Schlagwort: Nachhaltigkeit

  • Innovation am Bau: Neue Baustoffe zwischen Klimaschutz und Schadenprävention

    Innovation am Bau: Neue Baustoffe zwischen Klimaschutz und Schadenprävention

    Hannover (ots) –

    – VHV-Bauschadenbericht mit Blick auf neue Baustoffe und Weiterentwicklung von Materialien wie Lehm, Holz oder Ziegeln aus Ton
    – Zukunft des Bauens: Materialinnovation als Schlüssel zur CO2-Reduktion
    – Beiträge von 50 Experten rund um Schadenprävention, Innovationen und Bauqualität im Hochbau

    Welche Materialien brauchen wir im Zusammenhang mit Klimawandel und Zukunftsfähigkeit? Und wie kann belastbares Praxiswissen aus Schäden und kluge Schadenprävention dazu beitragen, dass Innovationen am Bau sicher gelingen? Die Antworten darauf liefert der VHV-Bauschadenbericht Hochbau 2025/26. Der siebte Band mit dem Titel „Innovation Material“ gibt einen Einblick in reale Schadenfälle von einer Vielzahl an wegweisenden, neuen Baumaterialien, die

    Abb_06-Aufwand-gemeldete-Schadenfälle.jpg mittlerweile am Bau im Einsatz sind. Darüber hinaus enthält der VHV-Bauschadenbericht Beiträge von Experten rund um verantwortungsbewusstes, nachhaltiges und schadenfreies Bauen.

    Die VHV Allgemeine Versicherung AG hat gemeinsam mit dem Institut für Bauforschung e.V. (IFB) für den Bericht mehr als 130.000 anonymisierte Datensätze aus der gewerblichen Haftpflichtversicherung aus den Jahren 2020 bis 2024 wissenschaftlich ausgewertet und aufbereitet. Aus diesen Daten wurden Schäden aus dem Bereich Hochbau selektiert, die als Grundlage für diesen Bericht dienen. Insgesamt sind es 48.212 Datensätze, die Schäden an Neubauprojekten sowie Sanierungsvorhaben und Umbauten im Bestand abbilden.

    „Unsere Schadenstatistik zeigt, dass Innovation und Schadenrisiko eng zusammenhängen. Bereits in anderem Kontext getestete Materialien verhalten sich auf einer Baustelle manchmal anders als erwartet“, sagt Dr. Sebastian Reddemann, Sprecher des Vorstandes der VHV Allgemeine Versicherung AG. Die VHV Allgemeine setzt deswegen auf sorgfältige Erprobung, Praxisleitfäden und Weiterbildungsangebote für die ausführenden Gewerke sowie auf den ehrlichen Austausch über alles, was funktioniert und was nicht.

    „Mit dem VHV-Bauschadenbericht wollen wir dazu beitragen, über die Ursachen von Schäden aufzuklären. Darüber hinaus schaffen wir durch unser Praxiswissen und unsere Schadenexpertise als Versicherer die Grundlage dafür, dass Innovationen am Bau sicher gelingen und neue Materialien ihr volles Potenzial entfalten können,“ so Dr. Sebastian Reddemann weiter.

    Perspektiven im Baustoffsektor: Die Wiederentdeckung von Materialien

    Die Bauwirtschaft setzt zunehmend auf neue Baustoffe und Materialien – und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und Ressourcenschonung. Zugleich gewinnt die Kreislaufwirtschaft am Bau weiter an Bedeutung. Wer bewährte Werkstoffe intelligent mit modernen Materialien kombiniert, kann Tragfähigkeit, Dauerhaftigkeit, Umweltfreundlichkeit und Anpassungsfähigkeit von Bauwerken gezielt verbessern. So eröffnet etwa die Wiederverwendung von Ziegeln oder der erneute Einsatz vermeintlich veralteter Materialien wie Lehm neue Lösungen für komplexe bautechnische Anforderungen – insbesondere bei Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und bauphysikalischen Eigenschaften.

    Anstieg von Schadenzahlen und Schadenaufwänden im Zeitraum von 2020 bis 2024

    Die Schadenzahlen aus dem Bereich der Berufs- und Betriebshaftpflicht im Zeitraum 2020 bis 2024 steigen nahezu linear an, insgesamt um rund 4,5 Prozent (siehe Abb. 01). Der Anstieg der Schadenfälle spiegelt die baukonjunkturelle Entwicklung in dem Betrachtungszeitraum des aktuellen VHV-Bauschadenberichts wider: In den Jahren 2020 und 2021 stieg das Bauvolumen an, gefolgt von einer pandemiebedingten Auftragsschwäche im Jahr 2022 und zu einem – durch den öffentlichen Hochbau – getragenen Aufschwung im Jahr 2023. Genauso entwickelt sich der Schadenaufwand in dem genannten Betrachtungszeitraum. So ist der Gesamtaufwand für alle in einem Jahr gemeldeten Schadenfälle über den Betrachtungszeitraum 2020 bis 2024 um ein Drittel gestiegen, konkret um 34 Prozent (siehe Abb.06). Auch der durchschnittliche Aufwand je Schadenfall zeigt einen Trend nach oben (siehe Abb.07).

    Über den VHV-Bauschadenbericht

    Der soeben als E-Book erschienene VHV-Bauschadenbericht 2025/26 ist der siebte Band der Bauschadenberichtreihe. Die VHV Allgemeine und das Institut für Bauforschung e.V. (IFB) geben den VHV-Bauschadenbericht seit 2019 gemeinsam heraus. Er erscheint jährlich abwechselnd mit dem Schwerpunkt Hochbau und Tiefbau.

    Hier können Sie den VHV-Bauschadenbericht als E-Book kostenlos herunterladen.

    Hier können Sie die Bauschadenberichte der vergangenen Jahre herunterladen (Reiter „Publikationen“). (https://www.vhv-gruppe.de/newsroom/mediendatenbank)

    Über die VHV Allgemeine Versicherung AG

    Die VHV Allgemeine Versicherung AG ist einer der größten deutschen Kfz-Versicherer und führender Versicherer für die Bauwirtschaft. Als Experte in diesen Märkten bietet die VHV ein umfassendes Produktportfolio in der Schaden- und Unfallversicherung für Privat- und Firmenkunden. Das Unternehmen kann auf über 100 Jahre Erfahrung und Expertise zurückblicken. Die VHV Allgemeine Versicherung AG gehört zur VHV Gruppe, einem modernen Konzern von Experten für Versicherung und Vorsorge.

    Mehr über die VHV Allgemeine Versicherung erfahren Sie unter: www.vhv.de. (http://www.vhv.de)

    Für Informationen zur VHV Gruppe besuchen Sie unseren Newsroom auf www.vhv-gruppe.de/newsroom. (https://www.vhv-gruppe.de/newsroom)

    Über das Institut für Bauforschung

    Das Institut für Bauforschung e.V. (IFB) mit Sitz in Hannover wurde 1946 gegründet. Satzungsgemäße Aufgaben sind die wissenschaftliche Forschung und deren Förderung in den Bereichen Planung im Bauwesen, Baustoffe, Bauarten, Baubetrieb sowie Bauschäden und deren Ursachen. Die Verschmelzung mit dem Institut für Bauschadensforschung e.V. im Jahr 2002 hat die Arbeitsschwerpunkte auf dem Gebiet der Schadenanalyse und Bauqualität im Hoch- und Tiefbau erweitert. Im Auftrag öffentlicher und privater Auftraggeber bearbeitet das Institut umfassende Studien zu aktuellen Problemen des nachhaltigen und qualitätsvollen Planens, Bauens und Nutzens. Im Auftrag bzw. in Zusammenarbeit mit den VHV Versicherungen sind Studien zu Kabel- und Leitungsschäden, zur Risikobewertung von Wärmedämmung, zum Brandschutz im Gebäudebestand und zu Bauschäden durch Klimawandel sowie seit 2018 die in der Fachwelt vielbeachtete Reihe der VHV-Bauschadenberichte entstanden.

