den AfD-Anhängern sieht das ein gutes Drittel der Unions-Anhänger (36 Prozent) so sowie 18 Prozent der Grünen-Anhänger, 12 Prozent der SPD-Anhänger und 10 Prozent der Linken-Anhänger. Insgesamt knapp jeder Zweite (48 Prozent) ist der Meinung, Ulrich Siegmund sollte nicht zum Ministerpräsidenten gewählt werden.

    Drei Viertel der Wahlberechtigten in Deutschland (76 Prozent) halten einen Denkzettel für die Bundesregierung durch das Wahlergebnis für verdient. 18 Prozent sehen das anders. Fast neun von zehn Deutschen (88 Prozent) sind mit der Arbeit der Bundesregierung aktuell weniger bzw. gar nicht zufrieden; jeder Zehnte (10 Prozent) ist mit ihr zufrieden. Dabei trifft die Unzufriedenheit insbesondere die Kanzlerpartei CDU. 63 Prozent der Unzufriedenen ärgern sich am meisten über die Christdemokraten, 22 Prozent über die SPD und 7 Prozent über die CSU.

    Eine Minderheit von 14 Prozent traut Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu, Deutschland gut durch die anstehenden Aufgaben zu führen. 82 Prozent trauen ihm das nicht zu – neben Mehrheiten anderer Partei-Anhänger auch jeder zweite Unions-Anhänger.

    Mit Blick auf geplante Sozialreformen wünschen sich 13 Prozent der Deutschen, dass die Reformen etwa in den Bereichen Rente und Gesundheit wie geplant umgesetzt werden. Sechs von zehn Wahlberechtigten (59 Prozent) sprechen sich für Korrekturen an den Reformen aus. Gut jeder Fünfte (22 Prozent) ist der Meinung, die Bundesregierung sollte ganz auf die Reformen verzichten.

    Diskussionen gibt es aktuell unter anderem um die so genannte Rente mit 63. Gegenwärtig können Beschäftigte nach 45 Beitragsjahren vorzeitig in Rente gehen, ohne dass sie Abzüge erhalten. Drei Viertel (74 Prozent) finden, das sollte beibehalten werden, auch wenn dafür Rentenbeiträge erhöht werden müssen. 18 Prozent sehen das anders.

    Uneins sind die Deutschen, wessen Positionen sich in der Arbeit der Bundesregierung in den nächsten Monaten stärker durchsetzen sollen: 39 Prozent wünschen sich das von den Positionen der SPD, 33 Prozent von den Positionen der Union.

    Befragungsdaten

    – Grundgesamtheit: Wahlberechtigte ab 18 Jahren in Deutschland
    – Fallzahl: 1.051 Befragte
    – Erhebungszeitraum: 7. September 2026
    – Erhebungsverfahren: Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
    – Schwankungsbreite: 2* bis 3** Prozentpunkte

    * bei einem Anteilswert von 10% ** bei einem Anteilswert von 50%

    Die Fragen im Wortlaut:

    – Wenn Sie an das Wahlergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt denken: Sind Sie über das Wahlergebnis eher erfreut, eher besorgt oder ist Ihnen das gleichgültig?
    – Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit der Bundesregierung?
    – Unzufriedene: Über welche der drei Koalitionsparteien ärgern Sie sich am meisten?
    – Es wird viel über die geplanten Reformen der Bundesregierung diskutiert, bei denen es unter anderem um Rente und Gesundheit geht. Sollte die Bundesregierung die Reformen wie geplant umsetzen, sollte sie Korrekturen an den Reformen vornehmen oder sollte sie ganz auf die Reformen verzichten?
    – Gegenwärtig können Beschäftigte nach 45 Beitragsjahren vorzeitig in Rente gehen, ohne dass sie Abzüge erhalten. Sollte das aus Ihrer Sicht beibehalten werden, auch wenn dafür die Rentenbeiträge erhöht werden müssen?
    – Sollten sich aus Ihrer Sicht in der Bundesregierung in den nächsten Monaten die Positionen der Union stärker durchsetzen oder die Positionen der SPD?
    – Bitte geben Sie zu den folgenden Aussagen an, ob Sie ihnen eher zustimmen oder eher nicht zustimmen.

    1. Die anderen Parteien gehen unfair mit der AfD um.
    2. Ich traue Friedrich Merz zu, Deutschland gut durch die anstehenden Aufgaben zu führen.

    – Die AfD ist aus der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt als stärkste Partei hervorgegangen. Sollte aus Ihrer Sicht der Spitzenkandidat der AfD Ulrich Siegmund dort zum Ministerpräsidenten gewählt werden?
    – Sollten die anderen Parteien die AfD bei der politischen Arbeit künftig stärker einbinden oder nicht?
    – Es wird darüber gesprochen, dass das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt ein Denkzettel für die Bundesregierung sein könnte. Hat die Bundesregierung diesen Denkzettel aus Ihrer Sicht verdient?

