Schlagwort: Luftverkehr

  • Verhalten auf Flugreisen: Essen, Handyvideos und Maniküren sorgen über den Wolken für Ärger

    Verhalten auf Flugreisen: Essen, Handyvideos und Maniküren sorgen über den Wolken für Ärger

    Amsterdam, Niederlande (ots) –

    Stark riechendes Essen, Videos ohne Kopfhörer und Selfie-Aktionen am Fenster: Für viele Flugreisende bedeuten nicht erst mögliche Flugverspätungen Stress, sondern auch das Verhalten der Mitreisenden an Bord stellt im schlimmsten Fall eine nervliche Belastung dar. Das zeigt eine neue Umfrage* im Auftrag von Booking.com unter 1.000 Deutschen, die im vergangenen Jahr international geflogen sind.

    Größter Aufreger ist demnach Essen mit intensivem Geruch oder hoher Kleckergefahr: 40 Prozent der Befragten nennen mitgebrachte Speisen als besonders störend. Bei den konkreten Geruchsquellen liegen Käse und Aufschnitt (46 Prozent) vor knoblauchhaltigen Speisen (42 Prozent). Auch Fisch- oder Leberwurstbrote (30 Prozent), Döner

    BookingPlaneHRFinals-13 (1).jpg oder Currywurst (27 Prozent) und hartgekochte Eier (16 Prozent) werden häufig als unangenehm empfunden.

    Knapp dahinter folgt der Kampf um das perfekte Fensterfoto: 39 Prozent ärgern sich über Menschen, die sich zum Fotografieren oder Filmen über andere Passagiere lehnen oder ihnen zu nahe kommen. Fast jeder dritte Befragte (32 Prozent) stört sich an Videos oder Musik, die ohne Kopfhörer abgespielt werden.

    Privates Verhalten trifft auf geteilten Raum

    Die Studie verweist auf einen grundlegenden Konflikt in der Flugkabine: 43 Prozent der Befragten finden, dass es sich manche Reisende in 10.000 Metern Höhe zu bequem machen. Gleichzeitig gibt fast die Hälfte (49 Prozent) an, sich an Bord ähnlich zu verhalten wie zu Hause.

    Das zeigt sich auch in neuen Formen digitaler Rücksichtslosigkeit. 26 Prozent möchten nicht ungefragt in Fotos oder Social-Media-Videos anderer auftauchen. Ebenso viele stören sich an Maniküren, Nägelschneiden oder -feilen an Bord sowie an barfüßigen Mitreisenden. 23 Prozent nervt es, wenn Passagiere den Gang nutzen, um Schritt- oder Fitnessziele zu erreichen; ebenfalls 23 Prozent kritisieren TikTok- und Social-Media-Aufnahmen während des Fluges.

    Mehr als ein Drittel der Befragten (34 Prozent) sagt, Fliegen sei durch soziale Medien und Streaming störender geworden. 53 Prozent sprechen sich deshalb für strengere Regeln der Fluggesellschaften zur Nutzung von Social Media und Technologie aus. Besonders häufig genannt werden Videos oder Musik ohne Kopfhörer sowie das Filmen und Fotografieren anderer Passagiere ohne deren Einwilligung. 68 Prozent würden zudem spezielle Ruhebereiche auf Flügen begrüßen.

    „Die Art und Weise, wie wir fliegen, verändert sich“, so Norman Ladig, Regional Manager D-A-CH bei Booking.com. „Dinge, die Menschen auf Flügen stören könnten, beschränken sich nicht mehr nur auf Mitreisende, die ihren Sitz zurücklehnen oder gleich nach der Landung aufspringen und den Gang blockieren – es gibt eine ganze Reihe neuer ungeschriebener Regeln, die das heutige Fliegen prägen. Bei Booking.com ist es unser Ziel, jeden Aspekt einer Reise einfacher zu gestalten, und wir hoffen, dass die Erkenntnisse aus der Umfrage sowie die Tipps unserer Expertin dazu beitragen, das Bewusstsein für einen rücksichtsvollen Umgang miteinander zu stärken. Denn oft sind es schon kleine Gesten der Rücksichtnahme, die für alle zu einem entspannten Flugerlebnis beitragen.“