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    Pressekontakt:

    Janine Bollhorst
    Unternehmenskommunikation
    T +49.511.907-4807
    E-Mail: jbollhorst@vhv-gruppe.de
    www.vhv-gruppe.de/newsroom
    VHV Holding SE
    VHV-Platz 1
    30177 Hannover

    Quelle: Innovation am Bau: Neue Baustoffe zwischen Klimaschutz und Schadenprävention

  • Verpackungs-Studie: Verbraucher akzeptieren Aufpreise und gezielte Verbote

    Verpackungs-Studie: Verbraucher akzeptieren Aufpreise und gezielte Verbote

    Köln (ots) –

    Die Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Verpackungen steigt wieder – der Preisspielraum bleibt aber begrenzt: Laut der Simon-Kucher Verpackungs-Studie würden drei von fünf Konsumenten für nachhaltige Verpackungen mehr bezahlen. Jüngere zu einem höheren Maße als Ältere. Spannend: Mehr als zwei Drittel halten trotz wirtschaftlicher Belastungen an ihrem Nachhaltigkeitsanspruch fest. Bei der Regulierung überzeugen gezielte Eingriffe: Fast 40 Prozent befürworten Verbote bestimmter Einwegverpackungen.

    – Aufpreisbereitschaft erholt sich: 60 % würden für nachhaltige Verpackungen mehr zahlen
    – Jüngere Verbraucher sind 32 Prozentpunkte häufiger zu Aufpreisen bereit als Ältere
    – Preisspielraum bleibt eng: 30 % würden maximal fünf Prozent Aufpreis auf den Gesamtproduktpreis

    Infografik_Verpackungs-Studie_SimonKucher.jpg zahlen
    – Weniger Material schafft Orientierung: Für 49 % das wichtigste Erkennungsmerkmal
    – 71 % halten trotz wirtschaftlicher Belastungen an nachhaltigen Verpackungen fest
    – 37 % unterstützen Verbote bestimmter Einwegverpackungen

    Nachhaltigkeit gewinnt beim Preis wieder an Boden. 60 Prozent der deutschen Verbraucher akzeptieren grundsätzlich einen Aufpreis für nachhaltigere Produktverpackungen – sechs Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Das zeigt die „Sustainable Product Packaging“-Studie der globalen Strategieberatung Simon-Kucher. Zugleich setzen Verbraucher dem Aufpreis enge Grenzen: 30 Prozent würden höchstens fünf Prozent mehr für nachhaltig verpackte Produkte bezahlen, bezogen auf den Gesamtproduktpreis. „Hersteller sollten die begrenzte Zahlungsbereitschaft nicht vorschnell als Hindernis verstehen“, so

    Daniel_Bornemann.jpg Dr. Daniel Bornemann, Senior Partner bei Simon-Kucher. „Nachhaltigere Verpackungen können den Wert des Gesamtprodukts spürbar erhöhen. Die Mehrkosten bleiben aber häufig überschaubar.“

    „Die Altersgruppen driften auseinander“

    Während die große Mehrheit (83 Prozent) der unter 25-Jährigen bereit ist, mehr zu zahlen, trifft das bei den über 54-Jährigen nur auf etwa jeden Zweiten (51 Prozent) zu. Der Abstand zwischen den Altersgruppen ist damit seit 2025 um 12 Prozentpunkte gestiegen. „Die Altersgruppen driften auseinander – das macht Markenkommunikation und Preisgestaltung für Hersteller deutlich anspruchsvoller“, sagt Mark-Daniel Rentschler, Senior Director bei Simon-Kucher.

    Nachhaltigkeit muss auf den ersten Blick sichtbar sein

    Fast jeder Zweite (49

    Mark-Daniel Rentschler.jpg Prozent) erkennt nachhaltige Verpackungen vor allem an einem möglichst geringen Materialeinsatz. Klar verständliche Recyclinghinweise sind ebenfalls ein zentrales Erkennungsmerkmal. Offizielle Umweltlabels spielen dagegen eine geringere Rolle (26 Prozent). Gleichzeitig können 12 Prozent nachhaltige Verpackungen nach eigener Einschätzung nicht zuverlässig erkennen. „Was Verbraucher nicht sofort erkennen, verpufft“, erklärt dazu Stephanie Sparber, Senior Director bei Simon-Kucher.

    Regulierung ja, aber keine klaren Maßnahmenpräferenzen

    Konsumenten unterstützen politische Maßnahmen gegen Verpackungsmüll grundsätzlich, bevorzugen aber gezielte Eingriffe. Es scheint: Je stärker eine Maßnahme Alltag oder Komfort betrifft, desto zurückhaltender fällt die Akzeptanz aus. Die größte Zustimmung (37 Prozent) erhalten Verbote bestimmter Einwegverpackungen und Vorgaben zur Reduktion von Leerraum (35 Prozent). Deutlich geringer fällt die Zustimmung zur Ausweitung der Pfandpflicht auf weitere Verpackungsarten aus (25 Prozent). Für Sparber ist klar: „Nicht jede Maßnahme überzeugt gleichermaßen. Für Unternehmen kommt es darauf an, regulatorische Anforderungen in Lösungen zu übersetzen, die für Konsumenten nachvollziehbar und alltagstauglich sind.“

    „Preisdruck verschiebt die Prioritäten nicht“

    Inflation, hohe Energiepreise und geopolitische Spannungen führen nicht dazu, dass Konsumenten nachhaltige Verpackungen grundsätzlich aus den Augen verlieren. Für 71 Prozent ist das Thema weiterhin mindestens genauso wichtig wie zuvor. „Der Preisdruck verschiebt die Prioritäten nicht. Hersteller müssen den Mehrwert nachhaltiger Verpackungen so klar vermitteln, dass sie damit auch Unentschlossene überzeugen“, fasst Bornemann zusammen.

    *Über die Studie

    Die repräsentative Studie „Sustainable Product Packaging“ wurde im Mai 2026 zum sechsten Mal von Simon-Kucher in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut YouGov durchgeführt. Befragt wurden 2.108 Konsumenten in Deutschland zu ihren Einstellungen, Erwartungen und Zahlungsbereitschaften rund um nachhaltige Verpackungen.

    Über Simon-Kucher

    Simon-Kucher ist eine globale Unternehmensberatung mit mehr als 2.000 Mitarbeitenden in über 30 Ländern. Unser Fokus: „Unlocking Better Growth“. Wir helfen unseren Kunden, „besser“ zu wachsen, indem wir jeden Aspekt ihrer Unternehmensstrategie optimieren, von Produkten und Preisen bis hin zu Innovation, Digitalisierung, Marketing und Vertrieb. Mit rund 40 Jahren Erfahrung in Monetarisierung und Pricing gelten wir als weltweit führend in den Bereichen Preisberatung und Unternehmenswachstum.

    Für Rückfragen und detaillierte Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

    Alexandra Pook (Communications & Marketing Expert)
    Tel.: +49 15122121412
    Email: alexandra.pook@simon-kucher.com
    simon-kucher.com

    Quelle: Verpackungs-Studie: Verbraucher akzeptieren Aufpreise und gezielte Verbote

  • Pressezitat: Neue EU-Regeln für Fahrzeuge: „Umweltminister Schneider muss Spielräume für mehr Ressourcenschutz, Reparatur und Recycling ausschöpfen“

    Pressezitat: Neue EU-Regeln für Fahrzeuge: „Umweltminister Schneider muss Spielräume für mehr Ressourcenschutz, Reparatur und Recycling ausschöpfen“

    Berlin (ots) –

    Die Bundesregierung muss bei der Umsetzung der EU-Fahrzeugverordnung in nationales Recht Spielräume zur Förderung von Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz in der ressourcenintensiven Automobilbranche nutzen. Dies fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) anlässlich des Inkrafttretens der EU-Fahrzeugverordnung am 13. August. Zwar gibt es erstmals verbindliche Herstellerpflichten für das Design, die Sammlung und das Recycling von Fahrzeugen. Aus DUH-Sicht bleiben wichtige Probleme wie immer größer werdende Autos, die Begrenzung des CO2-Fußabdrucks oder die Sicherstellung guter Reparaturbedingungen jedoch ungelöst.