    Besuchen Sie auch die WDR-Presselounge: presse.WDR.de

    Pressekontakt:

    WDR Kommunikation
    Tel.: 0221 220 7100
    Email: kommunikation@wdr.de

    Quelle: ARD-DeutschlandTREND extra: Zwei Drittel schauen besorgt auf Wahlergebnis von Sachsen-Anhalt

  • Catarina dos Santos-Wintz zur Ersten Parlamentarischen Geschäftsführerin gewählt / Frederik Bouffier ist neuer Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion

    Catarina dos Santos-Wintz zur Ersten Parlamentarischen Geschäftsführerin gewählt / Frederik Bouffier ist neuer Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion

    Berlin (ots) –

    Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat Catarina dos Santos-Wintz zur neuen Ersten Parlamentarischen Geschäftsführerin gewählt. Die 32-jährige Abgeordnete aus dem Wahlkreis Aachen II erhielt 90,9 Prozent der Stimmen. Zu ihrem Nachfolger als Parlamentarischer Geschäftsführer wählten die Abgeordneten Frederik Bouffier aus dem Wahlkreis Gießen.

    Dos Santos-Wintz folgt auf Steffen Bilger, der Ende Juli das Amt des Bundesverkehrsministers übernommen hat. Die Rechtsanwältin sitzt seit 2021 im Bundestag. Inhaltlich beschäftigt sie sich mit außen- und europapolitischen Themen sowie der Digitalisierung.

    Bouffier, der von Beruf Rechtsanwalt ist, zog 2025 erstmals in den Bundestag ein. Zu seinen Fachgebieten gehören Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie Innen- und Kommunalpolitik.

    Pressekontakt:

    CDU/CSU – Bundestagsfraktion
    Pressestelle
    Telefon: (030) 227-53015
    Fax: (030) 227-56660
    Internet: http://www.cducsu.de
    Email: pressestelle@cducsu.de

    Quelle: Catarina dos Santos-Wintz zur Ersten Parlamentarischen Geschäftsführerin gewählt / Frederik Bouffier ist neuer Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion

  • Berliner CDU-Spitzenkandidat Evers schließt Zusammenarbeit mit AfD aus

    Berliner CDU-Spitzenkandidat Evers schließt Zusammenarbeit mit AfD aus

    Berlin (ots) –

    Der Spitzenkandidat der Berliner CDU für die Abgeordnetenhauswahl, Stefan Evers, hat eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen. Im rbb sagte er, Berlin stehe für Weltoffenheit, Internationalität und einen Zusammenhalt über die Grenzen von Kulturen hinweg. Die AfD wolle genau das zerstören.

    Er werde, so Evers, dafür einstehen, dass es mit der AfD niemals eine Zusammenarbeit gebe.

    Beim Erstarken der AfD und der politischen Ränder generell sei ein Misstrauen gegen die Institutionen zu erleben sowie dagegen, wie Politik gemacht werde. Politisch auszuhandeln, Kompromisse zu finden und in einer Koalition über die Parteigrenzen hinweg die Verständigung zu suchen, all das lehne die AfD ab. Sie richte sich deshalb insgesamt nicht nur gegen einzelne Parteien, sondern gegen die Demokratie.

    Was seine politischen Inhalte angeht, sieht Evers die Randbebauung des Tempelhofer Feldes als eine Priorität. Dort könnten auf landeseigenen Grundstücken günstige Wohnungen errichtet werden. Durch eine Randbebauung des Tempelhofer Feld könnten 50.000 Menschen ein Zuhause finden. Gleichzeitig könne das grüne Herz der Stadt bewahrt werden, auf 200 Hektar Fläche. Das Tempelhofer Feld-Gesetz sei vor mehr als zwölf Jahren beschlossen worden, argumentiert Evers. Seitdem habe sich die Welt verändert, die Wohnungsnot sei real. Er ist daher dafür, das Gesetz im Parlament zu ändern.

    Als Erfolge der schwarz-roten Koalition nannte Evers unter anderem die Bildungs- und die Sicherheitspolitik. So liege die Zahl der Straftaten auf dem niedrigsten Niveau seit zehn Jahren.