    Die zehn größten Ärgernisse an Bord

    1. Stark riechendes oder kleckeranfälliges Essen mitbringen (40 Prozent)
    2. Sich für Fotos oder Videos über andere lehnen bzw. ihnen zu nahe kommen (39 Prozent)
    3. Videos ansehen oder Musik hören ohne Kopfhörer (32 Prozent)
    4. Ungefragt in Social-Media-Fotos oder -Videos anderer auftauchen (26 Prozent)
    5. Nägel lackieren, schneiden oder feilen (26 Prozent)
    6. Barfuß durch die Kabine gehen (26 Prozent)
    7. Den Gang für Schritt- oder Fitnessziele auf und ab laufen (23 Prozent)
    8. TikToks oder Social-Media-Inhalte während des Flugs aufnehmen (23 Prozent)
    9. Zahnseide benutzen (18 Prozent)
    10. Dehn- oder Yogaübungen im Gang oder Kabinenbereich machen (17 Prozent)

    Viele würden Störungen direkt ansprechen

    Bei Konflikten setzen die meisten auf direkte, aber höfliche Ansprache: 49 Prozent würden einen störenden Mitreisenden darauf hinweisen. 14 Prozent würden das Verhalten stillschweigend hinnehmen. Rund jeder Zehnte (11 Prozent) reagiert nach eigener Aussage eher nonverbal – etwa mit einem missbilligenden Blick, hörbarem Seufzen oder Schnalzen.

    Als Generation mit den schlechtesten Manieren an Bord wird am häufigsten die Gen Z genannt (27 Prozent). Auffällig: Die jüngsten Befragten urteilen selbst besonders streng über ihre Altersgruppe. 34 Prozent der Gen Z sehen die eigenen Reihen als größte Knigge-Sünder. Bei den Babyboomern sagt hingegen fast die Hälfte (48 Prozent), keine Generation falle im Flugzeug besonders negativ auf.

    „Fliegen ist ein gemeinschaftliches Erlebnis – auch dann, wenn Menschen Komfort und Privatsphäre suchen“, sagt Benimm-Expertin Carolin Lüdemann. „Die Kabine ist kein persönliches Wohnzimmer. Kleine Rücksichten können viel bewirken: Kopfhörer nutzen, Nachbarn nicht ungefragt filmen, stark riechende Speisen vermeiden und Bewegungsübungen auf das Terminal verlegen.“

    Die Expertin rät dazu, auf Flugreisen grundsätzlich mehr Rücksicht auf die Mitreisenden zu nehmen. Zwar ist das Fliegen ein Teil der individuellen Reiseerfahrung, spielt sich aber in einem geteilten Raum ab, in dem unausgesprochene Regeln gelten. Die Mitreisenden um sich herum bei Unsicherheit ehrlich zu fragen, ob etwas für sie in Ordnung ist, ist oft schon alles, was es braucht, so Lüdemann.

    Methodik:

    * Die Online-Umfrage wurde vom 5. bis 9. Juni 2026 von Opinium durchgeführt. Stichprobe: 1.000 erwachsene Deutsche ab 18 Jahren, die im vergangenen Jahr einen internationalen Flug unternommen haben.

    Pressekontakt:

    Weitere Informationen erhalten Sie vom Pressebüro von Booking.com in
    Deutschland
    Ketchum GmbH | Blumenstraße 28 | 80331 München, Germany
    Tel: +49 89 59042 – 1120
    E-Mail: Booking.com-presse@ketchum.de,
    Newsroom: https://news.booking.com/de/

    Quelle: Verhalten auf Flugreisen: Essen, Handyvideos und Maniküren sorgen über den Wolken für Ärger

  • Erste nachhaltige Luftrettungsstation eingeweiht

    Erste nachhaltige Luftrettungsstation eingeweiht

    München (ots) –

    – Neubau in der Westpfalz eine der größten Vergaben im Rettungsdienst
    – 25 Jahre Versorgungssicherheit für schnelle Hilfe aus der Luft
    – Vorreiterprojekt mit effizienter Energienutzung und Ressourcenschonung
    – Eröffnungsfeier in Rockenhausen/Dörnbach mit Staatssekretär Dirk Herber
    – ADAC Luftrettung verantwortlich für Bau, Planung und Finanzierung

    (ADAC Luftrettung gGmbH) Die gemeinnützige ADAC Luftrettung hat im rheinland-pfälzischen Rockenhausen/Dörnbach die erste nachhaltige Luftrettungsstation gebaut und erfolgreich in Betrieb genommen. Am heutigen Montag wurde die neue Heimat des ADAC Rettungshubschraubers „Christoph 66“ feierlich eingeweiht – im Beisein von Staatssekretär Dirk Herber aus dem Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr, sowie Landrat

    image000053_easyots.jpg Rainer Guth und Stadtbürgermeister Michael Vettermann. Mit dem Neubau, der wegen seiner effizienten Energienutzung und Ressourcenschonung von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifiziert wurde, ist die Versorgung mit schneller Hilfe aus der Luft bis ins Jahr 2048 gesichert – für die Menschen in der Region und darüber hinaus.