    Dazu sagt DUH-Kreislaufwirtschaftsexpertin Marieke Hoffmann:

    „Die Fahrzeugindustrie gehört zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftsbereichen. Die neue EU-Fahrzeugverordnung ist ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem ressourcenschonenden Automobilsektor. Doch die Ressourcenprobleme sind noch keineswegs gelöst, daher ist die nationale Umsetzung nun entscheidend. Hersteller übergroßer und besonders ressourcenintensiver Fahrzeuge sollten erhöhte Beiträge zahlen müssen. Neben der Fahrzeuggröße muss für die Höhe der Herstellerbeiträge auch die Reparierbarkeit, der CO2-Fußabdruck und der Einsatz von Recyclingmaterialien berücksichtigt werden. Weiterhin ungelöst ist zudem das Problem, dass viele Altfahrzeuge nicht in offiziellen Demontagebetrieben ankommen. Stattdessen werden diese illegal ohne Einhaltung von Umweltauflagen ausgeschlachtet. Wir fordern, dass Autobesitzende ihre Fahrzeuge nur abmelden dürfen, wenn sie eine legale Demontage, einen Diebstahl oder einen Weiterverkauf nachweisen können. Umweltminister Carsten Schneider muss die nationalen Spielräume jetzt konsequent nutzen.“

    Die DUH fordert des Weiteren ein Recht für Verbraucher, sich bei der Reparatur ihres Fahrzeugs auch für gebrauchte Ersatzteile entscheiden zu können. Werkstätten sollten wie bereits in Frankreich verpflichtet werden, diese Option anzubieten. Gebrauchte Ersatzteile haben deutliche Umweltvorteile gegenüber neuproduzierten Teilen und stellen zudem die langfristige Reparierbarkeit des Fahrzeuges sicher.

    Hintergrund:

    Die EU-Fahrzeugverordnung tritt am 13. August 2026 in Kraft und gilt überwiegend ab dem 1. September 2028. Bis dahin müssen die Mitgliedstaaten die notwendigen nationalen Regelungen und Vollzugsstrukturen schaffen.

    Pressekontakt:

    Marieke Hoffmann, Senior Expert Kreislaufwirtschaft
    030 2400867-467 , hoffmann@duh.de

    DUH-Newsroom:
    030 2400867-20, presse@duh.de

    www.duh.de

    Quelle: Pressezitat: Neue EU-Regeln für Fahrzeuge: "Umweltminister Schneider muss Spielräume für mehr Ressourcenschutz, Reparatur und Recycling ausschöpfen"

  • Eiweiß vom Acker, Stickstoff aus der Luft

    Eiweiß vom Acker, Stickstoff aus der Luft

    Berlin (ots) –

    Sojabohnen, Körnererbsen, Ackerbohnen und Süßlupinen besitzen eine Fähigkeit, die andere Kulturpflanzen nicht haben: Mithilfe von Bakterien können sie Stickstoff aus der Bodenluft für ihr Wachstum und die Ertragsbildung nutzbar machen. Mineralische Stickstoffdüngung wird dadurch überflüssig. Das macht sie zu interessanten Kulturen für eine ressourcenschonendere und resiliente Landwirtschaft.

    Stickstoff ist für das Wachstum von Pflanzen unverzichtbar. Getreide und fast alle anderen Kulturpflanzen müssen deshalb mit pflanzenverfügbaren Stickstoffverbindungen gedüngt werden. Bei Sojabohnen, Körnererbsen, Ackerbohnen und Süßlupinen aus der Pflanzenfamilie der Leguminosen funktioniert die Versorgung anders: Die auch als Hülsenfrüchte bezeichneten Pflanzen gehen mit ihren Wurzeln eine Symbiose mit spezialisierten Bodenbakterien

    PB_Duenger.jpg ein. Dadurch können sie atmosphärischen Stickstoff aus der Bodenluft erschließen und kommen beim Anbau ohne zusätzlichen Stickstoffdünger aus.

    Diese Fähigkeit ist nicht nur eine biologische Besonderheit. Sie ist auch landwirtschaftlich relevant. Die Herstellung mineralischer Stickstoffdünger benötigt viel Energie und ist mit Treibhausgasemissionen verbunden. Wo Kulturen ihren Stickstoffbedarf auf natürlichem Weg decken, kann daher der Einsatz energieintensiv und treibhausgasrelevant hergestellter Betriebsmittel sinken.

    Zugleich liefern die reifen Samen der Hülsenfrüchte pflanzliches Protein. Die vier Kulturen verbinden damit zwei Anforderungen, die für die Landwirtschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen: die effiziente Nutzung von Ressourcen und die Erzeugung proteinreicher Lebensmittel.

    Eine Symbiose im Wurzelraum

    Möglich wird die besondere Stickstoffversorgung durch sogenannte Rhizobien. Diese Bodenbakterien bilden kleine Knöllchen an den Wurzeln der Pflanzen. Darin wandeln sie atmosphärischen Stickstoff aus der Bodenluft in mineralische Stickstoffverbindungen um, die von den Pflanzenwurzeln weitertransportiert und für den Aufbau von Eiweiß und anderen pflanzlichen Substanzen genutzt werden können.

    Die Pflanzen stellen den Bakterien im Gegenzug energiereiche Kohlenstoffverbindungen zur Verfügung, die sie durch die Fotosynthese in den grünen Pflanzenteilen erzeugen. Pflanze und Mikroorganismus profitieren somit voneinander: Die Bakterien erhalten Energie, die Pflanze Zugang zu einer Stickstoffquelle, die sie allein nicht erschließen könnte.

    Wie gut diese Symbiose funktioniert, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören die Kulturart, die im Boden vorhandenen Bakterienstämme, das Angebot an frei verfügbarem Mineralstickstoff und die Witterung. Bei der Sojabohne und auch beim ersten Anbau von Süßlupinen ist es beispielsweise notwendig, das Saatgut vor der Aussaat mit geeigneten Rhizobien zu impfen, da in Deutschland oder Österreich die benötigten Bakterien im Boden nicht oder nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind.

    „Hülsenfrüchte zeigen, wie sich die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel mit einem extensiveren Einsatz von Betriebsmitteln verbinden lässt. Ihre besondere Form der Stickstoffversorgung macht sie zu wichtigen Kulturen für eine resiliente Landwirtschaft“, sagt Stephan Arens, Geschäftsführer der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP).

    Mehr als der Verzicht auf Stickstoffdünger

    Der Nutzen der Hülsenfrüchte endet nicht mit ihrer eigenen Ernte. Ihre Wurzeln und Erntereste verbleiben auf dem Acker und werden dort von Bodenorganismen abgebaut. Dabei gelangen organische Substanz und Nährstoffe zurück in den Boden. Auch die nachfolgende Kultur kann von den Wirkungen der Leguminosen profitieren und braucht so selbst weniger Stickstoffdüngung.

    Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt unter anderem von der angebauten Art, dem Ertrag, der Menge der Erntereste und der weiteren Bewirtschaftung ab. Pauschale Aussagen über die Höhe einer bestimmten Düngewirkung sind deshalb nicht möglich. Unbestritten ist jedoch, dass Körnerleguminosen als Bestandteil der Fruchtfolge eine wichtige und besondere Funktion übernehmen.

    Denn mit Ackerbohnen, Körnererbsen, Süßlupinen oder Sojabohnen kommt eine zusätzliche Pflanzenfamilie auf den Acker. Der Wechsel zwischen unterschiedlichen Kulturen kann dazu beitragen, einseitige Fruchtfolgen aufzulockern und die Vermehrung spezialisierter Krankheitserreger und Schädlinge zu begrenzen. Voraussetzung dafür sind ausreichend lange Anbaupausen, denn auch Leguminosen können von artspezifischen Krankheiten und Schädlingen betroffen sein.

    Die Wurzelsysteme der vier Kulturen unterscheiden sich deutlich. Während einige Arten tiefere Bodenschichten erschließen, konzentrieren sich andere stärker auf den oberen Wurzelraum. Gemeinsam ist ihnen, dass sie die biologische Aktivität im Boden fördern und zur Vielfalt innerhalb landwirtschaftlicher Fruchtfolgen beitragen können.

    Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für die Forschung (REA) wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können dafür verantwortlich gemacht werden.

    Über „DIE VIER VON HIER!“:

    „DIE VIER VON HIER! Körnerleguminosen aus Europa für eine nachhaltige Ernährung“ ist eine Absatzförderkampagne, die von der Europäischen Union finanziert wird mit den Zielen, Wissen über europäische Körnerleguminosen zu vermitteln, deren Image zu verbessern und damit Verhaltensänderungen bei den Konsumentinnen und Konsumenten hin zu einer ausgewogenen und nachhaltigen Ernährung anzustoßen. Diese Kampagne wird von der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. von Februar 2024 bis Januar 2027 in Deutschland und Österreich durchgeführt.

    Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP):

    Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

    Aktuelle Ernährungsempfehlungen zu Körnerleguminosen (Hülsenfrüchte):

    Deutschland: https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/gut-essen-und-trinken/dge-ernaehrungskreis

    Österreich: https://www.oege.at/wissenschaft/10-ernaehrungsregeln-der-oege/

    Pressekontakt:

    Anja Gründer
    Kampagnenbüro DIE VIER VON HIER!
    c/o WPR COMMUNICATION GmbH & Co. KG
    Schulstr. 25
    53757 St. Augustin
    Tel. 02241 / 23 40 7-0
    E-Mail: gruender@wprc.de

    Quelle: Eiweiß vom Acker, Stickstoff aus der Luft

  • EU-Verpackungsverordnung startet: Nachhaltigkeit wirksam und vernünftig gestalten

    EU-Verpackungsverordnung startet: Nachhaltigkeit wirksam und vernünftig gestalten

    Berlin (ots) –

    Pharma Deutschland unterstützt die Ziele der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) und fordert verlässliche, praxistaugliche Rahmenbedingungen für die Arzneimittelversorgung in Deutschland.

    Ab dem 12. August gelten neue Anforderungen an Verpackungen und Verpackungsabfälle in der gesamten Europäischen Union. Pharma Deutschland begrüßt das Ziel der europäischen Verpackungsverordnung (PPWR), Verpackungsabfälle zu verringern, Ressourcen zu schonen und den europäischen Verpackungsmarkt nachhaltiger zu gestalten.

    „Effizient, sicher und damit auch nachhaltig zu produzieren, ist eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Pharmaunternehmen. Deshalb steht die Branche auch beim Thema Verpackungen zu ihrer Verantwortung und setzt die neuen Anforderungen mit großem Engagement um. Allerdings macht es die schiere Anzahl der unterschiedlichen Anforderungen der Branche derzeit nicht leicht, unter solchen Bedingungen unternehmerisch zu agieren. Auf europäische Vorgaben wie die PPWR treffen national immer neue kostentreibende und bürokratische Eingriffe. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vor wenigen Wochen war nur die Spitze des Eisbergs. Wer Versorgungssicherheit, Innovation und Produktion in Deutschland will, darf die Branche nicht gleichzeitig mit einer Flut zusätzlicher Regulierung überziehen“, sagt Elmar Kroth, stellvertretender Hauptgeschäftsführer von Pharma Deutschland.

    Pharma Deutschland begleitet seine Mitgliedsunternehmen bereits seit Monaten intensiv bei der Umsetzung der PPWR. Eine Gruppe verbandsinterner Expertinnen und Experten unterstützt den Umsetzungsprozess der Verpackungsverordnung und gibt wichtige Orientierung, insbesondere zu den branchenspezifischen Fragestellungen. Allein 2025 und 2026 hat Pharma Deutschland mehrere Webinare zur PPWR mit insgesamt mehr als 600 Teilnehmenden durchgeführt.

    Die PPWR trat am 11. Februar 2025 in Kraft und ist ab dem 12. August 2026 anzuwenden. Sie sieht unter anderem Vorgaben zur Recyclingfähigkeit, zu Rezyklatanteilen in Kunststoffverpackungen und zur Verringerung übermäßiger Verpackung vor; weitere Durchführungs- und Konkretisierungsakte sind noch in Vorbereitung. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz gilt seit dem 30. Juli 2026; für die pharmazeutische Industrie enthält es unter anderem einen zusätzlichen unbefristeten Herstellerabschlag von 8,5 Prozent, insgesamt 15,5 Prozent.

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    Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400 Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die Patientinnen und Patienten bereit. Unter www.pharmadeutschland.de gibt es mehr Informationen zu Pharma Deutschland.

    Ihre Ansprechpartner in der Pressestelle von Pharma Deutschland:

    Hannes Hönemann
    Leiter Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    T. +49 171 5618203
    hoenemann@pharmadeutschland.de

    Anna Frederike Gutzeit
    CvD Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    T. +49 170 4548014
    gutzeit@pharmadeutschland.de

    Geschäftsstelle Berlin
    Pharma Deutschland e.V.
    Friedrichstraße 134
    10117 Berlin

    Geschäftsstelle Bonn
    Pharma Deutschland e.V.
    Ubierstraße 71-73
    53173 Bonn

    Geschäftsstelle Brüssel
    Pharma Deutschland e.V.
    Rue Marie de Bourgogne 58
    1000 Brüssel

    www.pharmadeutschland.de
    LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/pharmadeutschland/

    Quelle: EU-Verpackungsverordnung startet: Nachhaltigkeit wirksam und vernünftig gestalten

  • Vom Lieblingsfisch zur Fischvielfalt / Warum mehr Arten auf dem Teller Bestände entlasten und Ernährung und Genuss bereichern können

    Vom Lieblingsfisch zur Fischvielfalt / Warum mehr Arten auf dem Teller Bestände entlasten und Ernährung und Genuss bereichern können

    Hamburg (ots) –

    Nachhaltigkeit, Gesundheit und Genuss sprechen für mehr Vielfalt beim Fischverzehr. Das Fisch-Informationszentrum (FIZ) zeigt, warum es sich lohnt, beim Einkauf und auf dem Teller über die bekannten Klassiker hinauszudenken. Denn die Welt von Fisch und Seafood ist größer, vielfältiger und spannender, als es viele Speisepläne vermuten lassen.

    Lachs, Thunfisch, Kabeljau, Garnelen: Einige wenige Arten prägen das Bild, das Verbraucherinnen und Verbraucher von Fisch und Seafood haben. Dabei ist deren Vielfalt enorm – und sie kennt geografisch kaum Grenzen: von heimischen Flüssen und Seen über Nord- und Ostsee hinaus in den Atlantik und bis in die Weiten des Pazifiks.

    iStock-542331706.jpg Dazu kommen Muscheln, Krebstiere und andere Meeresfrüchte. Das Spektrum der Artenvielfalt, Aromen und Zubereitungsmöglichkeiten ist einzigartig.

    „Fischvielfalt ist mehr als Abwechslung auf dem Teller. Sie ist ein wichtiger Baustein für eine zukunftsfähige Fischversorgung – ökologisch, ernährungsphysiologisch und kulinarisch“, sagt Julia Steinberg-Böthig, Referentin beim Fisch-Informationszentrum, Ernährungswissenschaftlerin und angehende Fischsommelière. „Wer immer wieder dieselben wenigen Arten kauft, konzentriert die Nachfrage. Wer verschiedene Arten und Herkünfte entdeckt, nutzt dagegen die vorhandene Vielfalt und eröffnet sich gleichzeitig neue kulinarische Möglichkeiten.“

    Nachhaltigkeit: Vielfalt verteilt den Druck auf die Bestände

    Nicht jeder Fischbestand steht gleichermaßen unter Druck. Bestände unterscheiden sich nach Region, Art und Fangmethode – deshalb gibt es auch nicht den einen pauschal „nachhaltigen Fisch“. Entscheidend ist, welche Art aus welchem Bestand beziehungsweise aus welcher Produktion auf dem Teller landet.

    Mehr Vielfalt beim Fischkonsum kann dazu beitragen, die Nachfrage auf unterschiedliche Arten und Herkünfte zu verteilen. Neben bekannten Arten lohnt der Blick auf Arten aus gut bewirtschafteten Beständen sowie auf saisonal und regional verfügbare Fische. Eine weitere Säule ist die Aquakultur: Verantwortungsvoll erzeugter Fisch aus Aquakultur kann den Wildfang ergänzen und dazu beitragen, die Versorgung mit Fisch und Seafood auf mehrere Säulen zu stellen.

    „Nachhaltigkeit beginnt auch mit der Frage: Muss es eigentlich immer dieselbe Fischart sein?“, sagt Steinberg-Böthig. „Wenn wir die Vielfalt der verfügbaren Arten und Produktionsformen stärker nutzen, kann sich die Nachfrage breiter aufstellen. Das schafft mehr Spielraum für eine vielfältige und zukunftsfähige Fischversorgung.“

    Ob Wildfang oder Aquakultur: Nachhaltigkeit lässt sich nicht allein an der Produktionsform festmachen. Bei Wildfisch entscheiden unter anderem Zustand und Entwicklung des Bestands sowie die Art und Weise, wie er befischt wird. Bei Aquakultur spielen beispielsweise Haltungssystem, Futter, Herkunft und Ressourceneinsatz eine Rolle. Das FIZ macht diese Zusammenhänge verständlich und schafft Orientierung für eine informierte Kaufentscheidung.