    Pressekontakt:

    Rundfunk Berlin-Brandenburg
    Landespolitik Berlin
    Chef/Chefin vom Dienst
    Tel.: 030 979 93-70 250
    Mail: lapo-berlin@rbb-online.de

    Quelle: Berliner CDU-Spitzenkandidat Evers schließt Zusammenarbeit mit AfD aus

  • Amira Mohamed Ali (BSW): „Wir werden Herrn Siegmund nicht wählen“

    Amira Mohamed Ali (BSW): „Wir werden Herrn Siegmund nicht wählen“

    Berlin/Bonn (ots) –

    Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt lehnt die Parteivorsitzende des BSW, Amira Mohamed Ali, eine Wahl des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten ab. Im Interview mit dem Fernsehsender phoenix sagte sie: „Wir werden Herrn Siegmund nicht wählen.“ Man sei zwar offen, mit allen Parteien über Sachfragen zu sprechen, werde aber „keine Koalitionsgespräche führen“, so die BSW-Vorsitzende weiter.

    Durch eine Enthaltung bei einem möglichen dritten Wahlgang bei der Wahl zum Ministerpräsidenten mache sich das BSW nicht zum Steigbügelhalter für die AfD, denn dadurch entstehe „eine Pattsituation“, so die BSW-Vorsitzende. „Das heißt, wenn niemand von der CDU die AfD wählt, wonach es ja im Moment vor allem aussieht, wäre das überhaupt nicht der Fall.“

    Sie sprach sich erneut für einen überparteilich agierenden Ministerpräsidenten aus, der sich in Sachfragen wechselnde Mehrheiten suche. Dies sei immer der Vorschlag des BSW gewesen und „es wird sehr deutlich, wie vernünftig der ist. Und ich hoffe, dass die anderen Parteien ein Einsehen haben und bereit sind mit uns diesen Weg zu gehen“, so Amira Mohamed Ali bei phoenix.

    Das gesamte Interview finde Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=uxu-kefeG5Q

    Pressekontakt:

    phoenix-Kommunikation
    Telefon: 0228 / 9584 192
    kommunikation@phoenix.de
    Twitter.com: phoenix_de

    Quelle: Amira Mohamed Ali (BSW): "Wir werden Herrn Siegmund nicht wählen"

  • Kommentar von „nd.DerTag“ zum Ergebnis der AfD in Sachsen-Anhalt

    Kommentar von „nd.DerTag“ zum Ergebnis der AfD in Sachsen-Anhalt

    Berlin (ots) –

    Für die AfD war die Wahl in Sachsen-Anhalt ein Selbstläufer. Ihr Spitzenkandidat Ulrich Siegmund brauchte nicht viel mehr zu tun, als Feste auf Marktplätzen zu feiern und auf der Simson rumzufahren. Er wurde geradezu als Heilsbringer gefeiert. Allein aufgrund seiner fast jugendlichen Ausstrahlung wirkt er wie ein Antipode zu Friedrich Merz. Der Bundeskanzler konnte der CDU mit seiner motzenden, arroganten Unternehmerhaltung nicht helfen. Bei seinen wenigen Wahlkampfbesuchen in Sachsen-Anhalt wurde er geradezu vor der Öffentlichkeit versteckt – offenbar aus Angst, vor Ort, in Leuna und Quedlinburg, ausgebuht zu werden. Merz ist auch seiner Partei inzwischen zur Belastung geworden. Nachwahlbefragungen zeigen, dass viele Menschen die extreme Rechte aus Protest gegen die Bundespolitik gewählt haben – um einen Denkzettel zu verteilen.

    Längst hat sich in Sachsen-Anhalt eine „Misstrauensgemeinschaft“ gebildet. Der Soziologe Aladin El-Mafaalani prägte den Begriff. Er beschreibt damit den umgreifenden Vertrauensverlust in Institutionen, Medien, Wissenschaft und Gerichte. Die Zweifelnden vernetzen sich über soziale Medien und leben, von Algorithmen unterstützt, mehr und mehr in ihrer eigenen Blase. Ob das, was dort verbreitet wird, wahr ist, spielt dabei nicht unbedingt eine Rolle. Für die AfD sind diese sozialen Netzwerke ein idealer Nährboden. Die Partei ist in Sachsen-Anhalt zum Ventil dieser Menschen geworden.

    Ihr Heilsversprechen beruht darauf, die gute alte Zeit zurückzubringen. Siegmund spricht manchmal nebulös vom „Rückabwickeln“. Der Kurs der Vorgängerregierungen soll korrigiert werden – aber wie, das erklärt die AfD nicht. Im Moment ist die Figur Siegmund nicht viel mehr als ein Hype. Inhaltlich ist so gut wie alles offen und unausformuliert. Nur das Personal, mit dem die AfD antritt, steht fest. Landespolitik unter der AfD wird ein Männerverein sein.

    Auffällig ist das Verhalten des BSW, das als einzige Partei im neuen Magdeburger Landtag auf Tuchfühlung mit der AfD geht und sich trotz vieler inhaltlicher Differenzen punktuell eine Zusammenarbeit mit ihr vorstellen kann. Fatal ist dabei, wie das BSW dabei die rechtsextreme Haltung der Partei verharmlost. Auch Sahra Wagenknecht hat dies kürzlich bei ihrem fernmündlichen Austausch mit dem thüringischen AfD-Chef Björn Höcke getan. Nur demokratisch gewählt zu sein, heißt aber nicht, auch selbst demokratisch zu sein.