    „Die Finanzierung solcher Projekte wird für gemeinnützige Organisationen wie die ADAC Luftrettung indes immer schwieriger“, kritisierte Geschäftsführer Frédéric Bruder. Der Sparkurs des Bundesgesundheitsministeriums mit einem starren Kostendeckel sorge für eine dauerhafte Unterfinanzierung der Luftrettung und gefährde so die Notfallversorgung insgesamt. „Wir erwarten, dass der Gesetzgeber bei der Reform der Notfallversorgung

    pv-anlage doernbach easyots.jpg im Herbst eine Öffnungsklausel für die medizinische Notfallrettung schafft“, forderte Bruder.

    Vorgaben und Standortfaktoren konsequent einbezogen

    Planung und Umsetzung des Neubaus in Dörnbach waren fester Bestandteil einer europaweiten Ausschreibung des rheinland-pfälzischen Innenministeriums für den Luftrettungsstandort Westpfalz im Juni 2022, die ein Nachhaltigkeits- und energetisches Konzept vorschrieb. Mit einer Stationierung über einen Zeitraum von 25 Jahren handelte es sich insgesamt um eine der bundesweit größten Vergaben im Luftrettungsdienst. Die ADAC Luftrettung überzeugte das Gremium mit ihrem Konzept und setzte das schlüsselfertige Projekt in weniger als zwei Jahren um. Dabei wurde eng mit lokalen Partnern zusammengearbeitet, es wurden Bauunternehmen aus der Region

    img_gruppenfoto_7230 easyots.jpg beauftragt und Empfehlungen der örtlichen Feuerwehr im Brandschutzkonzept berücksichtigt.

    Die Station wurde mit Blick auf die lange Laufzeit mit einem Doppelhangar geplant. So kann mit einem zweiten Rettungshubschrauber bei Bedarf die Kapazität erhöht und auf Großschadensereignisse wie Naturkatastrophen schnell reagiert werden. Stationsgebäude und Hangar wurden in Holzbauweise gefertigt und Kunststoffe vermieden. Im Erdgeschoss befinden sich je ein Medizin- und Desinfektionsraum für die tägliche Arbeit der Crews sowie zwei Büroräume. Im Obergeschoß gibt es einen Schulungsraum für bis zu 30 Personen und zehn Ruheräume mit erhöhtem Schallschutz für Pausen zwischen den Einsätzen.

    Nachhaltigkeitskonzept

    Ein Gründach schützt vor extremen Temperaturen und sorgt mit einem Regenwassertank für schonenden Wasserverbrauch. Beheizt wird das Gebäude über eine Wärmepumpe mit geothermischer Unterstützung. Eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher ermöglicht eine Eigenstromversorgung von bis zu 75 Prozent. Bei einem Stromausfall kann die Station mit eigenen Aggregaten weiterbetrieben werden. All das macht die Station – zusammen mit Ausgleichmaßnahmen wie großzügigen Brachflächen und Streuobstwiesen – zu einem Vorreiterprojekt für eine effiziente Energienutzung und Ressourcenschonung.

    Mit dem neuen Luftrettungsstandort wertet die ADAC Luftrettung die regionale Rettungsdienstinfrastruktur entscheidend auf. „Christoph 66“ ist der einzige notarztbesetzte Rettungshubschrauber mit Rettungswinde in Rheinland-Pfalz und besonders im ländlichen Raum oft das einzige Rettungsmittel, das Menschen in Notsituationen eine Notärztin oder -arzt zuführen und wenn nötig in ein Krankenhaus bringen kann.