    Gesundheit: Fisch liefert mehr als Protein

    Fisch ist ernährungsphysiologisch weit mehr als ein klassischer Proteinlieferant. Er ist ein wasserreiches Lebensmittel mit hochwertigem Protein und einer besonderen Kombination aus Makro- und Mikronährstoffen. Sein Protein enthält alle essenziellen Aminosäuren und ist gut verdaulich. Gleichzeitig liefert Fisch – abhängig von Art und Fettgehalt – unterschiedliche Mengen an langkettigen Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, Jod, Vitamin B12 und Selen. Die Nährstoffe liegen dabei in einer Lebensmittelmatrix vor, die der Körper gut verdauen und verwerten kann. Je nach Art und Fettgehalt unterscheidet sich die Zusammensetzung deutlich – und genau darin liegt ein weiterer Vorteil der Vielfalt.

    „Fisch ist ernährungsphysiologisch kein einfaches ‚Fleisch aus dem Wasser‘. Er ist eine komplexe Lebensmittelmatrix, in der hochwertiges Protein, Fett und Mikronährstoffe zusammenkommen und vieles davon kann der Körper gut verwerten“, erklärt die Ernährungswissenschaftlerin. „Gerade die Vielfalt ist dabei ein Vorteil: Unterschiedliche Arten bringen unterschiedliche Nährstoffprofile mit. Wer variiert, erweitert also auch das Spektrum der aufgenommenen Nährstoffe.“

    Fettfische wie Hering, Makrele oder Sardine liefern beispielsweise relevante Mengen der langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Magerfische wie Kabeljau oder Zander punkten dagegen mit hochwertigem Protein bei geringem Fettgehalt. Je nach Art kommen außerdem Vitamin D, Jod, Vitamin B12 und Selen hinzu.

    Für die Ernährung bedeutet das: Nicht die eine „beste“ Fischart ist entscheidend, sondern Abwechslung. Fett- und Magerfische, Süß- und Salzwasserarten sowie Seafood können sich auf dem Speiseplan sinnvoll ergänzen.

    Genuss: Kaum ein Lebensmittel bietet so viel Abwechslung

    Und dann ist da noch der vielleicht schönste Grund für mehr Fischvielfalt: Fisch und Seafood können kulinarisch beinahe alles. Zartes Filet oder kräftiger Räucherfisch, roh als Sashimi, gebeizt oder mariniert, gedämpft, gebraten, gegrillt oder frittiert. Kaum ein anderes tierisches Lebensmittel bringt eine solche kulinarische Bandbreite auf den Teller.

    Die Vielfalt beginnt bei den Fischen selbst: von Aal bis Zander, von Hering und Makrele über Kabeljau und Schellfisch bis zu Forelle, Saibling und heimischen Raubfischen. Dazu kommen die Vertreter der marinen Welt: von Auster bis Seeigel, von Garnele bis Hummer, von Miesmuschel bis Tintenfisch.

    „Wer sagt, er mag keinen Fisch, meint oft nur: Er mag bestimmte Fischarten oder bestimmte Zubereitungen nicht. Die Welt von Fisch und Seafood ist so groß, dass es sich lohnt, weiterzuprobieren“, sagt Steinberg-Böthig. „Ein milder Zander hat mit einem würzigen Matjes sensorisch so wenig gemeinsam wie eine Auster mit einer Garnele. Unterschiedliche Arten bringen ganz eigene Aromen, Texturen und Zubereitungsmöglichkeiten mit. Fisch ist kein Einheitsgeschmack.“

    Gerade darin liegt eine große Chance: Fisch muss nicht immer das klassische gebratene Filet sein. Aus Räucherfisch werden Aufstriche, aus Haut und Abschnitten aromatische Fonds. Muscheln und Krustentiere bringen maritime Aromen in Pasta- und Reisgerichte, und auch weniger bekannte Arten können kulinarisch überraschen.

    Vielfalt macht den Unterschied

    Mehr Vielfalt beim Fischverzehr bedeutet nicht, möglichst viele Arten auf einmal zu essen. Es geht um einen bewussteren Blick auf das gesamte Angebot – und um die Bereitschaft, neben den bekannten Favoriten auch andere Arten und Seafood-Produkte kennenzulernen.

    „Die Zukunft des Fischkonsums liegt nicht darin, immer mehr vom Gleichen zu essen. Sie liegt darin, die ganze Vielfalt zu nutzen, die uns Fisch und Seafood bieten“, fasst Julia Steinberg-Böthig zusammen. „Mehr Vielfalt kann die Fischversorgung breiter aufstellen, bringt unterschiedliche Nährstoffprofile zusammen und macht vor allem den Speiseplan spannender.“

    Ob heimischer Süßwasserfisch, verantwortungsvoll bewirtschafteter Wildfang, verantwortungsvoll erzeugter Aquakulturfisch oder Muscheln und Krebstiere: Vielfalt schafft Auswahl. Und Auswahl schafft Möglichkeiten.

    Für Verbraucherinnen und Verbraucher lautet die vielleicht einfachste Empfehlung: öfter Fisch, aber nicht immer denselben. Denn zwischen Aal und Zander, Auster und Seeigel liegt eine kulinarische Welt, die es zu entdecken lohnt.

    Pressekontakt:

    Fisch-Informationszentrum (FIZ) e.V.
    Dipl. oec. troph. Julia Steinberg-Böthig
    Große Elbstraße 133
    D-22767 Hamburg
    Tel. 040 / 389 25 97
    Mobil: 0151 420 360 58
    Mail: jboethig@fischinfo.de
    Web: www.fischinfo.de

    Quelle: Vom Lieblingsfisch zur Fischvielfalt / Warum mehr Arten auf dem Teller Bestände entlasten und Ernährung und Genuss bereichern können

  • Erste nachhaltige Luftrettungsstation eingeweiht

    Erste nachhaltige Luftrettungsstation eingeweiht

    München (ots) –

    – Neubau in der Westpfalz eine der größten Vergaben im Rettungsdienst
    – 25 Jahre Versorgungssicherheit für schnelle Hilfe aus der Luft
    – Vorreiterprojekt mit effizienter Energienutzung und Ressourcenschonung
    – Eröffnungsfeier in Rockenhausen/Dörnbach mit Staatssekretär Dirk Herber
    – ADAC Luftrettung verantwortlich für Bau, Planung und Finanzierung

    (ADAC Luftrettung gGmbH) Die gemeinnützige ADAC Luftrettung hat im rheinland-pfälzischen Rockenhausen/Dörnbach die erste nachhaltige Luftrettungsstation gebaut und erfolgreich in Betrieb genommen. Am heutigen Montag wurde die neue Heimat des ADAC Rettungshubschraubers „Christoph 66“ feierlich eingeweiht – im Beisein von Staatssekretär Dirk Herber aus dem Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr, sowie Landrat

    image000053_easyots.jpg Rainer Guth und Stadtbürgermeister Michael Vettermann. Mit dem Neubau, der wegen seiner effizienten Energienutzung und Ressourcenschonung von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifiziert wurde, ist die Versorgung mit schneller Hilfe aus der Luft bis ins Jahr 2048 gesichert – für die Menschen in der Region und darüber hinaus.

    „Die Finanzierung solcher Projekte wird für gemeinnützige Organisationen wie die ADAC Luftrettung indes immer schwieriger“, kritisierte Geschäftsführer Frédéric Bruder. Der Sparkurs des Bundesgesundheitsministeriums mit einem starren Kostendeckel sorge für eine dauerhafte Unterfinanzierung der Luftrettung und gefährde so die Notfallversorgung insgesamt. „Wir erwarten, dass der Gesetzgeber bei der Reform der Notfallversorgung

    pv-anlage doernbach easyots.jpg im Herbst eine Öffnungsklausel für die medizinische Notfallrettung schafft“, forderte Bruder.