    Die AfD hat es derzeit nicht nötig, ihre hässliche, menschenverachtende Fratze zum Vorschein kommen zu lassen – es reicht das Siegerlächeln von Siegmund. Aber Neonazis fühlen sich schon lange vom Höhenflug der AfD ermutigt. Das Landeskriminalamt hat im Mai die Soko „Jurex“ gegründet, die gegen rechtsextreme Jugendgruppen ermittelt, die es auf queere, migrantische und links denkende Menschen abgesehen haben. Deren Treffpunkte sind längst zur Zielscheibe geworden.

    Erst in der vergangenen Woche brannte der Jugendklub „Mood“ in Gardelegen aus. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen, heißt es, doch viele vermuten einen rechten Anschlag dahinter. Wie sich der Wind gedreht hat, zeigt sich auch in einer Nachwahlbefragung der „Zeit“. Eine Frau gab nur preis, sie habe „demokratisch“ gewählt. Mehr wollte sie nicht sagen – aus Angst vor Konsequenzen. Der Stendaler Lehrer Max Heckel hat von der Schulbehörde eine Abmahnung bekommen, weil er sich in der Schule negativ über die AfD geäußert hat und deshalb gemeldet wurde. So wirkt Einschüchterung, so wirkt Faschismus.

    Das BSW will davon nichts wissen. Sein Spitzenkandidat Thomas Schulze regt sich lieber über die Grünen auf, die im Wahlkampf Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen bekommen haben, um den Sprung in den Landtag zu schaffen. Es ist, als hätte er den Kompass verloren – und viele andere Menschen in Sachsen-Anhalt auch.

    Pressekontakt:

    nd.DerTag / nd.DieWoche
    Redaktion

    Telefon: 030/2978-1722

    Quelle: Kommentar von "nd.DerTag" zum Ergebnis der AfD in Sachsen-Anhalt

  • Druck statt Worten

    Druck statt Worten

    Frankfurt (ots) –

    Vollständig nutzlos waren die ergebnislosen Friedensgespräche zwischen den USA und Russland nicht. Das Ende des Krieges ist zwar nach den Treffen kein bisschen näher gerückt. Doch die Menschen in Kiew konnten sich wegen der Waffenruhe während des Besuchs der US-Delegation in der ukrainischen Hauptstadt von den nahezu täglichen russischen Angriffen erholen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump kann behaupten, sich erneut darum bemüht zu haben, den russischen Autokraten Wladimir Putin zum Einlenken zu bringen. Und Putin kann vorgeben, gesprächsbereit zu sein, ohne Zugeständnisse machen zu müssen. Nach diesem Muster hat er bereits einige Gesprächsrunden im Grunde für sich entschieden. Er fühlt sich in der Rolle wohl, alleine über Krieg und Frieden entscheiden zu können. Lediglich Trump könnte dieses Vorgehen durchkreuzen. Doch er will die Sanktionen gegen Russland nicht verschärfen, mit denen er die angeschlagene russische Wirtschaft womöglich entscheidend schwächen würde.

    Pressekontakt:

    Frankfurter Rundschau
    Ressort Politik
    Telefon: 069/2199-3222

    Quelle: Druck statt Worten

  • Druck statt Worten

    Druck statt Worten

    Frankfurt (ots) –

    Vollständig nutzlos waren die ergebnislosen Friedensgespräche zwischen den USA und Russland nicht. Das Ende des Krieges ist zwar nach den Treffen kein bisschen näher gerückt. Doch die Menschen in Kiew konnten sich wegen der Waffenruhe während des Besuchs der US-Delegation in der ukrainischen Hauptstadt von den nahezu täglichen russischen Angriffen erholen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump kann behaupten, sich erneut darum bemüht zu haben, den russischen Autokraten Wladimir Putin zum Einlenken zu bringen. Und Putin kann vorgeben, gesprächsbereit zu sein, ohne Zugeständnisse machen zu müssen. Nach diesem Muster hat er bereits einige Gesprächsrunden im Grunde für sich entschieden. Er fühlt sich in der Rolle wohl, alleine über Krieg und Frieden entscheiden zu können. Lediglich Trump könnte dieses Vorgehen durchkreuzen. Doch er will die Sanktionen gegen Russland nicht verschärfen, mit denen er die angeschlagene russische Wirtschaft womöglich entscheidend schwächen würde.

    Pressekontakt:

    Frankfurter Rundschau
    Ressort Politik
    Telefon: 069/2199-3222

    Quelle: Druck statt Worten