    Crew und Einsatzgebiet

    In Dörnbach sind drei Piloten der ADAC Luftrettung und ebenso viele Notfallsanitäter mit Zusatzqualifikation Winde (TC HHO) beschäftigt. 15 Notärztinnen und -ärzte von der Uniklinik Homburg und dem Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern komplettieren den Personalstamm. Das Einsatzgebiet umfasst die Stadt und den Landkreis Kaiserlautern, die Landkreise Kusel und Birkenfeld sowie den Donnersbergkreis. Für Patientenverlegungen wird der Helikopter in ganz Rheinland-Pfalz eingesetzt. Außerdem fungiert er als offizieller Intensivtransporthubschrauber des Saarlandes.

    Der tägliche Rettungsbetrieb beginnt mit Sonnenaufgang (frühestens 7 Uhr) und dauert bis zum Sonnenuntergang. Alarmiert wird „Christoph 66“ von der Rettungsleitstelle Kaiserslautern. Der hochmoderne Hubschrauber des Typs H145 ist der leiseste seiner Leistungsklasse. Bei Bedarf könnte „Christoph 66“ in Zukunft auch in der Dämmerung oder Dunkelheit Einsätze übernehmen. Im vergangenen Jahr wurden die Crews 1530-mal alarmiert, 112 davon waren Einsätze mit der Rettungswinde. Seit seiner Stationierung in der Westpfalz im Jahr 2019 – zunächst in Eßweiler im Landkreis Kusel und ab 2021 in Imsweiler im Donnersbergkreis, flog der ADAC Rettungshubschrauber mehr als 11.000 Einsätze.

    Über die ADAC Luftrettung gGmbH

    Mit 37 Stationen und bis heute mehr als 1,3 Millionen Einsätzen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2023 gibt es die ADAC Telenotarzt gGmbH. Sie ist eine innovative Tochtergesellschaft der ADAC Luftrettung und hat sich auf die Bereitstellung von telemedizinischen Notarztdiensten spezialisiert. Die Crews der ADAC Luftrettung werden trainiert von der ADAC HEMS Academy GmbH. Die Wartung und technische Bereitstellung erfolgt über die ADAC Heliservice GmbH. Die ADAC Luftrettung ist ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

    Pressekontakt:

    Jochen Oesterle
    i.A. ADAC Luftrettung gGmbH
    T +49 89 76 76 34 74
    medien@adac.de
    www.presse.adac.de

    Quelle: Erste nachhaltige Luftrettungsstation eingeweiht

  • Thomas Röwekamp, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses nach Drohnen-Attacke überzeugt: „Deutschland muss sicherheitspolitisch erwachsen werden“

    Thomas Röwekamp, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses nach Drohnen-Attacke überzeugt: „Deutschland muss sicherheitspolitisch erwachsen werden“

    Bremen/Bonn (ots) –

    Nach dem Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle hat der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), klare und schnelle Konsequenzen gefordert. „Deutschland muss sicherheitspolitisch erwachsen werden“, erklärte Röwekamp im Fernsehsender phoenix. Deutschlands Sicherheitsarchitektur sei nach diesem „kriegerischen Angriff“ neu zu definieren. Über 40 Behörden kümmerten sich hierzulande um die Luftsicherheit. „Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Kein anderes europäisches Land hat eine solche Antwort auf eine einheitliche Bedrohung, nämlich hybride Angriffe durch Drohnen“, so der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses. Seiner Meinung nach brauche es eine nationale Zuständigkeit, um der Gefahr durch Drohnenangriffe zu begegnen. Nach Auffassung des CDU-Politikers kommt dafür nur die Bundespolizei infrage. Sie sei „an den großen Verkehrsflughäfen in Deutschland schon präsent und übernimmt schon polizeiliche Aufgaben und deswegen ist sie auch in der Lage, eine solche Drohnenbedrohung wirksam zu detektieren und abzuwehren.“

    Röwekamp machte deutlich, dass Deutschland schon heute über die Fähigkeiten verfüge, Drohnen wirksam zu bekämpfen und militärische sowie zivile Infrastruktur zu schützen. Es gäbe keine technischen Schwierigkeiten. „Es ist keine Frage, ob wir das können, es ist eine Frage, ob wir das wollen und wer dafür zuständig ist“, meinte Röwekamp. Seiner Meinung nach deute vieles darauf hin, dass der Drohnenangriff durch Russland initiiert wurde. Die Umstände und die Hintergründe sprächen dafür. Die Art der Munition und des Zünders sowie die professionelle Ausstattung der Drohne wiesen darauf hin, „dass das kein Hobby-Pilot gewesen ist und auch kein Einzeltäter, sondern dass das tatsächlich eine institutionelle Kampfansage gewesen ist an Deutschland“.