    Vorgaben und Standortfaktoren konsequent einbezogen

    Planung und Umsetzung des Neubaus in Dörnbach waren fester Bestandteil einer europaweiten Ausschreibung des rheinland-pfälzischen Innenministeriums für den Luftrettungsstandort Westpfalz im Juni 2022, die ein Nachhaltigkeits- und energetisches Konzept vorschrieb. Mit einer Stationierung über einen Zeitraum von 25 Jahren handelte es sich insgesamt um eine der bundesweit größten Vergaben im Luftrettungsdienst. Die ADAC Luftrettung überzeugte das Gremium mit ihrem Konzept und setzte das schlüsselfertige Projekt in weniger als zwei Jahren um. Dabei wurde eng mit lokalen Partnern zusammengearbeitet, es wurden Bauunternehmen aus der Region

    img_gruppenfoto_7230 easyots.jpg beauftragt und Empfehlungen der örtlichen Feuerwehr im Brandschutzkonzept berücksichtigt.

    Die Station wurde mit Blick auf die lange Laufzeit mit einem Doppelhangar geplant. So kann mit einem zweiten Rettungshubschrauber bei Bedarf die Kapazität erhöht und auf Großschadensereignisse wie Naturkatastrophen schnell reagiert werden. Stationsgebäude und Hangar wurden in Holzbauweise gefertigt und Kunststoffe vermieden. Im Erdgeschoss befinden sich je ein Medizin- und Desinfektionsraum für die tägliche Arbeit der Crews sowie zwei Büroräume. Im Obergeschoß gibt es einen Schulungsraum für bis zu 30 Personen und zehn Ruheräume mit erhöhtem Schallschutz für Pausen zwischen den Einsätzen.

    Nachhaltigkeitskonzept

    Ein Gründach schützt vor extremen Temperaturen und sorgt mit einem Regenwassertank für schonenden Wasserverbrauch. Beheizt wird das Gebäude über eine Wärmepumpe mit geothermischer Unterstützung. Eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher ermöglicht eine Eigenstromversorgung von bis zu 75 Prozent. Bei einem Stromausfall kann die Station mit eigenen Aggregaten weiterbetrieben werden. All das macht die Station – zusammen mit Ausgleichmaßnahmen wie großzügigen Brachflächen und Streuobstwiesen – zu einem Vorreiterprojekt für eine effiziente Energienutzung und Ressourcenschonung.

    Mit dem neuen Luftrettungsstandort wertet die ADAC Luftrettung die regionale Rettungsdienstinfrastruktur entscheidend auf. „Christoph 66“ ist der einzige notarztbesetzte Rettungshubschrauber mit Rettungswinde in Rheinland-Pfalz und besonders im ländlichen Raum oft das einzige Rettungsmittel, das Menschen in Notsituationen eine Notärztin oder -arzt zuführen und wenn nötig in ein Krankenhaus bringen kann.

    Crew und Einsatzgebiet

    In Dörnbach sind drei Piloten der ADAC Luftrettung und ebenso viele Notfallsanitäter mit Zusatzqualifikation Winde (TC HHO) beschäftigt. 15 Notärztinnen und -ärzte von der Uniklinik Homburg und dem Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern komplettieren den Personalstamm. Das Einsatzgebiet umfasst die Stadt und den Landkreis Kaiserlautern, die Landkreise Kusel und Birkenfeld sowie den Donnersbergkreis. Für Patientenverlegungen wird der Helikopter in ganz Rheinland-Pfalz eingesetzt. Außerdem fungiert er als offizieller Intensivtransporthubschrauber des Saarlandes.

    Der tägliche Rettungsbetrieb beginnt mit Sonnenaufgang (frühestens 7 Uhr) und dauert bis zum Sonnenuntergang. Alarmiert wird „Christoph 66“ von der Rettungsleitstelle Kaiserslautern. Der hochmoderne Hubschrauber des Typs H145 ist der leiseste seiner Leistungsklasse. Bei Bedarf könnte „Christoph 66“ in Zukunft auch in der Dämmerung oder Dunkelheit Einsätze übernehmen. Im vergangenen Jahr wurden die Crews 1530-mal alarmiert, 112 davon waren Einsätze mit der Rettungswinde. Seit seiner Stationierung in der Westpfalz im Jahr 2019 – zunächst in Eßweiler im Landkreis Kusel und ab 2021 in Imsweiler im Donnersbergkreis, flog der ADAC Rettungshubschrauber mehr als 11.000 Einsätze.

    Über die ADAC Luftrettung gGmbH

    Mit 37 Stationen und bis heute mehr als 1,3 Millionen Einsätzen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2023 gibt es die ADAC Telenotarzt gGmbH. Sie ist eine innovative Tochtergesellschaft der ADAC Luftrettung und hat sich auf die Bereitstellung von telemedizinischen Notarztdiensten spezialisiert. Die Crews der ADAC Luftrettung werden trainiert von der ADAC HEMS Academy GmbH. Die Wartung und technische Bereitstellung erfolgt über die ADAC Heliservice GmbH. Die ADAC Luftrettung ist ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

    Pressekontakt:

    Jochen Oesterle
    i.A. ADAC Luftrettung gGmbH
    T +49 89 76 76 34 74
    medien@adac.de
    www.presse.adac.de

    Quelle: Erste nachhaltige Luftrettungsstation eingeweiht

  • Entspannter schlafen durch kluges Sparen / Finanzexpertin Astrid Zehbe und Too Good To Go verraten 6 praktische Tipps, wie Sparen zu mehr Lebensqualität führt

    Entspannter schlafen durch kluges Sparen / Finanzexpertin Astrid Zehbe und Too Good To Go verraten 6 praktische Tipps, wie Sparen zu mehr Lebensqualität führt

    Berlin (ots) –

    Wer regelmäßig spart, schläft nachts ruhiger – das belegt nun eine Studie der Universität Bristol.(1) Die Ergebnisse zeigen: Schon kleine, routinierte Ersparnisse im Alltag mindern Stress spürbar und fördern die mentale Erholung. Damit ist das Retten von Lebensmitteln via App mehr als nur ein praktischer Budgettrick und für Nutzer*innen von Too Good To Go wird der bewusste Umgang mit Geld zum direkten Boost für die eigene Lebensqualität.

    Gerade in Zeiten von anhaltender Inflation in Deutschland (2) werden Apps, mit denen Nutzer*innen bares Geld sparen können, immer wichtiger. Wer zum Beispiel zweimal pro Woche eine Überraschungstüte mit Too Good To Go rettet, spart durchschnittlich pro Monat mehr als 50 Euro und jährlich rund 630 Euro. Damit schafft man finanziellen Spielraum für die guten Dinge im Leben, wie Reisen, Erlebnisse, Feiertage und reduziert gleichzeitig Stress in unsicheren Zeiten.“Finanzielles Wohlbefinden beginnt nicht erst mit einem großen Vermögen. Viel wichtiger ist das Gefühl, die eigenen Finanzen im Griff zu haben, auf unerwartete Ausgaben vorbereitet zu sein und für die Zukunft vorzusorgen. Diese Sicherheit nimmt Druck aus dem Alltag und macht es leichter, finanzielle Entscheidungen selbstbestimmt zu treffen“, erklärt Astrid Zehbe, Finanzexpertin, Autorin und Mitgründerin der Frauenfinanzplattform finanzielle.