    Das gesamte Interview finden Sie unter https://phoenix.de/s/Yat (https://eur02.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fphoenix.de%2Fs%2FYat&data=05%7C02%7CJacqueline.Dussa%40wdr.de%7Ca66f5630ac394f047ff408def6ba036a%7C453fd66002d54abb9653e86f1dc115aa%7C0%7C0%7C639219475937294426%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=0QzdFg5oFxPFNxGhR2Fe5wuCKy7gjaWCUvWphzPYK3A%3D&reserved=0)

    Pressekontakt:

    phoenix-Kommunikation
    Telefon: 0228 / 9584 192
    kommunikation@phoenix.de
    Twitter.com: phoenix_de

    Quelle: Thomas Röwekamp, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses nach Drohnen-Attacke überzeugt: "Deutschland muss sicherheitspolitisch erwachsen werden"

  • Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger: Nach Drohnen-Angriff benötigt Deutschland endlich Klarheit über Zuständigkeiten

    Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger: Nach Drohnen-Angriff benötigt Deutschland endlich Klarheit über Zuständigkeiten

    Berlin/Bonn (ots) –

    Nach dem Aufspüren einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle hat Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, eine Vereinheitlichung und Konzentration der Schutzmaßnahmen gegen solche Angriffe gefordert. „Es ist jetzt keine Zeit mehr zu verlieren. Es darf jetzt nicht mehr eine ein- oder zweijährige Debatte zwischen Ländern und Bund geben. Hier muss endlich mal klar Schiff gemacht werden“, verwies Ischinger im Fernsehsender phoenix auf die seiner Meinung nach zu breit gestreuten Verantwortlichkeiten von Flugsicherungsbehörden und Innenministerien von Bund und Ländern bei der Kontrolle des Luftraums. „Wir brauchen klare Zuständigkeitsregeln für die Drohnenerkennung, die Überwachung und die Drohnenbekämpfung“, meinte Ischinger und ergänzte: „Es muss klar sein: Wer darf was, wer kann das und wer koordiniert das.“ Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zeige aktuell, dass er den Ernst der Lage erkannt habe.

    Er wundere sich derzeit, dass man in Teilen von Medien und Politik über den Angriff auf dem Flughafen in Leipzig erstaunt sei. „Die Tatsache, dass so etwas stattfindet, ist überhaupt keine Überraschung, sondern war zu erwarten.“ Seit Jahren sei Deutschland Opfer von hybriden Aktivitäten aus dem Ausland, „insbesondere aus Russland“, so der Chef der Münchener Sicherheitskonferenz. Dass erstmals jedoch eine Drohne mit Sprengstoff erkannt und gestoppt worden sei, „ist jedoch eine neue Qualität“. Nun müsse man abwarten, ob Fachleute in der Lage seien, zu ergründen, wo die Drohne gebaut, und von wo aus sie gesteuert worden sei.

    Im Zusammenhang mit der Zunahme russischer Bombardierung in der Ukraine und dem täglichen Sterben der ukrainischen Zivilbevölkerung zeigte sich Ischinger besorgt. „Es ist wirklich an der Zeit, dass die anderen EU-Staaten, einschließlich Deutschland, dem Beispiel Dänemarks folgen: Alles, was man hat, an die ukrainische Front.“ Auch müsste die deutsche Bundesregierung seiner Meinung nach weitere Maßnahmen initiieren. „Man sollte mit den Polen darüber reden, ob es jetzt nicht an der Zeit ist, die Patriot-Batterie in der Ukraine zu stationieren.“ In der Vergangenheit hatte Berlin diese Raketen an Warschau geliefert.

    Kritisch setzte sich Ischinger mit der Außenpolitik der USA auseinander, die den Krieg mit dem Iran führten, ohne den Krieg in der Ukraine im Griff zu haben. „Ich sehe hier vor allem einen strategischen Fehler der USA.“ Nun stehe man vor zwei ungelösten Kriegen. „Das ist eine für den Westen insgesamt schreckliche Entwicklung“, meinte Ischinger.

    Das ganze Gespräch sehen Sie hier: https://phoenix.de/s/WyC

    Pressekontakt:

    phoenix-Kommunikation
    Telefon: 0228 / 9584 192
    kommunikation@phoenix.de
    Twitter.com: phoenix_de

    Quelle: Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger: Nach Drohnen-Angriff benötigt Deutschland endlich Klarheit über Zuständigkeiten

  • Sicherheitsexperte Nico Lange: Drohnenfund am Flughafen Leipzig/Halle „passt ins Schema der russischen hybriden Angriffe“

    Sicherheitsexperte Nico Lange: Drohnenfund am Flughafen Leipzig/Halle „passt ins Schema der russischen hybriden Angriffe“

    Berlin/Bonn (ots) –

    Nach dem Fund einer Drohne am Leipziger Flughafen, die laut Landeskriminalamt mit einer Sprengvorrichtung versehen war, äußert sich Verteidigungs- und Sicherheitsexperte Nico Lange gegenüber dem Fernsehsender phoenix: „Ich glaube, dass das bei hybriden Angriffen in der Natur der Sache liegt, dass man sich nicht auf den Standpunkt stellen kann: Da muss jetzt erstmal alles sozusagen gerichtsfest bewiesen werden, von wem das kommt. Das passt ins Schema der russischen hybriden Angriffe gegen Deutschland. Das ist sehr wahrscheinlich, dass das ein solcher hybrider Angriff war.“

    Der Gründer und Direktor vom Institut für Risikoanalysen und Internationale Sicherheit sagt weiter, dass Deutschland bisher über zu wenig Instrumente verfüge, „um Drohnen zuverlässig zu erkennen und nachzuverfolgen. Und wir wehren uns nicht im hybriden Krieg gegen Russland. Es hat also für Russland keine Folgen, wenn es solche Dinge tut.“ Es benötige elektrooptische und akustische Sensoren, um Drohnen zu erkennen und klassifizieren zu können. Darüber hinaus brauche es auch Instrumente, um Russland für diese hybriden Angriffe zu bestrafen. Seit Jahren gebe es hybride Angriffe. „Dazu gehören Drohnen, Überfälle, Sabotage, Brandstiftung, sogar Morde gab es zum Beispiel im Berliner Tiergarten“, so Lange. Diese seien immer unterhalb der Schwelle von klassischer Kriegsführung. Ohne wehrhafte Reaktionen Deutschlands gefährde man deshalb Infrastrukturen wie Flughäfen.

    Pressekontakt:

    phoenix-Kommunikation
    Telefon: 0228 / 9584 192
    kommunikation@phoenix.de
    Twitter.com: phoenix_de

    Quelle: Sicherheitsexperte Nico Lange: Drohnenfund am Flughafen Leipzig/Halle "passt ins Schema der russischen hybriden Angriffe"

  • Ägypten führt neues digitales Visa-on-Arrival-System für ein schnelleres, nahtloses Ankunftserlebnis ein

    Ägypten führt neues digitales Visa-on-Arrival-System für ein schnelleres, nahtloses Ankunftserlebnis ein

    Kairo, Ägypten (ots) –

    Das ägyptische Ministerium für Tourismus & Altertümer hat heute ein neues digitales Visa-on-Arrival-System angekündigt, ein wichtiger Schritt zur Modernisierung der Einreiseverfahren für internationale Reisende.

    Die Pilotphase des neuen Systems beginnt am 1. August 2026 am Internationalen Flughafen Kairo (alle Ankunftsterminals), als erster Schritt einer landesweiten Einführung an weiteren Flughäfen.

    Ein schnelleres, vollständig digitales Einreiseerlebnis

    Das System ersetzt den traditionellen Papier-Visumaufkleber durch einen Visa-QR-Code und bietet eine schnellere, nahtlose Ankunft, die Ägyptens Engagement für intelligente, reisefreundliche Erlebnisse widerspiegelt.

    So funktioniert es

    Reisende können ihren Visa-QR-Code erhalten über:

    – Das offizielle Online-Portal (48 Stunden vor der Pilotphase live)
    – Die offizielle mobile Anwendung
    – Selbstbedienungsautomaten in den Ankunftshallen des Flughafens Kairo

    Der Code kann vor der Abreise, während des Fluges oder nach der Landung generiert werden, entweder vom Reisenden selbst oder von einem Reisebüro. Grenzbeamte scannen ihn zusammen mit dem Reisepass, per E-Mail oder ausgedruckt vorgezeigt. Jeder Code bleibt ab Ausstellung 48 Stunden gültig.