    Praxisnaher Rat von Expertin Astrid Zehbe

    Astrid Zehbe liefert alltagstaugliche, umsetzbare Tipps, wie Konsument*innen ihre Ausgaben strukturieren können, um gezielt Budget für Erlebnisse und Rücklagen freizusetzen. „Sparen muss weder kompliziert sein noch ständigen Verzicht bedeuten. Im Alltag fließt häufig Geld in Dinge, die kaum genutzt werden oder keinen echten Mehrwert bieten. Wer die eigenen Konsumgewohnheiten hinterfragt und sein Geld gezielt einsetzt, verhindert, dass es unbemerkt in vielen kleinen Ausgaben versickert. Stattdessen steht es für das zur Verfügung, was das eigene Leben wirklich bereichert – heute, aber auch mit Blick auf die Zukunft.“

    6 praktische Spartipps

    – Digitale Sparhelfer nutzen: Vergleichsportale, Cashback-Angebote oder Apps wie Too Good To Go helfen dabei, bei alltäglichen Ausgaben gezielt zu sparen und überlegtere Kaufentscheidungen zu treffen. Wichtig: Ein Rabatt lohnt sich nur, wenn der Kauf ohnehin geplant war.
    – Fixkosten einmal im Jahr prüfen: Strom, Internet, Mobilfunk, Versicherungen und Kontogebühren regelmäßig vergleichen. Schon wenige Vertragswechsel können über das Jahr hinweg mehrere Hundert Euro sparen.
    – Mit Budgets arbeiten: Für Restaurantbesuche, Shopping oder Freizeitaktivitäten einen festen Betrag einplanen, der ohne schlechtes Gewissen ausgegeben werden darf. So bleibt Raum zum Genießen, während gleichzeitig Geld gespart oder investiert wird.
    – Sparen wie eine feste Rechnung behandeln: Direkt nach dem Gehaltseingang wird per Dauerauftrag ein festgelegter Betrag auf ein separates Tagesgeldkonto oder in einen Sparplan überwiesen. So wird nicht nur das gespart, was am Monatsende zufällig übrig bleibt.
    – Konsumfreie Tage einführen: An ein oder zwei Tagen pro Woche bewusst nichts kaufen – auch nicht nebenbei online. Das schärft den Blick dafür, welche Ausgaben wirklich notwendig sind.
    – Leihen, tauschen oder gebraucht kaufen: Werkzeuge, Kinderkleidung, Bücher oder besondere Outfits müssen nicht immer neu gekauft werden. Secondhand-Plattformen, Leihangebote und Tauschbörsen sparen Geld und Ressourcen.

    Finanzielle Gelassenheit durch kleine Schritte

    Jede Überraschungstüte und jedes gerettete Paket von Too Good To Go ist damit nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch ein einfacher Weg, um den Kopf frei von Geldsorgen zu bekommen. Diese sichtbaren Einsparungen bei alltäglichen Ausgaben geben Nutzer*innen das Gefühl von Kontrolle und Sicherheit zurück – ein entscheidender Faktor für das mentale Wohlbefinden. Wer im Kleinen routiniert spart, schafft sich die nötige Freiheit für einen entspannten Alltag, eine höhere Lebensqualität und damit auch besseren Schlaf.

    Aktuelles Bildmaterial zu Too Good To Go finden Sie hier (https://haebmau.filecamp.com/s/o/ALyS5CT00ifhYh2P).

    (1) Evans, Jamie; Davies, Sara: Understanding the role of savings in promoting positive wellbeing. Bristol: Personal Finance Research Centre, University of Bristol, 2024. URL: https://www.bristol.ac.uk/media-library/sites/geography/pfrc/documents/Understanding%20the%20role%20of%20savings%20in%20promoting%20positive%20wellbeing.pdf [Zugriff: 04.08.2026]

    (2) (aktuell +2,8%) Statistisches Bundesamt: Verbraucherpreisindex und Inflationsrate. URL: https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/_inhalt.html [Zugriff: 04.08.2026]

    Über Astrid Zehbe

    Astrid Zehbe ist Finanzexpertin, Autorin und seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus zu Hause. Als Mitgründerin der Frauenfinanz-Marke finanzielle begleitet die studierte Betriebswirtin Frauen dabei, ihre Finanzen selbstbestimmt in die Hand zu nehmen und Schritt für Schritt finanzielle Unabhängigkeit aufzubauen. Mit ihrer Arbeit, ihren Workshops und Vorträgen macht sie komplexe Geldthemen verständlich und alltagsnah – mit einem klaren Ziel: Frauen zu mehr Sicherheit, Klarheit und Selbstvertrauen im Umgang mit Geld zu verhelfen.

    Über Too Good To Go Deutschland

    Too Good To Go ist ein Social Impact Unternehmen mit B-Corp-Zertifikat, das mit unterschiedlichen Lösungen gegen Lebensmittelverschwendung vorgeht. Mit über 19 Millionen registrierten Nutzer*innen und rund 26.000 Partnerbetrieben konnten über die Too Good To Go-App in Deutschland bereits mehr als 85 Millionen Überraschungstüten von Bäckereien, Supermärkten und Gastronomiebetrieben gerettet werden. Das dänische Unternehmen mit Hauptsitz in Kopenhagen ist in 20 Ländern in Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik-Raum aktiv, zählt weltweit über 150 Millionen registrierte Nutzer*innen und arbeitet mit 200.000 Partnerbetrieben zusammen. Seit dem Start im Jahr 2016 hat Too Good To Go weltweit über 600 Millionen Mahlzeiten gerettet. Laut Project Drawdown (2020) ist die Reduzierung von Lebensmittelverlusten eine der wirksamsten Maßnahmen, um Treibhausgasemissionen zu senken.

    Die Too Good To Go-App ist zum Download im App Store (https://apps.apple.com/ch/app/too-good-to-go/id1060683933) oder bei Google Play (https://play.google.com/store/apps/details?id=com.app.tgtg&hl=de&pli=1) erhältlich.

    Weitere Informationen auf www.toogoodtogo.de (https://www.toogoodtogo.com/de/)

    Pressekontakt:

    Julia Nikschick
    Pressesprecherin Too Good To Go DACH
    E-Mail: presse@toogoodtogo.de | Mobil: +49 151 566 31 584

    Daniela Beron, haebmau AG
    E-Mail: toogoodtogo@haebmau.de
    Mobil: +49 170 5614 578

    Quelle: Entspannter schlafen durch kluges Sparen / Finanzexpertin Astrid Zehbe und Too Good To Go verraten 6 praktische Tipps, wie Sparen zu mehr Lebensqualität führt

  • Deutsche Futtermittelwirtschaft macht Soja-Lieferketten sichtbar / DVT veröffentlicht ersten Sachstandsbericht zu Soja

    Deutsche Futtermittelwirtschaft macht Soja-Lieferketten sichtbar / DVT veröffentlicht ersten Sachstandsbericht zu Soja

    Bonn (ots) –

    Die deutsche Futtermittelwirtschaft hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte bei der nachhaltigen Beschaffung des Rohstoffs Soja erzielt. Der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) fasst diese Entwicklung erstmals in seinem Soja-Sachstandsbericht zusammen. Der Bericht dokumentiert, wie die deutsche Futtermittelindustrie ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und gesellschaftliche Erwartungen als Prinzipien der Nachhaltigkeit in einem dauerhaften Prozess miteinander verbindet. Dr. Hermann-Josef Baaken, Sprecher der Geschäftsführung des DVT, erläutert: „Soja ist aufgrund seiner Eigenschaften ein zentraler Baustein in der Fütterung von Schweinen, Geflügel und Rindern. Ein Beispiel ist der nachweisliche Bezug von Soja aus entwaldungsfreien Regionen.“

    Der Bericht macht deutlich, dass

    Futter-Fokus_Soja-Sachstandsbericht 2026_Cover.jpg der ökologische Fußabdruck von Soja weniger von seinem Herkunftsland als vielmehr von den jeweiligen Produktionsbedingungen, Lieferketten und Landnutzungshistorien abhängt. Moderne, räumlich differenzierte Ansätze ermöglichen heute eine präzisere Bewertung als pauschale Durchschnittswerte. Neben der Erläuterung der generellen Handelskettenmodelle zur Rückverfolgung der Lieferströme gibt der DVT auch einen Ausblick auf mögliche Weiterentwicklungen, um die Anforderungen mit den Realitäten globaler Rohstoffmärkte in Einklang zu bringen.

    Von der Zertifikatslogik zur Warenverfolgung

    Nachhaltig, entwaldungsfrei erzeugte Sojaprodukte sind heute fest in den Lieferketten der deutschen Mischfutterhersteller verankert. Bei den DVT-Mitgliedern gewannen gemäß der Umfrage zum Jahr 2025 die Handelskettenmodelle, mit denen die Transparenz und Rückverfolgbarkeit der Lieferketten möglich ist, in den vergangenen Jahren an Bedeutung.

    Die Einführung des verpflichtenden Zusatzmoduls QS SojaPlus hat dazu beigetragen, dass Marktteilnehmer bewusster wahrnehmen, woher Soja stammt und über welche Handelskettenmodelle dies abgesichert wird. Baaken: „Die Anforderungen an dokumentierte Herkunftsnachweise, Nachhaltigkeitskriterien und transparente Warenströme haben die praktische Beschäftigung mit unterschiedlichen Chain-of-Custody-Modellen spürbar intensiviert. Konnten 2023 vor Einführung des Zusatzmoduls nur 35 Prozent aller Teilnehmer eine Angabe zu den verwendeten Modellen machen, so waren es 2024 und 2025 bereits 88 Prozent“.