    Der Preis beträgt insgesamt 36 US-Dollar: 30 US-Dollar aktuelle Visumgebühr plus 6 US-Dollar Ausstellungsgebühr.

    Während der Pilotphase läuft das digitale System parallel zum bestehenden Papiervisum; nach Abschluss wird der Aufkleber abgeschafft und der QR-Code wird die alleinige Einreisemethode.

    Ausblick

    Nach dem Pilotprojekt in Kairo wird die Regierung das System schrittweise auf weitere Flughäfen ausweiten, mit im Voraus angekündigten Terminen.

    Das Ministerium ermutigt die Reisebranche, diese Informationen mit ihren Kunden zu teilen.

    Über die Egyptian Tourism Authority Die 1981 gegründete Egyptian Tourism Authority (ETA) bewirbt Ägyptens vielfältige touristische Angebote und fördert den Inlandstourismus landesweit.

    Weitere Informationen: Experience Egypt (https://www.experienceegypt.eg/)

    Pressekontakt:

    Kamila Giraldo – Account Managerin
    Media consulta International Holding
    AG E-Mail: egypttourism@mcgroup.com

    Quelle: Ägypten führt neues digitales Visa-on-Arrival-System für ein schnelleres, nahtloses Ankunftserlebnis ein

  • Powerbanks im Flugzeug: Sicher unterwegs mit Lithium-Ionen-Akkus

    Powerbanks im Flugzeug: Sicher unterwegs mit Lithium-Ionen-Akkus

    Berlin (ots) –

    Das Smartphone dient als Bordkarte, die Kopfhörer begleiten den Langstreckenflug und das Tablet verkürzt die Wartezeit am Gate: ohne Powerbank geht für viele Reisende heute kaum noch etwas. Doch wer den mobilen Energiespeicher mit ins Flugzeug nimmt, muss sich auf neue Vorgaben einstellen. Internationale Luftfahrtorganisationen und zahlreiche Fluggesellschaften haben ihre Regeln für den Transport und die Nutzung von Powerbanks an Bord verschärft. Mehrere Vorfälle mit Lithium-Ionen-Akkus im internationalen Flugverkehr haben die Risiken der Energiespeicher erneut in den Fokus gerückt. „Powerbanks sind grundsätzlich sichere Produkte, wenn sie hochwertig verarbeitet und sachgerecht genutzt werden“, sagt Dr. Hermann Dinkler, Brand- und Explosionsschutzexperte beim TÜV-Verband. „Lithium-Ionen-Akkus speichern allerdings auf kleinem Raum sehr große Energiemengen. Werden Akkuzellen stark beschädigt, kann es im Inneren zu einem Kurzschluss kommen. Dabei entstehen innerhalb kürzester Zeit sehr hohe Temperaturen. Die betroffene Zelle kann sich unkontrolliert erhitzen und eine thermische Kettenreaktion auslösen, bei der sich die Hitze auf benachbarte Akkuzellen überträgt. Dadurch können Rauch und Flammen entstehen.“

    Powerbanks nur im Handgepäck transportieren

    Powerbanks bestehen aus einer oder mehreren Lithium-Ionen-Zellen und einer elektronischen Steuerung mit verschiedenen Schutzschaltungen. Werden die Akkuzellen beschädigt oder kommt es zu einem internen Defekt, können selbst diese Schutzmechanismen einen Batteriebrand nicht immer verhindern. Lithium-Ionen-Akkus unterliegen im Luftverkehr deshalb besonderen Sicherheitsvorschriften. Entscheidend ist nicht die Reiseflughöhe oder der Kabinendruck, sondern dass ein Defekt an Bord möglichst früh erkannt und unmittelbar beherrscht werden kann. Deshalb dürfen Powerbanks grundsätzlich nur im Handgepäck transportiert werden. So kann die Kabinenbesatzung im Ernstfall schnell eingreifen, während ein Batteriebrand im aufgegebenen Gepäck deutlich schwieriger zu erkennen und zu bekämpfen wäre. „Für die Sicherheit kommt es nicht nur auf das Produkt selbst an, sondern auch auf den richtigen Transport“, sagt Dinkler. „Powerbanks sollten vor mechanischen Belastungen geschützt und so verstaut werden, dass ihre Kontakte nicht mit metallischen Gegenständen in Berührung kommen können. Schon ein Sturz auf einen harten Boden oder starker Druck durch schweres Gepäck kann die Akkuzellen beschädigen. Ebenso können lose transportierte Powerbanks, die in einer Tasche oder einem Rucksack mit Schlüsseln, Münzen oder anderen Metallgegenständen in Kontakt kommen, einen Kurzschluss verursachen. Schutzkappen, Schutzhüllen oder die Originalverpackung können dieses Risiko deutlich reduzieren.“ Beschädigte, aufgeblähte oder ungewöhnlich warme Powerbanks sollten grundsätzlich nicht mehr verwendet und auch nicht auf Flugreisen mitgenommen werden. Solche Veränderungen können auf einen Defekt der Akkuzellen hinweisen und das Risiko eines Batteriebrandes deutlich erhöhen. Je nach Airline dürfen Powerbanks während des Fluges nicht mehr zum Laden anderer Geräte verwendet werden. Teilweise ist auch das Aufladen der Powerbank selbst untersagt. Einige Fluggesellschaften verlangen außerdem, dass die Geräte während des gesamten Fluges griffbereit bleiben und nicht im Gepäckfach verstaut werden.

    Beim Kauf auf Geprüfte Sicherheit achten

    Denn nicht jede Powerbank bietet das gleiche Sicherheitsniveau. Besonders bei sehr günstigen Angeboten oder Produkten unbekannter Hersteller lohnt sich ein genauer Blick. Fehlen Angaben zum Hersteller, zur Kapazität oder zu den technischen Daten, sollten Verbraucher:innen skeptisch sein. Auch eine sauber verarbeitete Oberfläche und stabile Anschlüsse können Hinweise auf die Qualität eines Produkts geben. Wer eine Powerbank auf Flugreisen nutzen möchte, sollte außerdem auf die angegebene Energie in Wattstunden (Wh) achten. Powerbanks bis 100 Wh – das entspricht bei den meisten handelsüblichen Geräten etwa 27.000 Milliamperestunden (mAh) – dürfen in der Regel ohne besondere Genehmigung im Handgepäck mitgeführt werden. Für Geräte mit einer Energie von 100 bis 160 Wh ist häufig die Zustimmung der Fluggesellschaft erforderlich. Da Fluggesellschaften teilweise zusätzliche oder strengere Vorgaben festlegen können, ist es empfehlenswert, sich bereits vor Reiseantritt über die jeweils geltenden Bestimmungen zu informieren. „Beim Kauf einer Powerbank kommt es nicht allein auf die Kapazität oder die Ladeleistung an, sondern vor allem auf die integrierten Sicherheitsmechanismen“, so Dinkler. „Hochwertige Geräte verfügen unter anderem über Schutzfunktionen gegen Überladung, Tiefentladung, Überhitzung und Kurzschlüsse. Die CE-Kennzeichnung dokumentiert, dass der Hersteller die Einhaltung der europäischen Sicherheitsvorschriften erklärt. Zusätzliche Orientierung bieten unabhängige Prüfnachweise wie das GS-Zeichen.“

    Über den TÜV-Verband: Als TÜV-Verband e.V. vertreten wir die politischen Interessen der TÜV-Prüforganisationen und fördern den fachlichen Austausch unserer Mitglieder. Wir setzen uns für die technische und digitale Sicherheit sowie die Nachhaltigkeit von Fahrzeugen, Produkten, Anlagen und Dienstleistungen ein. Grundlage dafür sind allgemeingültige Standards, unabhängige Prüfungen und qualifizierte Weiterbildung. Unser Ziel ist es, das hohe Niveau der technischen Sicherheit zu wahren, Vertrauen in die digitale Welt zu schaffen und unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Dafür sind wir im regelmäßigen Austausch mit Politik, Behörden, Medien, Unternehmen und Verbraucher:innen.

    Pressekontakt:

    Maurice Shahd
    Pressesprecher
    TÜV-Verband e. V.
    Friedrichstraße 136 | 10117 Berlin
    030 760095-320, presse@tuev-verband.de
    www.tuev-verband.de | www.linkedin.com/company/tuevverband

    Quelle: Powerbanks im Flugzeug: Sicher unterwegs mit Lithium-Ionen-Akkus