    Die Nutzung der Handelskettenmodelle variiert je nach Herkunft und Produktsegment. Dies steht insbesondere im Zusammenhang mit der Verfügbarkeit entsprechender Warenströme, der Infrastruktur entlang der Lieferkette sowie den jeweiligen Marktanforderungen. „Grundsätzlich gibt es immer Zielkonflikte zwischen Marktwirkung, Kosten, Rückverfolgbarkeit und tatsächlicher Nachhaltigkeitswirkung. Eine ausschließliche Fokussierung auf eines der Lieferkettenmodelle greift zu kurz“, so Baaken. „Weitere Analysen in der Futtermittelindustrie ergaben, dass heute bereits rund 90 Prozent des eingesetzten Sojaschrots in Deutschland – egal aus welcher Region der Welt es kommt – aus entwaldungsfreien Gebieten gemäß der in der EUDR-Verordnung festgelegten Frist stammt.“

    Blick nach vorn

    Die Anforderungen an nachhaltige Futtermittel und transparente Lieferketten steigen in den kommenden Jahren weiter. Nationale und europäische Regelungen, steigende Erwartungen des Handels sowie ein wachsendes gesellschaftliches Bewusstsein für Klima- und Ressourcenschutz treiben die Weiterentwicklung nachhaltiger Rohstoffstrategien voran.

    Dr. Hermann-Josef Baaken resümiert: „Die Branche hat langfristig für die Rohstoffbeschaffung mit eigenen Leitlinien und der Zusammenarbeit mit den Beteiligten in der Wertschöpfungskette wichtige Grundlagen geschaffen, um den Einsatz nachhaltig erzeugter Eiweißfuttermittel kontinuierlich auszubauen. Sie tragen dazu bei, einheitliche und akzeptierte Anforderungen zu etablieren, Transparenz in Lieferketten zu stärken sowie praktikable Lösungen für die Futtermittelwirtschaft umzusetzen und sind eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Nutztierfütterung und die Nachhaltigkeitsberichterstattung.“

    Zahlen und Fakten

    Nach aktuellen Daten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) decken heimische Futtermittel rund 88 Prozent des Rohproteinbedarfs für die Tierernährung, die restlichen zwölf Prozent stammen vor allem aus proteinreichen Rohstoffen wie Soja. Die Sojabohne ist wegen ihres Ölgehaltes (rund 20 Prozent) und hohen Proteingehaltes des Schrots für die Human- und Tierernährung gleichermaßen wertvoll. Das Sojaschrot hat je nach Herkunft einen Eiweißgehalt von 43 bis 49 Prozent. Im Wirtschaftsjahr 2024/25 stammten laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) beim Import nach Deutschland von den insgesamt 2,4 Mio. Tonnen Sojabohnen 1,7 Mio. Tonnen aus den USA und 0,2 Mio. Tonnen aus der Ukraine. Darüber hinaus wurden insgesamt 1,6 Mio. Tonnen Sojaschrot in Deutschland importiert, davon entfielen 1,2 Mio. Tonnen auf Südamerika und 0,3 Mio. Tonnen auf Indien.

    Weitere Informationen

    Der Soja-Sachstandsbericht steht ab sofort auf der DVT-Website zum Download bereit:

    Futter-Fokus Soja – Sachstandsbericht 2026 (https://www.dvtiernahrung.de/fileadmin/redaktion/Publikationen/DVT-20260804-Sojabericht_komplett.pdf)

    Pressekontakt:

    Deutscher Verband Tiernahrung e. V. (DVT)
    Mark Jungbluth | Pressesprecher

    Beueler Bahnhofsplatz 18 | 53225 Bonn
    Telefon: +49 228 97568-23 | mobil: +49 178 6387828 |
    jungbluth@dvtiernahrung.de | www.dvtiernahrung.de
    | linkedin.com/company/dv-tiernahrung | tinyurl.com/DVT-Youtube

    Quelle: Deutsche Futtermittelwirtschaft macht Soja-Lieferketten sichtbar / DVT veröffentlicht ersten Sachstandsbericht zu Soja

  • Nachhaltigkeit schafft Wettbewerbsvorteile

    Nachhaltigkeit schafft Wettbewerbsvorteile

    Hamburg (ots) –

    Warum Innovation, Resilienz und wirtschaftlicher Erfolg zusammengehören

    Von Boris Maschmann, CEO Smurfit Westrock DACH

    Unternehmen stehen heute unter steigendem Kostendruck, volatilen Märkten, neuen regulatorischen Anforderungen und zunehmend komplexen Lieferketten. Wer Verantwortung für Einkauf, Produktion, Logistik, Vertrieb oder ganze Unternehmen trägt, erlebt diese Realität jeden Tag.

    Warum gelingt es manchen Unternehmen dennoch, auch unter diesen Bedingungen erfolgreich zu bleiben, während andere vor allem damit beschäftigt sind, auf die nächste Herausforderung zu reagieren?

    Smurfit Westrock (https://www.smurfitwestrock.de/) wurde kürzlich in die Forbes Global 2000 aufgenommen und zählt laut TIME Magazine zu den nachhaltigsten produzierenden Unternehmen weltweit. Gleichzeitig unterstreichen die Auszeichnungen unserer

    Nachhaltigkeit schafft Wettbewerbsvorteile 16-9.jpg Innovationen mit dem Deutschen Verpackungspreis in diesem Jahr sowie in den drei vorangegangenen Jahren die Konstanz und Stärke unserer Innovationskraft.

    Die Auszeichnungen betrachten unterschiedliche Aspekte unseres Geschäfts: wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Innovationskraft. Dennoch kommen sie zu einer ähnlichen Erkenntnis: Nachhaltigkeit, Innovation und wirtschaftlicher Erfolg lassen sich nicht voneinander trennen.

    Nachhaltigkeit ist längst weit mehr als ein Unternehmensziel oder eine regulatorische Anforderung. Richtig verstanden wird sie zu einem Treiber für Innovation. Sie fordert Unternehmen heraus, bestehende Prozesse, Materialien und Lieferketten neu zu denken. Genau dort entstehen häufig die Lösungen, die Kosten senken, Ressourcen schonen und gleichzeitig Wettbewerbsvorteile schaffen.

    Durch unsere breite Marktpräsenz und die Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Kunden erkennen wir Herausforderungen, die sich über Branchen und Märkte hinweg wiederholen. Daraus entstehen Lösungen, die nicht nur einzelne Verpackungen verbessern, sondern ganze Liefer- und Handelsketten effizienter machen.

    Was als gezielte Optimierung eines Verpackungsdesigns beginnt, kann den Materialeinsatz reduzieren, Transportkapazitäten verbessern, CO2-Emissionen senken und erhebliche wirtschaftliche Einsparungen ermöglichen. Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit sind dabei keine Gegensätze, sondern verstärken sich gegenseitig.

    Genau diesen Ansatz verfolgen wir mit unserem Anspruch, Verpackungen und Lieferketten ganzheitlich zu betrachten. Kreislauffähige Lösungen, materialeffizientes Design und die Optimierung logistischer Prozesse helfen Unternehmen dabei, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

    Dass Innovationen aus unserer DACH-Region innerhalb von zwei Jahren bereits mehrfach mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet wurden, ist deshalb kein Zufall. Es ist das Ergebnis enger Kundenpartnerschaften, technischer Kompetenz und der Überzeugung, dass nachhaltige Lösungen den größten Mehrwert schaffen, wenn sie zugleich wirtschaftlich erfolgreich sind.

    Ich bin überzeugt: Die Unternehmen der Zukunft werden diejenigen sein, die Innovation, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit nicht als Gegensätze verstehen. Wer nachhaltiges Handeln konsequent in Geschäftsmodelle, Produkte und Prozesse integriert, stärkt nicht nur seine ökologische Verantwortung, sondern auch seine Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit.

    Oder, um es einfach auszudrücken: Nachhaltiges Wirtschaften ist gutes Wirtschaften.

    Pressekontakt:

    Industrie-Contact AG für Öffentlichkeitsarbeit
    Hanna Lücking
    Tel. 040 899 666 12
    hanna.luecking@industrie-contact.com

    Quelle: Nachhaltigkeit schafft Wettbewerbsvorteile